Weltweit dramatischer Einbruch bei Verkaufszahlen von Elektroautos

Laut einer veröffentlichten Studie des Vermögensverwalters Bernstein sind die weltweiten Verkaufszahlen von Elektroautos zu Jahresbeginn stark zurückgegangen. Im Januar wurden global nur 662.000 vollelektrische und Hybridfahrzeuge verkauft, was einem Rückgang von 48 Prozent gegenüber Dezember entspricht. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres stieg der Absatz weltweit lediglich um 9 Prozent, was den schwächsten Zuwachs seit 2020 darstellt, als die Weltwirtschaft unter dem Schock der Corona-Pandemie stark gelitten hat (FAZ: 06.03.23).


Elektroauto-Absatz bricht weltweit ein – Ausnahme Nordamerika

Besonders schlecht entwickelte sich der größte Elektroautomarkt der Welt: Die Verkaufszahlen von E-Mobilen in China gingen im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent zurück, während sie in Europa nur bescheidene 3 Prozent stiegen. Einzig in Nordamerika florierte das Geschäft, wo die Verkaufszahlen zu Jahresbeginn um 65 Prozent höher waren als im Vorjahr.

Verkaufszahlen von Elektroautos brechen weltweit ein. Europäische Hersteller zieht es aufgrund höherer Subventionen in die USA
Verkaufszahlen von Elektroautos brechen weltweit ein. Europäische Hersteller zieht es aufgrund höherer Subventionen in die USA
Bild: Orderinchaos, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Laut dem Analysehaus Rystad Energy gibt es einen „dramatischen Kollaps“ im Elektroauto-Geschäft, der einer der stärksten Rückgänge bislang ist. Obwohl praktisch alle Hersteller stark auf den Zukunftsmarkt der Elektroautos setzen und Milliarden in die Entwicklung und Produktion von elektrisch betriebenen Fahrzeugen sowie Batterien investieren, bleibt der Absatz hinter den Erwartungen zurück.

Subventionen als Schlüsselfaktor

Experten führen die drastischen Rückgänge im Elektroautomarkt auf niedrigere Subventionen in wichtigen Märkten wie China und Europa zurück. Zu Jahresbeginn wurden auch in Deutschland staatliche Kaufprämien für E-Mobile gekürzt. Im Gegensatz dazu profitiert der Absatz in den USA von neu geschaffenen Subventionen im Rahmen des staatlichen Inflation Reduction Acts (IRA), wie von den Autofachleuten bei Bernstein berichtet wird.


Europäische Autohersteller planen aufgrund höherer Subvention Expansion in den USA

Auch europäische Hersteller von Batteriezellen und Autos wie Northvolt, Volkswagen und Schaeffler planen, mit neuen Fabriken in den USA zu expandieren. Audi-Chef Markus Duesmann sagte kürzlich in einem Interview mit der F.A.S., dass der US-Markt durch den IRA „hochattraktiv“ geworden sei. Bernstein-Analysten gehen jedoch davon aus, dass sich der weltweite E-Auto-Markt langfristig erholen und wieder kräftig wachsen wird.

Im Januar gab es bei den verschiedenen Herstellern sehr unterschiedliche Absatzzahlen. Besonders erfolgreich war das chinesische Unternehmen BYD („Build your dreams“), das inzwischen auch in Europa Autos verkauft. Mit einem Weltmarktanteil von 23 Prozent lag BYD im Januar klar vor Tesla mit 15 Prozent auf dem ersten Platz. Die deutschen Hersteller BMW, Mercedes und Volkswagen haben im Bereich der Elektroautos bislang nur einen Weltmarktanteil im unteren einstelligen Prozentbereich erreicht.

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