Umdenken bei VW – 60 Milliarden für Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren freigegeben

Volkswagen investiert überraschend 60 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren. Dieser Strategiewechsel zeigt, dass der Übergang zur Elektromobilität langsamer voranschreitet als erwartet. Viele Autohersteller verschieben ihre ehrgeizigen Ziele und zweifeln daran, wann die Umstellung auf Elektrofahrzeuge abgeschlossen sein wird. Noch im letzten Jahr ging Volkswagen davon aus, dass Elektroautos bis Ende des Jahrzehnts 80 Prozent der jährlichen Verkäufe in Europa ausmachen würden. Der lauwarme Zuspruch für die eigenen ID-Modelle zwingt das Unternehmen jedoch zu einer Anpassung der Strategie (motor1: 07.06.24).


VW überrascht: 60 Milliarden fließen zurück in die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren

Von den ursprünglich für 2023 vorgesehenen 180 Milliarden Euro für die nächste Generation von Elektroautos, werden nun 60 Milliarden Euro für die Entwicklung von Verbrennungsmotoren umgeleitet. Arno Antlitz, Chief Financial Officer und Chief Operating Officer des Volkswagen-Konzerns, erläutert diesen Schritt: „Die Zukunft ist elektrisch, aber die Vergangenheit ist noch nicht zu Ende. Sie ist ein Drittel und sie bleibt ein Drittel.“

Elektroauto-Skepsis wächst - VW investiert überraschend 60 Milliarden in die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren
Elektroauto-Skepsis wächst – VW investiert überraschend 60 Milliarden in die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren

Diese Anpassung markiert eine deutliche Abkehr vom Plan, ab 2033 in Europa ausschließlich Elektroautos zu verkaufen. Noch Ende 2022 hatte Volkswagen diese Zielvorgabe formuliert. Thomas Schäfer, Volkswagen-Markenchef, hatte im letzten Jahr synthetische Treibstoffe als „unnötigen Lärm“ abgetan, obwohl Porsche aktiv in deren Produktion in Chile involviert ist.

Luxusmarken setzen auf nachhaltige Treibstoffe: Revolution bei VW, Bugatti & Co.

Auch andere Luxusmarken im VW-Konzern beschäftigen sich intensiv mit der Entwicklung nachhaltiger Treibstoffe. Bugatti erwägt, Tankstellen für synthetische Kraftstoffe in den Heimen der Kunden zu installieren. Lamborghini setzt auf die Rettung des Verbrennungsmotors durch alternative Treibstoffe. Bentley forscht an nahezu CO₂-neutralen Treibstoffen und hat sein Ziel, bis 2030 ausschließlich Elektrofahrzeuge zu produzieren, um drei Jahre verschoben.

Auch Ford und Aston Martin passen ihre Strategien an. Ford glaubt nicht mehr daran, bis 2030 in Europa rein elektrisch zu sein. Aston Martin hat ebenfalls beschlossen, bis ins nächste Jahrzehnt Autos mit Verbrennungsmotoren zu bauen.


Elektroauto-Skepsis wächst: Hersteller kämpfen mit Kundenakzeptanz und strengen Regeln

Immer mehr Autohersteller passen ihre Elektroauto-Strategien an die Realität an. Kunden lassen sich nicht vorschreiben, was sie kaufen sollen. Dies stellt die Unternehmen vor Herausforderungen, da die Emissionsregularien immer strenger werden. Diese Regularien erfordern Investitionen in sauberere Verbrennungsmotoren. Gleichzeitig macht die Elektro-Offensive aus China den etablierten Autoherstellern Sorgen.

Diese Entwicklungen zeigen, dass der Weg zur Elektromobilität nicht geradlinig ist. Autohersteller müssen flexibel reagieren und sowohl in elektrische als auch in konventionelle Technologien investieren. Nur so können sie den Anforderungen des Marktes und der Regulierung gerecht werden.

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