Sinnlose Subventionen -Steuerzahlerbund fordert sofortigen Subventionsstopp für Wasserstoffautos

In einem Zeitraum von 2007 bis 2022 flossen beinahe 500 Millionen Euro staatlicher Gelder in die Förderung von Wasserstoffautos und den Ausbau entsprechender Tankstellen. Diese beträchtliche Summe wurde von der Regierung aufgewendet, um den vermeintlich vielversprechenden Energieträger Wasserstoff voranzutreiben. Doch diese Investition hat in jüngster Zeit scharfe Kritik seitens des Bundes der Steuerzahler auf sich gezogen, der diese staatliche Förderung als „absurd“ und „sinnlos“ bezeichnet (Welt: 27.09.23).


Wasserstoffautos: Steuergeldverschwendung oder sinnvolle Förderung?

Obwohl Wasserstoff von vielen als der „Energieträger der Zukunft“ angesehen wird, gibt es Bedenken hinsichtlich seiner Effizienz im Vergleich zu batteriebetriebenen Elektroautos. Dennoch fließen seit Jahren Hunderte Millionen Euro in die Subventionierung von Wasserstoff-Pkw. Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, fordert ein Ende dieser Subventionen und bezeichnet sie als „sinnlos“.

Wasserstoffautos: Steuergeldverschwendung oder sinnvolle Förderung? Bund der Steuerzahler bezeichnet Subventionen als völlig sinnlos
Wasserstoffautos: Steuergeldverschwendung oder sinnvolle Förderung? Bund der Steuerzahler bezeichnet Subventionen als völlig sinnlos
Bild: Baranekstuttgart, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Analyse des Steuerzahlerinstituts (DSi) zeigt, dass die Verwendung von grünem Wasserstoff in Autos aufgrund erheblicher Energieverluste fragwürdig ist. Die Umwandlung von Wasserstoff in Strom für Elektromotoren oder synthetischen Kraftstoff für Verbrennungsmotoren führt zu Ressourcenverschwendung. Die DSi-Analyse lehnt zusätzliche Subventionen für Wasserstoffautos ab, wie von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) gefordert.


Batterie-Züge statt Wasserstoff: Die bessere Wahl im Schienenverkehr

In Niedersachsen fahren – ebenfalls subventioniert – seit August 2022 regelmäßig Alstom-Wasserstoffzüge auf der Strecke Buxtehude-Bremerhaven-Cuxhaven. Aber zuletzt teilte die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mit, man wolle für andere Strecken ohne Oberleitungen demnächst insgesamt 102 neue Akku-Triebzüge anschaffen, die mit Strom aus Batterien betrieben werden, die an Endhaltestellen rasch aufgeladen werden können. Der Grund: „Akku-Züge sind im Betrieb günstiger.“

In Baden-Württemberg kam das Verkehrsministerium kürzlich zu dem Ergebnis, dass auf allen infrage kommenden Strecken nicht Wasserstoff-Züge, sondern Fahrzeuge mit Akkus beziehungsweise Batterie-Hybrid-Technik wirtschaftlicher seien. Solche Hybridzüge haben einen Akku und zugleich einen Stromabnehmer. Die Batterie-Technik wird mittlerweile auch von den Österreichischen Bundesbahnen gegenüber Wasserstoff-Antrieben klar favorisiert.

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