-
Iran-Krieg: US-Ölreserve auf 40-Jahres-Tief
Im Iran-Krieg ist die strategische Ölreserve der USA auf den niedrigsten Stand in mehr als 40 Jahren gefallen. Stand Juni bevorrateten die Vereinigten Staaten noch 340,3 Millionen Barrel Öl, wie das Energieministerium in Washington mitteilte – so wenig wie seit Juli 1983 nicht mehr. Ein Barrel entspricht rund 159 Litern. Vor dem Hintergrund des Ölpreisschocks…
-
Schwedens Stromnetz in kritischer Lage: Kollaps nur mit Notreserven verhindert
Schwedens Stromnetz geriet am Montag, dem 8. Juni 2026, in eine außergewöhnlich angespannte Betriebslage. Menschen kletterten bei Bollnäs auf Hochspannungsmasten, weshalb der Netzbetreiber eine wichtige Leitung abschaltete. Kurz danach fiel außerdem die 500-Megawatt-Verbindung Swe-Pol Link nach Polen aus. Dadurch sank die Netzfrequenz auf 49,80 Hertz. Zugleich schöpfte Svenska kraftnät alle verfügbaren Reserven in Südschweden aus.…
-
Pkw-Maut wieder im Gespräch: Autofahrer sollen Deutschlands marode Verkehrswege finanzieren
In Berlin hat die Bauindustrie eine PKW-Maut zur Finanzierung der deutschen Verkehrswege vorgeschlagen. Auslöser sind sanierungsbedürftige Brücken, störanfällige Bahnstrecken und Investitionslücken bei Wasserstraßen. Der Bund plant 2026 zwar rund 34,4 Milliarden Euro für die Verkehrsinfrastruktur. Etwa 22 Milliarden Euro stammen jedoch aus einem zeitlich begrenzten Sondervermögen. Ohne dauerhafte Einnahmen drohen deshalb nach dessen Auslaufen erneut…
-
Siemens Energy setzt auf Gasboom: KI-Rechenzentren treiben Nachfrage
Siemens Energy erwartet nach einer Unternehmensveranstaltung am 11. Juni 2026 in Hamburg eine hohe Gasturbinen-Nachfrage bis 2035. Den Gasboom treiben vor allem KI-Rechenzentren in den USA und neue Kraftwerksprojekte am Persischen Golf. Zugleich sichern Golfstaaten ihre Stromversorgung gegen mögliche Angriffe auf Kraftwerke ab. Transportprobleme im Nahen Osten verteuern jedoch die Lieferungen. Siemens Energy kann seine…
-
Neue E-Auto-Prämie: Chinesische E-Autos legen bei Bestellungen deutlich zu
Berlin hat am 19. Mai 2026 das Portal für die neue E-Auto-Prämie geöffnet. Die Förderung gilt jedoch rückwirkend für Neuzulassungen seit Jahresbeginn. Erste Händlerzahlen zeigen besonders starke Zuwächse für chinesische E-Autos. Viele dieser Modelle von BYD oder MG kosten zwischen 20.000 und 30.000 Euro. Deshalb wirken staatliche Zuschüsse und Herstellerrabatte in diesem Segment besonders stark.…
Blackout News auf Social Media
-
Ölbranche rechnet mit sinkenden Spritpreisen – aber keine Normalisierung erwartet
Die Ölbranche rechnet mit sinkenden Spritpreisen infolge der Deeskalation im Iran-Konflikt und der perspektivischen Öffnung der Straße von Hormus. „Ich würde davon ausgehen, dass das jetzt die Preise nach unten bringt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie (en2x), Christian Küchen, am Montag den Sendern RTL und ntv. Eine Rückkehr zum Preisniveau von vor…
-
Firmenpleiten nehmen stark zu: Im März steigt die Zahl um 15,8 Prozent
Die Firmenpleiten in Deutschland haben im ersten Quartal 2026 deutlich zugenommen. Die Amtsgerichte meldeten 6.275 Unternehmensinsolvenzen und damit 6,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Im März stieg die Zahl der Insolvenzen sogar um 15,8 Prozent auf 2.308 Fälle. Besonders betroffen waren Verkehr, Gastronomie und Bau. Zugleich erschweren hohe Kosten, schwache Nachfrage und geringe Rücklagen die…
-
Die Deindustrialisierung nimmt Fahrt auf – die Regierung hat keine wirksame Antwort
ein Kommentar unsers Autors Klaus Bastian Die Deindustrialisierung gewinnt in Deutschland im Juni 2026 weiter an Tempo. Volkswagen erwartet bis Jahresende 19.000 Abgänge an deutschen Standorten. Gardena streicht 250 Stellen und verlagert Teile der Fertigung nach Tschechien. JUWI baut außerdem 280 Arbeitsplätze ab. Zeiss plant ein Sparprogramm, nennt jedoch noch keine Stellenzahl. Davon getrennt prüft…
