Umwelthilfe fordert Baustopp bei LNG-Terminal

Um unabhängig von russischem Erdgas zu werden, setzt Wirtschaftsminister Habeck auf Flüssiggas (LNG), allerdings verfügt Deutrschland nicht über ein LNG-Terminal. Deshalb will er in Deutschland vier Flüssiggas-Terminals im Eiltempo errichten lassen. Die erste Anlage in Wilhelmshaven soll bereits zum Jahresende in Betrieb gehen. Allerdings hat jetzt die deutsche Umwelthilfe (DUH) Widerspruch gegen das Bauvorhaben eingelegt und verweis dabei auf die Gefährdung von Schweinswalen.

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Umwelthilfe fordert sofortigen Baustopp in Wilhelmshaven

Um die Unabhängigkeit von russischem Erdgas zu erreichen, ist das Flüssiggas-Terminal in Wilhelmshaven dringen erforderlich. Deutschland verfügt zurzeit nicht über eine entsprechende Anlage, über die Flüssiggas angelandet und ins Gasnetz eingespeist werden kann. Die Deutsche Umwelthilfe fordert aber einen sofortigen Baustopp. Nach Ansicht der DUH drohe mit dem Bau eine unumkehrbare Zerstörung eines Unterwasser-Biotops. Dazu würden auch noch die Schweinswale gefährdet.

Umwelthilfe fordert Baustopp bei LNG-Terminal. DUH warnt vor  einer unumkehrbaren Zerstörung eines Unterwasser-Biotops.
Umwelthilfe fordert Baustopp bei LNG-Terminal. DUH warnt vor einer unumkehrbaren Zerstörung eines Unterwasser-Biotops.
Hafenanlage in Wilhelmshaven, Foto: Martina Nolte

Die DUH kritisiert auch, dass der Baustart ohne Einbeziehung der Umweltverbände genehmigt wurde. Deshalb hat die Umwelthilfe Widerspruch gegen die Genehmigung des Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingelegt. „Statt endlich konsequent den Wandel hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft einzuleiten, wird der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen weiter Tür und Tor geöffnet“, sagt Sascha Müller-Kraenner, der Bundesgeschäftsführer der DUH und pocht darauf, die Prinzipien des Rechtsstaats einzuhalten. Dies gelte um so mehr, wenn es um Klima- und Umweltschutz gehe.

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Habeck warnt vor Klage

Wirtschaftsminister Habeck warnt vor einer Klage. In einem Interview mit RTL sagte er dazu: „Sollten wir die LNG-Terminals nicht haben, und sollte das Gas nicht aus Russland kommen, ist die Versorgungssicherheit in Deutschland nicht gewährleistet“. Deshalb hat nach Habecks Angaben Deutschland bereits vier Spezialschiffe zum Transport von LNG gekauft, von denen zwei im Dezember verfügbar sein sollen. „Hätten wir sie nicht, wären wir wirklich noch wehrloser in dieser Situation“, sagt Habeck dazu.

Niedersachsens Energieminister äußert sich kritisch zu Widerspruch der Umwelthilfe

Auch Niedersachsens Energieminister Olaf Lies äußerte sich kritisch bezüglich des Widerspruchs der DUH und nannte ihn „bemerkenswert unangemessen“. Laut Lies ist die Übergangslösung mit schwimmenden LNG-Terminals eine elementare Säule für eine von Russland unabhängige Gasversorgung.

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Terminal in Wilhelmshaven soll noch dieses Jahr in Betrieb gehen

Deutschland hat insgesamt fast 3 Milliarden Euro für den Bau von vier schwimmende Flüssiggas-Terminals im Haushalt eingeplant. Dabei stehen die Standorte in Wilhelmshaven und Brunsbüttel laut dem Wirtschaftsministerium bereits fest. Das Terminal in Wilhelmshaven soll noch im laufenden Jahr in Betrieb gehen, das Terminal in Brunsbüttel Anfang 2023. Die weiteren Standorte stehen noch nicht fest. Dafür sind Stade, Rostock, Hamburg-Moorburg oder Eemshaven in den Niederlanden in der Diskussion.

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