Energiewende in eine Sackgasse – Wasserstoff

Wie schon im Artikel „Energiewende in eine Sackgasse -Stromspeicher“ beschrieben, setzen unsere Politiker bei der Energiewende im großen Stil auf Wasserstoff. Mit Wasserstoff will man nicht nur Strom machen, sondern auch Hochöfen in der Stahlindustrie betreiben und man träumt sogar davon Flugzeuge mit Wasserstoff anzutreiben. Allerdings nicht Wasserstoff wie er heute erzeugt wird, nämlich aus Erdgas, nein die Politik setzt voll und ganz auf grünen Wasserstoff. Grüner Wasserstoff wird durch Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Doch woher soll der Wasserstoff kommen? Eine kurze Zusammenfassung dazu von unserem Gastautor Hans Ambos.

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Woher kommt der grüne Wasserstoff?

Mittlerweile ist es auch unserem Wirtschaftsminister Robert Habeck klar geworden, dass die gigantischen Mengen Wasserstoff, die Deutschland alleine für die Stahlindustrie benötigen würde, nicht aus Windkraft- und Solaranlagen im eigenen Land kommen können. Die erneuerbaren Energien schaffen aktuell noch nicht einmal 50 Prozent des deutschen Strombedarfs im Jahr zu decken. Dazu kommt, dass die Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse sehr energieintensiv ist. Zur Herstellung von Wasserstoff mit einem Energieinhalt von einer Kilowattstunde benötigt man drei bis vier Kilowattstunden Strom. Das ist physikalisch bedingt und lässt sich auch nicht ändern.

Energiewende in eine Sackgasse - Wasserstoff. Vereinigte Arabische Staaten sollen Wasserstoff für Deutschland produzieren.
Energiewende in eine Sackgasse – Wasserstoff. Vereinigte Arabische Staaten sollen Wasserstoff für Deutschland produzieren.

Deshalb will Habeck jetzt den Wasserstoff in den Vereinigten Arabischen Staaten (VAE) herstellen lassen. Die Sache hat nur einen kleinen Haken, denn der Anteil der erneuerbaren Energie beträgt in den VAE gerade einmal 0,3 %. Der Betrieb von Elektrolyseanlagen ist technisch und vor allem wirtschaftlich aber nur dann sinnvoll, wenn sie kontinuierlich, rund um die Uhr, arbeiten. Da Solaranlagen auch in den Vereinigten Arabischen Staaten nachts keinen Strom machen, muss der Strom zumindest in der Nacht aus anderen Quellen kommen. Dies werden die gerade fertiggestellten 4 Kernkraftwerksblöcken Typ APR, mit je 1.400 MW, in Barakah sein. Die VAE betrachten ihre Kernkraftwerke als Beitrag zur Klimaneutralität. Sie erzeugen große Mengen kostengünstigen „Ökoatomstrom“ rund um die Uhr für sich selbst und für deutschen Wasserstoff.

Wie kommt der Wasserstoff nach Deutschland?

Das nächste Problem ist der Transport von Wasserstoff. Wasserstoff gasförmig zu transportieren ist unwirtschaftlich, da man kaum große Energiemengen auf einem Schiff unterbringen kann. Zum Verflüssigen benötigt man wiederum große Mengen Energie. Allerdings wird Wasserstoff erst bei minus 253 °C flüssig. Eine Temperatur, die man auch bei noch so guter Isolierung nicht lange halten kann. Deshalb müsste man beim Transport immer wieder große Mengen Wasserstoff abblasen, um ein Bersten der Tanks zu verhindern. Das ist auch der Grund, dass es, mit der „Suito Fronitier“ in Japan, weltweit nur einen einzigen Flüssiggastanker für Wasserstoff gibt. Und dieser hat eine Ladekapazität von nur 1.250 m³. Die Wasserstofftechnik ist lebensgefährlich. Wasserstoff explodiert bei Luftzutritt ziemlich leicht. Deshalb plant, oder baut niemand Wasserstofftanker.

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Das Transportproblem

Das Transportproblem haben auch die Verfechter von Wasserstoff erkannt. Deshalb kommt von der Lobby der Vorschlag, den Wasserstoff in Ammoniak umzuwandeln, um ihn gefahrlos transportieren zu können. Das geht auch technisch problemlos. Die Umwandlung ist allerdings nochmals mit großen Energieverlusten verbunden. Nach einer Umwandlung zurück zu Wasserstoff ist netto fast keine Energie mehr da. Die Energiewende, mit Wasserstoff zur Energiespeicherung oder für „grünen“ Stahl, wird deshalb unfassbar teuer. In Deutschland ist man über den Status kleiner Versuchsanlagen noch nicht hinausgekommen.

In dieser kurzen Reihe sind bisher folgende Artikel erschienen:

  1. Energiewende in eine Sackgasse
  2. Energiewende in eine Sackgasse – Solaranlagen
  3. Energiewende in eine Sackgasse – Stromspeicher

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