Energiekrise bedroht Deutschlands Industrie: Alarmstufe Rot bei RWE, Evonik und Gewerkschaft

Markus Krebber, CEO des Energieunternehmens RWE, warnt davor, dass in Deutschland mittelfristig ein Strommangel droht. Dies könnte dazu führen, dass Unternehmen und Arbeitsplätze das Land verlassen. Er betont, dass der Wohlstand Deutschlands auf einer starken Industrie basiert. Ein knappes Angebot an Energie führt zu hohen Preisen führen und gefährdet somit die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts.


Deutschlands Energiekrise bedroht Industrie und Wettbewerbsfähigkeit: RWE-Chef schlägt Alarm

Krebber erkennt bereits erste Anzeichen einer Deindustrialisierung. In einem Interview mit dem Magazin „Focus“ verdeutlicht der RWE-Chef, dass Deutschland ein ernsthaftes Problem als Industriestandort hat (Focus. 01.06.23). Es steht nicht ausreichend Energie zur Verfügung, um den Bedarf zu decken. Diese Energielücke führt zu den hohen Preisen und berechtigten Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit.

Es besteht Sorge um die Verfügbarkeit von Strom. Die Bundesregierung plant, die Stromproduktion in Deutschland vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Bis 2030 sollen 80 Prozent des Stroms aus Sonne, Wind und anderen erneuerbaren Quellen stammen, und bis 2035 soll der gesamte Strom aus erneuerbaren Energien kommen.

Deutschlands Energiekrise bedroht Industrie und Wettbewerbsfähigkeit: Nach Evonik-Chef schlägt jetzt auch RWE-Chef Alarm
Deutschlands Energiekrise bedroht Industrie und Wettbewerbsfähigkeit: Nach Evonik-Chef schlägt jetzt auch RWE-Chef Alarm

Gleichzeitig ist Deutschland offenbar zunehmend auf Stromimporte angewiesen. Seit dem Abschalten der letzten drei Atomkraftwerke im April hat das Land mehr Strom aus dem Ausland importiert als exportiert.

Markus Krebber betont daher die Notwendigkeit einer massiven Investition in grüne Energien. Es ist der Wille und das Geld vorhanden, aber es braucht einen langfristig verlässlichen Rahmen, der Anreize schafft und keine Hindernisse setzt, um sicherzustellen, dass Unternehmen diese Investitionen tatsächlich tätigen können.


Alarmstufe Rot: Evonik-CEO warnt vor Energiekrise und drohender Industrieabwanderung in Deutschland

Krebber ist nicht der einzige, der vor dieser Situation warnt. Christian Kullmann, CEO des Chemieunternehmens Evonik, bezeichnet die Lage in einem Interview mit dem Deutschlandfunk als „energiepolitisches Desaster“ (Blackout-News: 09.06.23).

Kullmann betont, dass in Deutschland die höchsten Strom- und Energiepreise weltweit hat. Jede Industrie und Volkswirtschaft ist auf eine angemessene, kostengünstige und verfügbare Energieversorgung angewiesen.

Der Vorstandsvorsitzende warnt davor, dass Massenprodukte in verschiedenen Industrien zukünftig nicht mehr in Deutschland hergestellt werden. Er prognostiziert, dass wir uns in absehbarer Zeit von diesen Industrien verabschieden werden müssen. Der Standort Deutschland steht unter Druck.

Energieexperte schlägt Alarm: Riskante Energiepolitik gefährdet Arbeitsplätze und erhöht Strompreise in Deutschland

Auch der Energieexperte Roland Farnung äußert Alarm. Er bezeichnet die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung als eine Operation am offenen Herzen der Gesellschaft, die erhebliche Risiken für deutsche Unternehmen und Arbeitsplätze mit sich bringt. Farnung, der Erfahrung auf den Energiemärkten hat und früher Vorstandsvorsitzender von Unternehmen wie RWE Energie AG und der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG war, befürchtet, dass die aktuelle Energiepolitik zu deutlich höheren Strompreisen führen wird, wenn sie beibehalten wird.

Farnung geht konkret davon aus, dass die Kosten für Stromerzeugung in Deutschland, einschließlich der Reservehaltung, von derzeit 10,3 Cent pro Kilowattstunde laut Bundesnetzagentur auf 15 Cent im Jahr 2030 steigen könnten.

Im Vergleich dazu liegen die Stromerzeugungskosten in den USA bei drei Cent pro Kilowattstunde und in China bei vier Cent – also deutlich niedriger.

Das bedeutet ganz klar, dass Deutschland in Zukunft noch stärker an Wettbewerbsfähigkeit verliert und als Standort für energieintensive Unternehmen noch unattraktiver wird.


Gewerkschaftschefin fordert Subventionen für niedrigere Strompreise und warnt vor Abwanderung

Yasmin Fahimi, die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), warnt in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ vor der Abwanderung der deutschen Industrie. Sie fordert niedrigere Industriestrompreise durch Subventionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Fahimi betont, dass Standorte, die qualitativ hochwertig sind und wettbewerbsfähige Energiepreise haben, mittel- und langfristig sogar gegenüber China bestehen können, und dies mit mehr Sicherheit für Investitionen.

Im ersten Quartal wurden insgesamt 132,8 Milliarden Kilowattstunden Strom in Deutschland erzeugt und ins Netz eingespeist, was vom Statistischen Bundesamt als ungewöhnlich niedrig bezeichnet wurde. Dabei hat die Windkraft erstmals seit mehreren Jahren die Kohle als Energieträger beim Strom überholt.

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