Energiepreis-Desaster bedroht deutsche Industrie: Evonik-Vorstand fordert dringende Maßnahmen

Laut dem Vorstandsvorsitzenden des Chemiekonzerns Evonik, Christian Kullmann, ist die Energie für die Industrie in Deutschland teurer als in jedem anderen Land der Welt. Er warnt vor einem möglichen wirtschaftlichen Niedergang des Landes (Deutschlandfunk: 04.06.23).


Evonik-Vorstandschef warnt vor energiepolitischem Desaster und fordert subventionierten Industriestrompreis

Der Vorstandsvorsitzende von Evonik, hat vor einem „energiepolitischen Desaster“ gewarnt und seine Forderungen nach einem subventionierten Industriestrompreis bekräftigt. Er betonte, dass Deutschland die weltweit höchsten Preise für Strom und Energie zahlt. Eine vernünftige, kostengünstige und zuverlässige Energieversorgung sei für jede Industrie und Volkswirtschaft von entscheidender Bedeutung. Kullmann äußerte seine Bedenken im Deutschlandfunk.

Evonik-Vorstandschef warnt vor energiepolitischem Desaster und fordert subventionierten Industriestrompreis
Evonik-Vorstandschef warnt vor energiepolitischem Desaster und fordert subventionierten Industriestrompreis
Bild: © Raimond Spekking

Der wahre Preis für Strom: Nicht 6, sondern 20 Eurocent pro Kilowattstunde!

Er stellte klar, dass die von der Bundesregierung vorgeschlagenen sechs Cent pro Kilowattstunde als Angebot nicht ausreichen. Dabei bleibt von den Politikern unerwähnt, dass diese sechs Cent Netto-Betrachtungen sind, da Steuern und Abgaben noch hinzukommen. Tatsächlich spreche man hier nicht von sechs Eurocent, sondern von 20 Eurocent.

Kullmann erinnerte daran, dass es eine andere Vereinbarung gab und dass die Vorstellung eines Industriestrompreises von Bundeskanzler Scholz ursprünglich bei vier Eurocent lag, nicht bei den aktuellen sechs Eurocent.

Er warnte vor einem Wirtschaftseinbruch und einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2023. Für ihn markiere dies den Beginn einer großen transformatorischen Veränderung der Weltwirtschaft insgesamt.


Wirtschaftlicher Druck: Massenproduktion verlässt Deutschland

Kullmann betonte, dass die Herstellung von Massengütern, unabhängig von der Industrie, zukünftig nicht mehr in Deutschland bleiben wird. Er sagte, dass sich Deutschland von diesen Industrien verabschieden werde, und dass der Standort Deutschland unter Druck stehe. Um diesem entgegenzuwirken, müsse man sich aus dem bürokratischen Dickicht von Genehmigungsauflagen und Bewilligungsvorschriften befreien und mutige politische Entscheidungen treffen.

Trotz der Rezession sei die sinkende Arbeitslosenquote in Deutschland trügerisch, so Christian Kullmann. Die entstehenden Arbeitsplätze seien in der Gastronomie und im Servicebereich, die sehr schlecht bezahlt sind. Diese Jobs trügen kaum zur Finanzierung des Sozialstaates und der Gemeinschaft bei, da die Einkommen niedrig sind und somit nur geringe Steuern und Abgaben gezahlt werden können.

Bedrohte Arbeitsplätze und soziale Ungleichheit

Die guten und attraktiven Arbeitsplätze, die den Sozialstaat und die Gesellschaft unterstützen, finden sich hauptsächlich in der Industrie und seien gefährdet. Kullmann warnt vor sozialen Ungleichheiten und Verwerfungen.

Angesichts des Fachkräftemangels sprach sich Kullmann für eine Reform des Einwanderungsgesetzes aus und unterstützte die Vorschläge der CDU, über die Abschaffung der Rente mit 63 Jahren zu diskutieren.

Er betrachtete dies als einen bedenkenswerten Vorstoß und betonte, dass das Rentensystem nur gesichert werden könne, wenn mehr gearbeitet wird, wenn länger gearbeitet wird und wenn die Rentenhöhen angepasst werden. Solche Diskussionen seien in Zukunft notwendig. Derjenige, der diese Diskussionen führt, könne nicht auf Applaus hoffen, sondern auf Einsicht in die Notwendigkeit, mehr zu tun, da gegenwärtig praktisch nichts unternommen werde.

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