Wer sein Auto mit einem Autozug oder einer Fähre transportiert, sollte auf Software-Updates verzichten. Immer wieder treten beim Entladen Schwierigkeiten auf. Besonders betroffen ist die Schweizer Strecke Lötschberg – Simplon. Dort kam es in der Vergangenheit mehrfach zu Verzögerungen. Der Grund: Unterbrochene Updates während der Fahrt mit dem BLS-Autoverlad. Betroffen sind hauptsächlich Updates für das Betriebssystem, das Infotainment-System sowie sicherheitsrelevante Software. Im Lötschberg-Basistunnel zwischen Kandersteg und Goppenstein entstehen oft Störungen, wie der Schweizer Tagesanzeiger berichtete (tagesanzeiger: 01.02.25).
Verzögerungen durch laufende Updates
Die Schweizer Bahngesellschaft BLS meldet eine zunehmende Zahl von Fällen, in denen Fahrzeuge wegen aktiver Updates nicht vom Zug rollen können. Um dem entgegenzuwirken, wurden Warnhinweise für Autofahrer eingeführt. In problematischen Situationen bleibt oft nur das Abschleppen, da das Update nicht abgeschlossen ist.

Auch auf der Zürichsee-Fähre zwischen Horgen und Meilen kommt es zu ähnlichen Vorfällen. Mehrfach mussten einzelne Autos den See erneut überqueren, weil ihre Systeme noch aktualisiert wurden. Besonders ärgerlich wird es, wenn eine Überfahrt nicht genügt und das Fahrzeug erneut feststeckt.
Probleme auch auf anderen Strecken
Nicht nur die Zürichsee-Fähre kämpft mit diesen Herausforderungen. Die Rhätische Bahn am Vereina-Tunnel zwischen Klosters und Sagliains verzeichnet ebenfalls vereinzelte Störfälle. Dabei könnte das Problem vermieden werden, wenn die Hinweise in den Betriebsanleitungen Beachtung fänden.
Experten raten dringend dazu, Updates nur dann zu starten, wenn das Auto längere Zeit geparkt bleibt. Die kurze Fahrzeit auf Autozügen oder Fähren reicht in der Regel nicht aus, um komplexe Systemaktualisierungen vollständig durchzuführen.
Empfehlungen für Autofahrer
Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sollte vor einer Zug- oder Fährfahrt geprüft werden, ob laufende Updates deaktiviert sind. Eine unvollständige Aktualisierung kann das Fahrzeug blockieren und andere Reisende aufhalten. Viele Hersteller bieten die Möglichkeit, Software-Updates manuell zu steuern. Diese Option sollte genutzt werden, um Störungen im Transportverkehr zu verhindern.
Auch die Verkehrsbetreiber setzen verstärkt auf Prävention. Deutlich sichtbare Hinweisschilder und Durchsagen sollen Autofahrer sensibilisieren. Dennoch liegt die Verantwortung letztlich beim Fahrer. Wer seinen Wagen auf einen Autozug oder eine Fähre bringt, sollte sich bewusst sein, dass ein Update im falschen Moment zum Problem werden kann.
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