-
Ertragsrisiken bei Windkraft: Offshore-Ausbau trifft auf Kosten, Netze und unsichere Stromausbeute
In Deutschland und der Nordsee verschärft sich im Juni 2026 der Konflikt um den Windkraftausbau, weil Großprojekte teurer werden, Netzanschlüsse stocken und Ertragsrisiken neue Kalkulationen erzwingen. Der Auslöser liegt in steigenden Finanzierungskosten, Lieferkettenproblemen und schwächeren Erwartungen an große Offshore-Cluster. Deutschland will Offshore-Windkraft dennoch auf 70 Gigawatt ausbauen, während an Land weitere Flächen für Windräder entstehen…
-
Porsche streicht im Werk Leipzig 200 Stellen: Gewinneinbruch trifft sächsisches Vorzeigewerk
Porsche will in Leipzig bis Ende August 2026 rund 200 feste Stellen abbauen, weil der Sportwagenbauer nach sinkenden Verkäufen und einem massiven Gewinneinbruch seine Kosten senkt. Das Unternehmen setzt dabei auf freiwillige Aufhebungsverträge mit Abfindungen, während die Beschäftigungsgarantie bis 2030 laut IG Metall bestehen bleibt. Betroffen ist ein Werk mit rund 4.600 Festangestellten, das Macan…
-
Großbritannien setzt russischen Öltanker im Ärmelkanal fest
Großbritannien hat am Sonntag nach Angaben der Regierung im Ärmelkanal einen zur russischen Schattenflotte gehörenden Öltanker aufgebracht. „Bei dem ersten Einsatz dieser Art unter britischer Führung wurde das Schiff ‚Smyrtos‘ von Kommandos der Königlichen Marine und speziell geschulten Sicherheitskräften der Nationalen Behörde zur Verbrechensbekämpfung angehalten und überprüft“, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. „Trotz aller…
-
Nächster Wirtschaftsgipfel endet ergebnislos: Deutschland rutscht in die Rezession
Die Bundesregierung hat am Mittwochabend den nächsten Wirtschaftsgipfel ohne konkrete Beschlüsse erlebt, obwohl sich Deutschlands Konjunktur weiter verschlechtert. Kanzler Friedrich Merz, die Koalitionsspitze, Arbeitgeber und Gewerkschaften berieten mehr als drei Stunden über Sozialreformen, Einkommensteuer, Arbeitsrecht und Bürokratieabbau. Der Anlass war die wachsende Rezessionsgefahr, während hohe Energiepreise, schwache Investitionen und politische Unsicherheit Unternehmen und Haushalte belasten.…
-
CCS-Projekt in Norwegen verfehlt Klimaziel deutlich
Im norwegischen Brevik hat das CCS-Projekt von Heidelberg Materials seit dem Start im Juni 2025 seine zentrale Klimavorgabe klar verfehlt. Die Anlage sollte jährlich rund 400.000 Tonnen CO2 aus dem Zementwerk abscheiden und damit etwa die Hälfte der früheren Emissionen vermeiden. Tatsächlich sank der Ausstoß nach aktuellen Angaben jedoch nur um rund 15 Prozent. Technische…
-
Nextmove insolvent: E-Auto-Vermieter scheitert an Transporterstrategie und muss sich neu aufstellen
Der E-Auto-Vermieter Nextmove aus Arnstadt in Thüringen saniert sich seit dem 1. Juni 2026 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Amtsgericht Erfurt hatte das Verfahren eröffnet, nachdem das Unternehmen seit dem 7. April als insolvent galt. Auslöser waren Zahlungsschwierigkeiten im ersten Quartal 2026. Im Kern belastete eine zu starke Ausrichtung auf elektrische Transporter das Geschäftsmodell.…
-
Pfizer stellt Investitionen in Deutschland wegen Gesundheitsreform auf den Prüfstand
Der Pharmakonzern Pfizer überprüft wegen der geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung seine Investitionen in Deutschland. Konzernchef Albert Bourla kritisierte in einem Schreiben an Kanzler Friedrich Merz neue Preisregeln für Arzneimittel. Auslöser ist ein Gesetz zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge. Es soll die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzen. Für die Pharmaindustrie verschlechtert sich jedoch die Kalkulierbarkeit langfristiger Projekte.…















