Elektroauto-Flaute: Produktionsstätten bei VW nur noch zu 70 % ausgelastet

Bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg legte Christian Vollmer, verantwortlich für Produktion und Logistik, offen: Die Produktionsstätten von VW sind nur zu etwa 70 Prozent ausgelastet. Diese Zahl signalisiert die dringende Notwendigkeit, die Produktionsprozesse zu optimieren. Ziel ist es, die Effizienz deutlich zu erhöhen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Vollmer hob hervor, wie wichtig es ist, die Kapazitäten voll auszuschöpfen und idealerweise eine Auslastung von 110 Prozent zu erreichen. Solch ein Ziel scheint ambitioniert, ist jedoch durch Überstunden und zusätzliche Schichten in Spitzenzeiten realisierbar, eine Praxis, die VW bereits in der Vergangenheit an seinen Produktionsstätten erfolgreich umgesetzt hat (elektroauto-news: 07.03.24).


Finanzielle Maßnahmen und Belegschaftsreaktionen

Inmitten dieser produktionsbezogenen Herausforderungen sieht sich Volkswagen auch mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Es gab Pläne, die Löhne der Mitarbeiter um zehn Prozent zu kürzen und Tariferhöhungen bis 2026 auszusetzen. Diese Vorschläge wurden von Daniela Cavallo, der Betriebsratsvorsitzenden, in derselben Versammlung enthüllt und stießen auf erheblichen Widerstand.

Zu geringe Nachfrage nach Elektroautos - die Produktionsstätten von VW sind nur zu etwa 70 Prozent ausgelastet
Zu geringe Nachfrage nach Elektroautos – die Produktionsstätten von VW sind nur zu etwa 70 Prozent ausgelastet

Die Managementvorschläge, vertreten durch CEO Oliver Blume und Thomas Schäfer, Chef der Marke Volkswagen Pkw, fanden keine Zustimmung. Cavallo nutzte ein eindrucksvolles „Vorher-Nachher“-Diagramm, um die negativen Auswirkungen dieser geplanten Kürzungen zu veranschaulichen. Schäfer erklärte über LinkedIn, dass VW bestrebt ist, durch das größte Leistungsprogramm seiner Geschichte Effizienz zu steigern und gleichzeitig in neue Produkte und Technologien zu investieren.

Elektromobilität als Kernstrategie

Trotz der Sparzwänge aufgrund nicht ausgelastete Produktionsstätten kündigte VW für 2024 einen bemerkenswerten Tarifbonus von 4735 Euro an, ein Zeichen der Anerkennung für die Mitarbeitenden. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Elektromobilität. Thomas Schäfer berichtete über den Erfolg eines Sonderangebots für das Elektromodell ID.3, welches täglich 2000 Bestellungen verzeichnete. Er wies jedoch darauf hin, dass solche Marketingaktionen das Unternehmen finanziell belasten. Besonders hervorzuheben ist, dass die geringe Auslastung bei Elektrofahrzeugen ein Indikator für die Notwendigkeit ist, Produktions- und Verkaufsstrategien anzupassen. Schäfer betonte die Bedeutung, staatliche Förderungen für Elektroautos zu reaktivieren, um den Absatz umweltfreundlicher Fahrzeuge anzukurbeln.


Blick in die Zukunft

Mit Blick auf 2024 zeigt sich VW bereit, die bevorstehenden Herausforderungen mit einem starken Fokus auf Produktinnovationen und der konsequenten Umsetzung seines Leistungsprogramms zu meistern. Das Unternehmen strebt danach, seine führende Position im Markt zu behaupten und die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern. VW möchte als Marke wahrgenommen werden, die sowohl bei den Kunden als auch in der Gesellschaft beliebt und geschätzt ist. Der Erfolg dieser Ambitionen wird sich in den kommenden Monaten und Jahren zeigen.

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