Angst vor Stromausfall: In den USA sind Notstromaggregate ausverkauft

In den USA gibt es eine Hitzewelle. Sowohl Kalifornien als auch Texas sind davon betroffen. Um mit den hohen Temperaturen klar zu kommen laufen die Klimaanlagen auf Hochtouren. Das verbraucht enorm viel Strom. So viel Strom, dass sowohl in Kalifornien, als auch in Texas bereits Stromlimitierungen für Klimaanlagen in Kraft getreten sind. Aus Angst vor einem Stromausfall sind in den USA Notstromaggregate ausverkauft.

Einige Klimaanlagen verfügen über intelligente digitale Thermostate. Diese werden jetzt sogar von den Stromnetzbetreibern automatisch gedrosselt. Außerdem gab es in den beiden Bundesländer Aufforderungen zum Stromsparen.

Die Bewohner wurden auch aufgefordert Elektroautos nicht in den Stoßzeiten zu laden. Das verrückte daran ist: Die Stoßzeiten sind Abends. Wenn die Einwohner von der Arbeit nach Hause kommen und die Klimaanlage einschalten.

Angst vor Stromausfall: In den USA sind Notstromaggregate ausverkauft. Wegen Hitzewelle sollen  Bürger weniger Strom verbrauchen
Angst vor Stromausfälle: In der USA sind Notstromaggregate ausverkauft
Hitzewelle sorgt für erhöhten Stromverbrauch

Die Gefahr von Stromausfällen ist mittlerweile insbesondere am Abend, wenn die Solaranlagen keinen Strommehr produzieren sehr hoch. Aus diesem Grund ist die Nachfrage nach Notstromaggregaten beziehungsweise mobilen Stromerzeugern enorm gestiegen.

In den USA sind Notstromaggregate ausverkauft

Die Nachrichten aus Texas und Kalifornien haben dafür gesorgt, dass in den ganzen Vereinigten Staaten Notstromaggregate gekauft wurden. Vor allem Diesel Generatoren mit hoher Leistung sind gefragt. Ein bekannter Hersteller hat alle seine Stromgeneratoren verkauft und kommt mit der Produktion nicht mehr hinterher. Der Aktienkurs des Unternehmens ist um 250% gestiegen. Das Geschäft mit den Notstromgeneratoren boomt und läuft so gut wie noch nie.

Erneuerbare Energien zwingen das Stromnetz in die Knie

In Texas ist die Angst besonders hoch. In diesem Jahr kam es bereits zu einem Blackout in dem Bundesland. Damals wegen Kälte. Die Windräder in Texas sind bei den niedrigen Temperaturen Anfang des Jahres einfach festgefroren. Das Stromnetz in Texas brach zusammen.

Jetzt ist die Stromversorgung erneut gefährdet. Diesmal wegen Hitze und dem enormen Stromverbrauch der Klimaanlagen.

Wenn die Bewohner am Abend nach Hause kommen und Ihre Klimaanlagen einschalten, dann machen die Solaranlagen schon weniger Strom. Photovoltaik Anlagen produzieren in der Mittagssonne am meisten Strom. Aber Abends wird durch die Privathaushalte am meisten Strom verbraucht. Das belastet das Stromnetz enorm.

Die Situation in den USA ist ein gutes Beispiel was auf uns zukommt

Was sich im moment in den Vereinigten Staaten abspielt wird in den kommenden Wintern ebenfalls auf uns zukommen. Bei uns in Europa ist die Hitze eher weniger ein Problem. Aber bei uns wird es im Winter richtig kalt. Und dann schaltet ganz Europa die Heizungen ein. Frankreich hat jedes Jahr Probleme mit der Stromversorgung, da dort Elektroheizungen sehr verbreitet sind. Auch in Deutschland nimmt die Anzahl von Stromintensiven Heizungsarten wie Wärmepumpen stark zu.

Im Winter wird uns ein ähnliches Problem treffen wie es momentan in Texas und Kalifornien gibt. Solaranlagen liefern im Winter nur einen Bruchteil des möglichen Stroms. Die geringe Stromproduktion der Solaranlagen und der erhöhte Stromverbrauch der Heizungen mit Wärmepumpe wird das europäische Stromnetz an seine Grenzen bringen, wenn nicht sogar darüber hinaus.

Das österreichische Bundesheer geht von einem Blackout in den nächsten 5 Jahren aus. In seinem einer Sicherheitspolitischen Jahresvorschau hat das Bundesheer seine Meinung von "Eine schwere Pandemie und ein umfassendes Blackout bleiben auf der Risikoskala im Bereich des Möglichen" (2019) auf "Binnen der nächsten fünf Jahre ist mit einem Blackout zu rechnen." (2021) geändert.

Bereiten Sie sich rechtzeitig auf einen Blackout vor, bevor auch hier die Stromgeneratoren Mangelware werden.