Habeck warnt vor existenzbedrohenden Energiepreisen und sinkendem Wohlstand

Mit Milliarden aus dem Steuertopf möchte Wirtschaftsminister Habeck den unterstützten Strompreis für die Chemie-, Auto- und Stahlbranche stabilisieren, um unsere Wirtschaft zu stützen. Bei der Präsentation seiner Industriestrategie warnte er vor „kritisch hohen Energiepreisen“ und sinkendem Wohlstand in Deutschland (Bild: 27.10.23). Wie schlimm ist der wirtschaftliche Einfluss des AKW-Stopps der Ampel-Koalition tatsächlich?


Wirtschaftsminister Habeck warnt: Industrieverlust bedroht Wohlstand – Geheime E-Mails enthüllen Wahrheit über AKWs

„Industrien gehen verloren, und das bedeutet nicht nur den Verlust von Arbeitgebern und Sektoren, sondern auch von einem wichtigen Anteil unseres Wohlstands“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bei der Präsentation seiner ausführlichen „Industriestrategie“. Im offiziellen Dokument der Regierung spricht man sogar von „kritisch hohen Energiekosten“!

Wirtschaftsminister Habeck warnt: Industrieverlust bedroht Wohlstand – Geheime E-Mails enthüllen Wahrheit über AKWs
Wirtschaftsminister Habeck warnt: Industrieverlust bedroht Wohlstand – Geheime E-Mails enthüllen Wahrheit über AKWs

Ein interner E-Mail-Austausch von 2022 zwischen den Presseabteilungen von Umwelt- und Wirtschaftsministerium liegt BILD vor. Dieser zeigt, dass das Wirtschaftsministerium bereits früh erkannte, dass Atomkraftwerke bei Weiterbetrieb günstigeren Strom liefern würden.

In den E-Mails wird die Meinung der „Fachebene des BMWK“ zu den Vorteilen des Weiterbetriebs der AKWs zitiert. Dabei geht es vermutlich um die Abteilung III Strom, die zuvor unter der Leitung des Ex-Staatssekretärs Patrick Graichen stand. Diese Information wurde jedoch nicht an die Öffentlichkeit weitergegeben.

Die E-Mails beinhalten folgende Aussage: „Das Weiterlaufen der AKWs bringt neben der (geringen) Gasersparnis zwei weitere Pluspunkte: die Strompreise sinken und die Netzstabilität verbessert sich. Da Neckarwestheim und Isar2 im Süden Deutschlands liegen (und ständig in Betrieb sind), verringern sie deutlich die Netzengpässe.“

Dass diese Information nie öffentlich gemacht wurde, erscheint merkwürdig. Ein Versehen war das sicher nicht.

Top-Ökonom warnt vor Energiekrise: Deutschland importiert Rekordmengen an Atomstrom

Der renommierte Ökonom Prof. Clemens Fuest, Leiter des ifo Instituts in München, glaubt nicht, dass ein spezieller Industriestrompreis das Energieproblem lösen kann. Er sieht Deutschlands wirtschaftlichen Niedergang als besiegelt an.

„Es macht keinen Sinn, das Stromangebot zu reduzieren und dann Subventionen dagegenzuhalten, wenn man die Auswirkungen betrachtet. Das schadet uns nur selbst“, sagt Fuest in einem Interview. Es sei riskant, Industriezweige zu verlieren und auf alternative Wertschöpfungsquellen zu setzen.

Statt unsere eigenen Atomkraftwerke zu nutzen, kaufen wir immer mehr teuren Atomstrom aus dem Ausland! Deutschland bezieht 2023 so viel Strom von außerhalb wie nie zuvor. Atomkraft ist mittlerweile tatsächlich die Hauptquelle unseres importierten Stroms! „Agora Energiewende“ analysierte die Importe und fand heraus, dass mit 12,6 Terawattstunden der größte Teil des Stroms aus Atomkraft nach Deutschland geliefert wurde. Atomenergie macht über 4 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus. Das ist mehr als vor der Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke am 15. April.


FDP alarmiert: Atomkraft-Aus droht Deutschlands Wohlstand zu vernichten

Die FDP zeigt sich schockiert und fordert einen Stopp des Abbaus von Atomkraftwerken.

Michael Kruse, Energieexperte der FDP, äußerte gegenüber BILD: „Das vernichtet unseren Wohlstand. Wenn wir so weitermachen, wohnen wir bald wieder in Bäumen.“ Er sieht im Atomausstieg keinen Vorteil für die Umwelt, sondern nur wirtschaftlichen Verlust.

Trotz der CO₂-Kosten für Kohle war importierter Strom die günstigste Option. Ein Vertreter der Bundesnetzagentur erklärte: „Das ist das Ziel des europäischen Binnenmarktes: Wir stellen den Strom nicht immer selbst her, sondern kaufen ihn, wo er am billigsten angeboten wird. Das spart den deutschen Verbrauchern Geld.“

Teure Stromimporte belasten Deutschland: Über 5 Milliarden Euro ausgegeben, Atomstrom als günstigere Alternative übersehen

Für jede importierte Megawattstunde zahlten wir im Durchschnitt jedoch 111 Euro, während für exportierten Strom nur 78 Euro eingenommen wurden. Hätte Deutschland mehr eigenen günstigen Strom, egal ob Öko- oder Atomstrom, wären die Importe geringer. Der Strom würde billiger.

Nach drei Quartalen hat Deutschland dieses Jahr über fünf Milliarden Euro für importierten Strom gezahlt. Das sind mehr als zwei Milliarden Euro über dem, was durch Stromexport eingenommen wurde. Atomstrom wäre die kostengünstigere Wahl gewesen. Importierter Strom konnte preislich nur im Sommer gegenüber Kohlestrom konkurrieren. Aber jetzt nimmt auch die Kohleverstromung wieder zu!

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