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Raffinerien in Europa – Reduzierung der Kapazität wird zum Risiko für die Versorgung
Am Persischen Golf eskaliert seit Wochen ein Konflikt, der Europas Energieversorgung an einem neuralgischen Punkt trifft. Zwar bezieht Europa nur einen kleineren Teil seines Rohöls über diese Route, doch bei Diesel, Kerosin und petrochemischen Vorprodukten ist die Abhängigkeit deutlich größer. Genau hier liegt das Problem: Nicht das Fass Rohöl fehlt zuerst, sondern die Verarbeitung und
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Audi weitet Sparpläne in Neckarsulm aus – weitere Kürzungen im Werk in Diskussion
Im Audi-Werk Neckarsulm sind neue Sparpläne Thema. Der Standort im Raum Heilbronn taucht in Berichten über eine weitere Kürzungsrunde bei Audi ausdrücklich auf. Auslöser sind schwache Geschäfte in China und den USA, US-Zölle sowie der anhaltende Kostendruck im Konzern. Im ersten Quartal 2026 sanken die weltweiten Audi-Auslieferungen um 6,1 Prozent. Zugleich verweist das Unternehmen auf
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Hubertz will Vermieter an Kostenanstieg durch Einbau von Öl- und Gasheizungen beteiligen
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will Vermieter an möglichen Heizkostensteigerungen durch den Einbau von Erdgas- oder Ölheizungen beteiligen. Wenn sich ein Vermieter für einen solchen Einbau entscheide, „was nach dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz grundsätzlich erlaubt sein wird, dann könnten wegen steigender Brennstoffpreise im Laufe der Jahre die Wärmekosten erheblich ansteigen“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. „Weil Mieter
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LEAG stoppt Gigabattery in Brandenburg – Netzentgelte gefährden das Milliardenprojekt
Die LEAG hat im April 2026 ihre großen Batteriespeicher-Pläne in der Lausitz ausgebremst. Im Zentrum steht Jänschwalde in Brandenburg, zudem ist auch Boxberg in Sachsen betroffen. Auslöser sind Überlegungen zu neuen Netzentgelten, die Großspeicher stärker belasten könnten. Damit gerät ein Milliardenprojekt ins Wanken, das Strom aus Wind und Sonne speichern, das Netz stabilisieren und den
Blackout News auf Social Media
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Siemens warnt: EU-KI-Regeln bremsen Europa als Entwicklungsstandort für künstliche Intelligenz
Auf der Hannover Messe hat Siemens-Chef Roland Busch vor den Folgen der EU-KI-Regeln für Europa als Entwicklungs- und Anwendungsstandort für künstliche Intelligenz gewarnt. Der Konzern plant Investitionen von rund einer Milliarde Euro in industrielle KI, jedoch soll ein großer Teil davon in die USA fließen, falls die Europäische Union ihre Regulierung nicht deutlich korrigiert. Aus
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U-Boot-Bau vor Verlagerung: Thyssenkrupp Marine Systems prüft Produktion in Spanien
Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) aus Kiel will wegen des globalen Rüstungsbooms Teile seines U-Boot-Baus nach Spanien verlagern. Der Vorstoß wurde im April 2026 bekannt, nachdem der Konzern und die spanische Werft Navantia eine Absichtserklärung unterzeichnet hatten. Anlass ist die stark gestiegene Nachfrage nach Marineprojekten, während die verfügbaren Werftkapazitäten in Europa zugleich knapp werden. Im Mittelpunkt
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Drei Werksschließungen an einem Tag – 900 Jobs betroffen
Am Donnerstag, 16. April 2026, wurden gleich drei Werksschließungen in Deutschland und Österreich beschlossen oder öffentlich gemacht: MANN+HUMMEL will sein Werk in Speyer bis Ende 2028 schließen, ZF fährt den Standort in Lebring bis Ende 2027 herunter und Hydro beendet die Produktion in Lüdenscheid bereits zum 31. Mai 2026. Damit geraten an nur einem Tag
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Bericht: Akute Nahrungsmittelknappheit in vielen Ländern deutlich gestiegen
Die akute Unterversorgung mit Lebensmitteln ist in zahlreichen Ländern der Welt laut internationalen Organisationen deutlich gestiegen. Rund 266 Millionen Menschen in 47 Ländern waren im vergangenen Jahr von massiver Nahrungsmittelknappheit betroffen, wie es in dem am Freitag in Rom veröffentlichten „Global Report on Food Crises“ heißt. Das waren fast doppelt so viele wie noch 2016.
