Energiekrise – Japan reaktiviert alte Atomkraftwerke

Japan will seine Stromversorgung sichern und plant die Reaktivierung bereits abgeschalteter Atomkraftwerke. Für 17 Anlagen wurde bereits eine Genehmigung erteilt. Landesweit haben die Betreiber Betriebsgenehmigungen für 27 abgeschaltete Kernkraftwerke beantragt (Tagesschau: 07.12.22).


Japanische Regierung genehmigt den Weiterbetrieb bereits abgeschalteter Atomkraftwerke

Die japanische Regierung will den Anteil des Atomstroms beim japanischen Strommix von aktuell etwa sieben Prozent auf über 20 Prozent steigern. Die Reaktivierung der abgeschalteten Atomkraftwerke sei erforderlich, um die Energiekrise zu meistern. Von den insgesamt 54 Reaktoren in Japan sind aktuell nur noch zehn in Betrieb. Davon stehen aktuell drei aufgrund von laufenden Wartungsarbeiten still.

Japanische Regierung genehmigt den Weiterbetrieb bereits abgeschalteter Atomkraftwerke. Genehmigung für 17 Reaktoren bereits erteilt.
Japanische Regierung genehmigt den Weiterbetrieb bereits abgeschalteter Atomkraftwerke. Genehmigung für 17 Reaktoren bereits erteilt.
Bild: Mugu-shisai, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Mit der Reaktivierung bereits abgeschalteter Atomkraftwerke zieht Japan auch in Betracht, einige Kernreaktoren über die derzeitige 60-Jahres-Grenze hinaus länger laufen zu lassen. Die entsprechenden Behörden prüfen bereits, ob die abgeschalteten Reaktoren von der bestehenden Begrenzung der Lebensdauer ausgenommen werden können. So soll zum Beispiel die Zeit, in der die Kraftwerke abgeschaltet waren, zusätzlich auf die erlaubte Betriebsdauer angerechnet werden. In Anbetracht der Energiekrise mit immer weiter steigenden Strompreisen will sich Japan zunehmend auf Atomkraft als Lösung für die Energieversorgung konzentrieren.


Stromversorgung in Japan kritisch – Bevölkerung wurde bereits mehrfach aufgerufen, Strom zu sparen

Infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Japan mit den teureren Preisen für fossile Brennstoffe zu kämpfen. Dazu kommt auch noch der schwache Yen, der die Importe noch mehr verteuert. Die japanische Stromversorgung ist bereits kritisch. Die Regierung hat die Bevölkerung bereits wiederholt aufgefordert, Strom zu sparen.

Japanische Konzerne entwickeln Reaktoren der nächsten Generation

Die Pläne der japanischen Regierung sehen auch vor, neue Kernreaktoren der nächsten Generation zu bauen. Bereits im August hieß es aus Regierungskreisen, dass das Land den Anteil der Kernenergie auf mehr als ein Fünftel steigern will. Der japanische Hersteller Hitachi hat bereits Pläne zur Entwicklung eines Reaktors der nächsten Generation vorgestellt. Hitachi will mit seinem US-Partner General Electric einen neuartigen Leichtwasserreaktor bauen (Spiegel: 30.09.22). Auch der japanische Konzern Mitsubishi Heavy Industries hat bekannt gegeben, dass er bereits mit der Entwicklung eines neuen Leichtwasserreaktors begonnen hat.

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