Ford Europa: Bau von Elektroautos führt zu massivem Stellenabbau

Ford Europe plant, mehrere Tausend Arbeitsplätze abzubauen, die meisten davon in ihrem Entwicklungszentrum in Köln. Außerdem werden noch weitere 5000 Arbeitsplätze in anderen europäischen Niederlassungen gestrichen. Dies wurde am Montag nach einer Betriebsversammlung bekannt. Der Grund dafür ist, dass Ford Europe künftig mehr in den USA für Entwicklungen ausgeben will. (Handelsblatt, 23.01.2023)


Letzte Woche wurde bekannt, dass Ford Europa möglicherweise einen weiteren Stellenabbau plane. Eine endgültige Entscheidung darüber, wie viele Stellen abgebaut werden sollen, wird erst im Frühjahr getroffen. Im Moment diskutieren die Führungskräfte, welche Stellen abgebaut werden sollen, einschließlich der Konzernzentrale in Detroit.

Ford senkt Anzahl der Pkw-Modelle in Europa deutlich. Bis 2030 will der US-Konzern nur noch vollelektrische Autos in Europa herstellen.

Ford hatte in den Jahren 2019 und 2020 in Deutschland und anderen europäischen Ländern insgesamt 10.000 Arbeitsplätze gestrichen. Nach dieser Entscheidung versprach der US-Konzern, dass es in Europa keine weiteren Einschnitte geben soll.

Sparmaßnahme in Europa: Weniger Pkw-Modelle in Europa

Es sieht so aus, dass die Fahrzeugproduktion bei der neuen Sparmaßnahme weniger betroffen sein wird. Abgesehen von der Fahrzeugentwicklung wird die Restrukturierung vor allem Ersatzteilversorgung und Verwaltungsbereiche betreffen. Ford hatte bereits im letzten Jahr angekündigt, dass die Anzahl der Pkw-Modelle in Europa deutlich gesenkt werden soll. Bis 2030 will der US-Konzern nur noch vollelektrische Autos in Europa herstellen.

Im Kölner Entwicklungszentrum arbeiten derzeit noch 3800 Menschen. Es wird aber vermutet, dass im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms bis zu 2500 Arbeitsplätze gestrichen werden könnten. Vor allem gut ausgebildete Ingenieure wären davon betroffen. Insgesamt arbeiten bei Ford Deutschland 19.000 Menschen, 14.000 davon in Köln. Der Betriebsrat und die IG Metall haben angekündigt, gegen die Pläne Widerstand zu leisten.


Da der Autobauer die Zahl seiner angebotenen Pkw-Modelle in den kommenden Jahren drastisch reduzieren wird, fällt im europäischen Entwicklungszentrum in Köln künftig deutlich weniger Arbeit an. Van-Modelle wie der S-Max und der C-Max sind schon aus dem Programm genommen worden, genauso wie das Mittelklasseauto Mondeo.

Im Sommer wird in Köln die Fertigung des Kleinwagens Fiesta aufgegeben. In Saarlouis stellt der Autobauer die Produktion des Golf-Konkurrenten Focus im Jahr 2025 ein und gibt das Autowerk danach komplett auf. 4500 Beschäftigte werden dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren. Von ehemals einem guten Dutzend in Europa produzierten Ford-Modellen wird künftig nur eine Handvoll übrig bleiben.

Ford Europa: Schwerwiegende wirtschaftliche Schwierigkeiten und Personalabbau

Ford wird am Stammsitz in Köln nicht nur im Entwicklungszentrum Stellen streichen. Der US-Autokonzern hat auch die Ersatzteilversorgung für sein Händlernetz dort konzentriert. Da E-Autos weniger reparaturanfällig sind, wird auch der Ersatzteilbedarf kleiner. Deshalb will das Unternehmen das Ersatzteilzentrum in Köln verkleinern, in dem derzeit noch rund 1200 Menschen beschäftigt sind.

Ford hat in Aachen einen Forschungsstandort, an dem vor allem an Verbrennungsmotoren gearbeitet wird. Sollte Ford an seinen Plänen festhalten und nur noch elektrische Modelle produzieren, wird der Forschungsbereich für Verbrennungsmotoren nicht mehr benötigt. Auch die Mitarbeiter des Motorenwerks in Köln könnten dann überflüssig werden und in der E-Fahrzeug-Fertigung eingesetzt werden.


Ford wird an der Schließung des Autowerks in Saarlouis festhalten und nur 500 bis 700 Beschäftigte können bei Ford bleiben. Mitarbeitern aus Saarlouis sollen Arbeitsplätze in der Köln-Fahrzeugfertigung angeboten werden, wie Deutschlandchef Martin Sander im vergangenen Jahr angekündigt hat.

Ford Europa hat in den letzten Jahren schwere wirtschaftliche Schwierigkeiten. Ihre Verkaufszahlen sanken und ihre Fabriken waren nicht voll ausgelastet, was zu Milliardenverlusten führte. Im europäischen Pkw-Geschäft lief es nicht so gut für den US-Konzern. Allerdings lief es bei leichten Nutzfahrzeugen besser, wodurch Ford zum europäischen Marktführer wurde.

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