Deutscher Wasserstoff-Pionier Hoeller Electrolyzer insolvent

Das Unternehmen Hoeller Electrolyzer aus Wismar, früher ein Pionier in der Wasserstofftechnologie, steht nun unerwartet vor dem finanziellen Zusammenbruch. Dies geschieht trotz einer erheblichen Investition von Rolls-Royce, einem britischen Giganten im Triebwerksbau. Anfangs hatten die Partner vor, gemeinsam fortschrittliche Wasserstoff-Elektrolyseure zu entwickeln. Ihr Ziel war es, den expandierenden Markt für erneuerbare Energien zu erschließen. Doch jetzt musste Hoeller Electrolyzer unerwartet Insolvenz anmelden, was bei Stakeholdern und Marktbeobachtern für Überraschung sorgte. Laut Berichten der WirtschaftsWoche hat das Unternehmen beim Amtsgericht Schwerin einen Insolvenzantrag gestellt (efahrer: 11.04.24).


Überraschende Pleite eines deutschen Innovators: Was steckt hinter der Insolvenz von Hoeller Electrolyzer?

Die genauen Ursachen, die zu dieser unerwarteten finanziellen Notlage geführt haben, sind noch nicht bekannt. Der ernannte vorläufige Insolvenzverwalter, der Jurist Remo Kruse von der Kanzlei Anchor, hat die ersten Schritte unternommen, um die Situation zu bewältigen und die finanzielle Stabilität kurzfristig wiederherzustellen.

Das deutsche Unternehmen Hoeller Electrolyzer aus Wismar, Pionier auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie, steht vor dem finanziellen Aus.
Das deutsche Unternehmen Hoeller Electrolyzer aus Wismar, Pionier auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie, steht vor dem finanziellen Aus.

„Derzeit leite ich die Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege, um die Löhne und Gehälter im Zeitraum der vorläufigen Insolvenzverwaltung sicherzustellen“, erläutert Kruse. Zudem führt er Gespräche mit potenziellen Investoren, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Kruse gibt sich optimistisch und glaubt, dass die Technologie von Hoeller Electrolyzer auf großes Interesse stoßen könnte.


Gesellschafterstreit und innovative Rettungsversuche: Hoeller Electrolyzers Kampf ums Überleben in der grünen Wasserstoffbranche

Ein wesentlicher Konfliktpunkt, der zur gegenwärtigen Lage beigetragen hat, ist der interne Disput zwischen den Hauptgesellschaftern. Ein Sprecher von Rolls-Royce äußerte sich zur aktuellen Lage: „Die Gespräche mit einem weiteren wichtigen Anteilseigner der Hoeller Electrolyzer GmbH über die Fortsetzung der Geschäftstätigkeit blieben erfolglos. Trotz intensiver Anstrengungen und verschiedener vorgeschlagener Lösungen kam es zu keiner Einigung. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Vertrauen in das Potenzial der Technologie unerschütterlich. Man ist fest davon überzeugt, dass die entwickelte Technologie großes Marktpotenzial besitzt. Rolls-Royce ist daher entschlossen, zusammen mit Kruse und anderen Beteiligten tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln.

Parallel dazu bleibt der Betrieb bei Hoeller Electrolyzer aktiv. Das Unternehmen beschäftigt momentan 15 Mitarbeiter, die intensiv an der Entwicklung und Perfektionierung von „Prometheus“ arbeiten, einem fortschrittlichen Prototyp eines Elektrolyse-Systems zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Dieses innovative System nutzt Strom aus erneuerbaren Energiequellen, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Der Insolvenzverwalter betont die Bedeutung dieser Technologie: „Mit der Entwicklung ihrer patentierten Technologie hat sich die Hoeller Electrolyzer GmbH auch international als Spezialist positioniert. Das Unternehmen strebt die industrielle Marktreife des Produkts innerhalb der nächsten Monate an.“

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