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Boom bei Kernkraft und Raumfahrt löst Aktienrallye bei Energie- und Raumfahrtaktien aus
An den internationalen Aktienmärkten hat eine Aktienrallye im Sektor Kernkraft und Raumfahrt eingesetzt, weil Investitionen in kleine modulare Reaktoren, neue Raumfahrtpläne der USA und ein optimistischer Ausblick für Uranwerte gleichzeitig für Rückenwind sorgen. Zu den auffälligen Gewinnern zählen Oklo, NuScale Power und Energy Fuels, während auch Denison Mines, Lightbridge und Uranium Energy zulegen. Zugleich sicherte
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Solarparks verdrängen Bauern – Pachtflächen brechen weg und gefährden Existenzen
In Deutschland verlieren Landwirte seit 2023 zunehmend Pachtflächen an Betreiber großer Solarparks, während staatliche Förderung und hohe Energiepreise den Ausbau beschleunigen. Besonders betroffen sind Regionen mit intensiver Landwirtschaft, in denen Investoren deutlich höhere Pachten zahlen. Der entscheidende Risikofaktor liegt in dieser finanziellen Überlegenheit, die landwirtschaftliche Nutzung verdrängt. Viele Betriebe ohne eigenes Land geraten dadurch unter
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Rücklagen aufgebraucht – Millionen Haushalte fürchten den nächsten Preisschock
In Deutschland wächst nach dem jüngsten Anstieg der Ölpreise die Angst vor neuen Preisschock beim täglichen Einkauf, denn viele Haushalte haben kaum noch Rücklagen. Auslöser sind deutlich höhere Kosten für Energie, Sprit und den täglichen Einkauf, die das Leben zuletzt spürbar verteuert haben. Im März stieg die Inflationsrate auf 2,7 Prozent, zugleich lagen Haushaltsenergie und
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Sensorspezialist Sick AG streicht 500 Jobs in Südbaden – jede zehnte Stelle bedroht
Der Sensorspezialist Sick AG aus Waldkirch will in Südbaden rund 500 Stellen abbauen. Betroffen sind die Standorte Waldkirch, Reute, Freiburg und Donaueschingen, an denen derzeit etwa 5000 Menschen arbeiten. Der Einschnitt wurde vor kurzem bekanntgegeben, nachdem das Unternehmen bereits seit November vor weiteren Kürzungen gewarnt hatte und im Januar die Schließung des Standorts Karlsruhe sowie
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Reiches Pläne für künftige Energieversorgung sorgen weiter für Kritik
Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) für die Energieversorgung in Deutschland sorgen weiterhin für Kritik – auch innerhalb der Koalition. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) kritisierte am Mittwoch das Reformvorhaben für die Stromnetze: „Ich sehe noch erheblichen Verbesserungsbedarf“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Der Grünen-Chef Felix Banaszak warf Reiche „investorenfeindliche Politik“ vor. Die Kritik betrifft das
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MANN+HUMMEL schließt Werk in Speyer – 600 Beschäftigte vor dem Aus
MANN+HUMMEL will sein Werk in Speyer bis 2028 schließen. Betroffen sind 600 Beschäftigte, darunter 400 Mitarbeiter in der Produktion. Der Standort produziert Filterelemente, wie Luft-, Öl- und Luftentölelemente für Landwirtschaft und den Maschinenbau. Die Fertigung soll schrittweise in andere Werke verlagert werden. Als Auslöser nennt das Unternehmen schwaches Wirtschaftswachstum in Europa, höhere Energie- und Arbeitskosten















