Kein LNG-Terminal in Deutschland

Wirtschaftsminister Robert Habeck will Deutschland unabhängiger von russischem Erdgas machen. Dazu will er mehr flüssiges Erdgas, sogenanntes LNG (Liquefied Natural Gas) aus verschiedenen Ländern wie USA, Australien und Katar importieren. Das Problem dabei: es gibt kein LNG Terminal in Deutschland. Dabei ist auch der Bau eines solchen Terminals eher unwahrscheinlich.

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LNG Terminal in Brunsbüttel seit Jahren geplant

Im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel ist zwar der Bau eines solchen Terminals seit Jahren geplant, ob es aber jemals gebaut wird, ist mehr als fraglich. Eine Sprecherin des Projektträgers German LNG Terminal GmbH sagte dazu, dass es nach nunmehr vier Jahren Planung immer noch keine Investitionsentscheidung zum tatsächlichen Bau gibt.

Der Bau eines LNG Terminals ist eine teure Angelegenheit. Eine entsprechende Anlage muss über viele Jahre in Betrieb sein, damit sich die Investition für die Geldgeber rechnet. Da die Grünen aber bereits verkündet haben bis zum Jahr 2040 auch aus der Gasverbrennung auszusteigen, wird es schwer entsprechende Investoren zu finden.

Kein LNG-Terminal in Deutschland. Umweltschützer und DUH wehren sich gegen Bau eines LNG-Terminals in Brunsbüttel.

Klimaschützer wehren sich gegen Bau eines LNG Terminals

Erste Kostenabschätzungen ginge von einem Investitionsvolumen von rund 450 Millionen Euro aus. Mittlerweile werden aber die Anforderung an das Terminal immer weiter nach oben geschraubt. Das Terminal soll jetzt auch flüssigen Wasserstoff, flüssiges Methan oder auch flüssiges Ammoniak verarbeiten können. Mit dieser multifunktionalen Verwendung will man zunächst Klimaschützer besänftigen. Denn diese wehren sich gegen den Bau des LNG-Terminals mit dem Argument, man würde damit eine fossile Infrastruktur über Jahrzehnte zementieren. Die deutsche Umwelthilfe hat sogar eine Klage gegen das geplante Projekt angedroht.

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Die German LNG Terminal GmbH ist eine Gesellschaft der niederländischen Unternehmen Gasunie und Vopak und des Hamburger Unternehmens Marquard & Bahls. Das Unternehmen hat bereits 2018 eine verbindliche Entscheidung für den Bau in Aussicht gestellt. Der Antrag zur Einrichtung eines Hafens wurde allerdings erst im Juni 2021 gestellt. Jetzt muss erst die Landesregierung in Kiel über den Antrag der Planfeststellung entscheiden. Ein bürokratischer Prozess, der durchaus Jahre dauern kann. Dabei geht es nicht nur um die Hafenanlagen und den dazugehörigen Wasserwegen, sondern auch noch um die landseitige Lagerung des LNG.

Allerdings ist das geplante Terminal in Brunsbüttel noch das aussichtsreichste Vorhaben. Zwei weitere Projekte dieser Art sind drüber hinaus in Wilhelmshaven und Stade geplant

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