Finnland ersetzt Kohlekraftwerke durch neue Atomkraftwerke

Kimmo Tiilikainen, Finnlands Umweltminister, hat mitgeteilt, dass sein Land den Einsatz von Kohle in der Energieerzeugung ab 2029 verbieten wird. Außerdem prüft die finnische Regierung ein Subventionsprogramm, um Energieunternehmen dafür zu belohnen, wenn sie vorzeitig aus der Kohleverstromung aussteigen. Finnland ersetzt Kohlekraftwerke durch neue Atomkraftwerke

Finnland ersetzt Kohlekraftwerke durch neue Atomkraftwerke. Klares Konzept Reduziert CO2-Ausstoß und sichert die Stromversorgung
Kernkraftwerk Olkiluoto. Finnland ersetzt Kohlekraftwerke durch neue Atomkraftwerke. Klares Konzept Reduziert CO2-Ausstoß und sichert die Stromversorgung

Finnland steigt aus Kohle aus und zieht Verbot um ein Jahr vor

Die finnische Regierung zieht das Verbot von Kohle als Energieträger um ein Jahr zum ursprünglichen Ziel vor.

Tiilikainen ist ein engagierter Verfechter des Kohleausstiegs und teilt in einer Pressemitteilung mit: „die Treibhausgasemissionen müssen viel früher als ursprünglich geplant reduziert werden, um den Klimawandel einzudämmen“.

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Finnland erzeugt noch rund zehn Prozent des Stroms aus Kohle.66 Prozent der in Finnland verfeuerten Kohle stammt aus dem östlichen Nachbarland Russland.

Hohe Subventionen sollen Energieindustrie entschädigen

Allerdings zeigt sich die betroffene Energieindustrie von der Entscheidung des Kohleausstieg zu beschleunigen unerwartet heftig enttäuscht. Der Geschäftsführer der Finnish Energy, Jukka Leskelä, warnte, dass „die Beschleunigung des Ausstiegs aus der Kohleproduktion für die Regierung kostspielig und als Klimamaßnahme ineffektiv sein wird“.

Zur Abfederung der entsprechenden Einnahmeausfälle kündigte die Regierung deshalb, ein Subventionspaket in Höhe von rund 90 Millionen Euro an.

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Damit will die Regierung die Investitionen in erneuerbare Energien ankurbeln. und das große finnische Fernwärmenetzbesser auf erneuerbare Energien umstellen.

Finnland ersetzt Kohlekraftwerke durch neue Atomkraftwerke

Finnland geht von einem stark ansteigenden Strombedarf in den kommenden Jahren aus. Deshalb muss die Kohle im Energiemix durch andere Energieträger ersetzen werden. Deshalb gehört auch der Ausbau der Kernenergie in Finnland zur Alternative um die Lücke in der Stromversorgung zu schließen.

Im nächsten Jahrzehnt sollen deshalb zwei neue Atomkraftwerke ans Netz gehen. Die neuen Reaktoren sollen den Anteil der Kernenergie mit den bereits existierenden Kernkraftwerken der Energieerzeugung erhöhen. Bis 2025 könnte Finnland dann fast 60 Prozent der Stromversorgung aus Kernkraftwerken erzeugen.

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Der Bau des finnischen Reaktors Olkiluoto 3 steht nach mehreren Verzögerungen bereits kurz vor dem Abschluss. Die Anlage wurde vom französisch-deutschen Konsortium aus Areva und Siemens gebaut und ist der fünfte Atomreaktor in Finnland, sowie der größte in Europa.

Die Stromproduktion kann nach derzeitigem Stand im Februar 2022 beginnen und könnte dann 14 Prozent des finnischen Strombedarfs produzieren.

Während Deutschland Kernkraftwerke abschaltet setzt Finnland auf neue Reaktoren

In Finnland gibt es mit dem Bau neuer Kernkraftwerke ein klares Konzept zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Mit diesem Konzept ist auch langfristig die Energieversorgung sichergestellt. In Deutschland werden die letzten Atomkraftwerke bis Ende 2022 vom Netz genommen. Die dadurch fehlende Kapazität auf der Erzeugerseite muss man dann zunächst einmal durch Kraftwerke auf fossiler Basis ersetzen, wodurch der CO2-Ausstoß zunächst weiter ansteigen wird. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung ist aber ebenfalls bereits beschlossen. Eine plausible Planung wie man die Stromversorgung ohne Atom- und Kohlestrom sicher stellen will gibt es aber nicht. Der Ausbau der Wind- und Solaranlage müsste in kürzester Zeit mehr als verdoppelt werden. Dafür stehen weder die erforderlichen Flächen zur Verfügung, noch gibt es in der Bevölkerung die entsprechende Akzeptanz.

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Zuletzt aktualisiert am September 23, 2021 um 5:27 am . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.