RWE-Chef Krebber warnt: Deutsche Industrie droht ohne Umdenken der Absturz

Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender des deutschen Energiekonzerns RWE, äußert sich besorgt über die Zukunft der deutschen Industrie. Er prognostiziert, dass eine vollständige Erholung von der Energiekrise unwahrscheinlich ist. Krebber zufolge steht die Industrie vor „erheblicher struktureller Nachfragezerstörung“, besonders in energieintensiven Bereichen. Trotz eines dramatischen Preisverfalls im Gasmarkt um 90 Prozent bleiben die Preise deutlich über dem Niveau vor der Krise und liegen fast zwei Drittel höher als 2019 (ft: 10.04.24).


Energiekrise als Wendepunkt: RWE-Chef Krebber kritisiert Deutschlands Abkehr von der Kernenergie

Nach der vollständigen Invasion der Ukraine durch Moskau musste Deutschland seine Abhängigkeit von russischem Erdgas überdenken. Krebbers Kritik richtet sich auch gegen frühere energiepolitische Entscheidungen, insbesondere den Beschluss, Deutschlands Kernkraftwerke zu schließen, ohne angemessene Alternativen zu russischen Gasimporten zu finden.

Energiekrise als Wendepunkt: RWE-Chef Krebber kritisiert Deutschlands Abkehr von der Kernenergie. Industrieabwanderung in die USA droht
Energiekrise als Wendepunkt: RWE-Chef Krebber kritisiert Deutschlands Abkehr von der Kernenergie. Industrieabwanderung in die USA droht

Diesen Schritt betrachtet er als Fehlentscheidung. Die Suche nach alternativen Standorten mit attraktiven Subventionen und niedrigeren Energiepreisen gewinnt für Unternehmen und Investoren zunehmend an Bedeutung. „Man wird eine gewisse Erholung sehen, doch es kommt zu einer erheblichen strukturellen Nachfragezerstörung in den energieintensiven Industrien“, warnt Krebber.

Deutschlands Wirtschaft am Scheideweg: Industrieabwanderung in die USA droht

Die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sieht düster aus, nachdem die Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute herabgesetzt wurden. Für dieses Jahr wird lediglich ein BIP-Wachstum von 0,1 Prozent erwartet. Die dauerhafte Schließung von Industriekapazitäten in Europa scheint unausweichlich, wie Samantha Dart von Goldman Sachs bemerkt. Die Industrienachfrage in Europa lag im vergangenen Jahr 24 Prozent unter dem Niveau von 2019. Viele Hersteller orientieren sich nun neu und blicken in Richtung USA, wo eine gezielte Politik die Wiederansiedlung von Produktionsstätten fördert. „Europa hat dieselbe Absicht, aber noch nicht die richtigen Maßnahmen,“ stellt Krebber fest. Eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer offenbart, dass 43 Prozent der Großindustrien erwägen, ihre Produktion aus Deutschland abzuziehen, vornehmlich in die USA.


RWE positioniert sich als ein Hauptakteur im Bereich der sauberen Energie in den USA, insbesondere nach der Übernahme von Con Edison Clean Energy Businesses. Trotz politischer Unsicherheiten bleibt Krebber zuversichtlich hinsichtlich der Investitionslandschaft in den USA, selbst im Falle einer Präsidentschaft Donald Trumps.

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