E-Auto-Flaute: Mercedes-Benz und Stellantis stoppen Bau deutscher Batteriezellfabrik

Mercedes-Benz und Stellantis haben den Bau ihrer Batteriezellfabrik in Kaiserslautern gestoppt. Grund hierfür ist die nachlassende Nachfrage nach E-Autos. Das Gemeinschaftsunternehmen ACC, bestehend aus den beiden Autobauern und Total Energies, gab bekannt, dass die geplanten Bauarbeiten pausieren. Auch in Italien wird der Bau einer weiteren Batteriefabrik verschoben. Dies berichtete die Zeitung „Rheinpfalz“ (manager-magazin: 04.06.24).


E-Auto-Pause: Milliarden-Investition für Batteriezellfabrik verschoben

ACC begründete die Entscheidung damit, dass die Nachfrage sich zunehmend auf kleinere, kostengünstigere E-Autos konzentriert. Daher müsse das Portfolio angepasst und eine kostengünstigere Zellchemie entwickelt werden. Diese Umstellungen erfordern zusätzliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Matthieu Hubert, Generalsekretär von ACC, erklärte: „Die europäischen Kunden sind noch nicht bereit, in großem Maßstab auf neue E-Autos umzusteigen.“

E-Auto-Pause: Mercedes und Stellantis verschieben Milliarden-Investition für gemeinsam genutzte Batteriezellfabrik in Kaiserslautern
E-Auto-Pause: Mercedes und Stellantis verschieben Milliarden-Investition für gemeinsam genutzte Batteriezellfabrik in Kaiserslautern

Hinzu kommen Herausforderungen in der Infrastruktur und hohe Materialpreise. Laut Hubert steht eine Investitionsentscheidung, die sich um Milliardenbeträge dreht, noch aus. Eine Entscheidung, wie es in Kaiserslautern weitergehen soll ist frühestens Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres zu erwarten.

437 Millionen Euro im Spiel: Batteriezellfabrik in Kaiserslautern auf der Kippe

Das Projekt in Kaiserslautern wird durch staatliche Fördergelder unterstützt. Rund 437 Millionen Euro an Steuergeldern fließen in das Vorhaben. Bereits im September 2021 überreichten der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer einen Förderbescheid. Am Standort sollen nach früheren Angaben etwa 2000 Arbeitsplätze entstehen. ACC ist ein Zusammenschluss von Mercedes-Benz, Stellantis (Peugeot, Opel, Fiat) und dem Energiekonzern Total Energies. 2020 gründeten Stellantis und die Total Energies-Tochter Saft das Unternehmen, 2021 stieß der Mercedes-Vorgängerkonzern Daimler hinzu.


Marktanpassung und Zukunftsperspektiven

Carlos Tavares, CEO von Stellantis, betonte, dass Investitionen in Batteriefabriken sich nach der Marktnachfrage richten. „Dieses Tempo haben wir nicht in der Hand“, so Tavares. Auch Mercedes-Benz hält an der Zusammenarbeit mit ACC fest und bleibt der Elektrifizierungs-Strategie treu. Die geplante Fabrik in Kaiserslautern ist ein zentraler Bestandteil dieser Strategie und soll die Produktion von Batteriezellen für zukünftige Elektrofahrzeuge sichern.

Die Verzögerungen zeigen jedoch, dass der Weg zur Elektrifizierung komplex und mit vielen Herausforderungen verbunden ist. Infrastrukturprobleme, hohe Materialpreise und die Unsicherheit über die zukünftige Batteriezell-Technologie sind nur einige der Hürden, die überwunden werden müssen. Die Entscheidung über den Fortgang des Projekts wird mit Spannung erwartet, da sie richtungsweisend für die gesamte Branche sein könnte.

Insgesamt zeigt die Situation, wie wichtig Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in der Automobilindustrie sind. Die Herausforderungen sind groß, doch die Chancen, die sich durch eine erfolgreiche Elektrifizierung ergeben, sind es ebenso. Der Fortschritt in der Batterietechnologie und die Anpassung an die Marktnachfrage werden entscheidend für den Erfolg der E-Mobilität sein.

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