Berlin und Brüssel sehen die Folgen einer E-Auto-Politik, die politische Zielzahlen über marktfähige Bedingungen stellte. EU-Strafen auf den CO2-Ausstoß ab 2025, das Verbrenner-Aus ab 2035 und das frühere Ziel von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 lenkten Milliardeninvestitionen. Die Nachfrage bleibt schwach, weil viele Käufer hohe Preise, unsichere Ladebedingungen und teuren öffentlichen Strom einkalkulieren. Deshalb schreiben Porsche und Stellantis Milliarden ab, Ford streicht in Köln rund 3700 Stellen. Bei Volkswagen fürchten Topmanager nach Medienberichten sogar um die Existenz, zudem will VW bis 2030 rund 50.000 Stellen abbauen. Zugleich kann die neue E-Auto-Prämie Anbieter aus Chine stärken, weil sie deren Modelle in Deutschland verbilligt.
E-Auto-Politik setzte Zwang vor Voraussetzungen
Die EU verschärfte CO2-Grenzen, deshalb mussten Hersteller teure Elektroprogramme schneller hochziehen. Berlin setzte zusätzlich auf Zielzahlen und Prämien, obwohl Ladeinfrastruktur und Strompreise nicht mithielten. Käufer reagierten deshalb vorsichtiger, als viele politische Planer erwartet hatten.

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Diese E-Auto-Politik erzeugte einen doppelten Druck. Hersteller investierten Milliarden in Batteriemodelle, während profitable Verbrenner politisch an Planungssicherheit verloren. Dadurch entstanden Kapazitäten, die der Markt nicht schnell genug auslastet.
Abschreibungen zeigen die industrielle Rechnung
Porsche meldete 2025 Sonderlasten von 2,4 Milliarden Euro. Dazu kamen rund 700 Millionen Euro für das Ende eigener Batteriefertigungspläne. Der elektrische Macan ersetzte in Europa ein starkes Verbrennermodell, erreichte jedoch nicht dessen frühere Verkaufsstärke.
Stellantis schrieb vor allem in Europa und Nordamerika Milliarden ab. Der Konzern musste Erwartungen korrigieren, weil Kunden langsamer wechseln als Regulierer verlangen. Mercedes verweist außerdem auf Absatzrisiken, da hohe Entwicklungskosten weiter Kapital binden.
Prämien verschärfen den China-Druck
Die neue Förderung soll den Absatz von Elektroautos stützen. Sie kann jedoch auch chinesische Modelle verbilligen, weil sie nicht strikt an europäische Produktion gebunden ist. Dadurch fließt deutsches Steuergeld in einen Markt, in dem China bereits starke Kostenvorteile besitzt.
Dieser Effekt trifft Europas Hersteller in einer kritischen Phase. China produziert Batterieautos in großen Stückzahlen und kontrolliert wichtige Teile der Lieferkette. Anbieter wie BYD drängen zudem mit günstigen Modellen nach Europa, während deutsche Hersteller ihre Volumenangebote erst ausbauen.
Ford und VW zeigen den Preis für Beschäftigte
Ford Köln steht für die sozialen Folgen der Fehlsteuerung. Der Konzern stellte das Werk stark auf Elektroautos um, weil die Politik den schnellen Hochlauf vorgab. Die Modelle fanden jedoch zu wenige Käufer, deshalb baut Ford rund 3700 Stellen ab.
Bei Volkswagen fällt die Warnung noch schwerer aus. Nach Medienberichten sehen mehrere Topmanager sogar die Existenz des Konzerns gefährdet. Zudem will VW in Deutschland bis 2030 rund 50.000 Stellen abbauen, weil Kosten, Nachfrage und Wettbewerb nicht mehr zusammenpassen.
Ohne günstigen Ladestrom bleibt der Kurs teuer
Die Neuzulassungen steigen zwar, doch sie beweisen keinen selbsttragenden Massenmarkt. Im Mai 2026 erreichten reine Elektroautos in Deutschland rund 25 Prozent Marktanteil. Das frühere Ziel von 15 Millionen Fahrzeugen bis 2030 bleibt dennoch weit entfernt.
Deutschland zählte Anfang Mai 2026 gut 204.000 öffentliche Ladepunkte. Das Netz wächst, jedoch ersetzt diese Zahl keine bezahlbare und verlässliche Ladepraxis für alle Käufer. Eine neue E-Auto-Politik müsste deshalb zuerst günstigen Ladestrom, Netze und Ladezugang sichern. Weitere Prämien ohne Standortbindung erhöhen sonst Kosten und stärken Konkurrenten, während europäische Jobs verschwinden.
Verfasser: Blackout News (KOB)
Verwendete Quellen: Volkswagen Group (18.06.26) – Auto Motor und Sport (18.06.26) – KBA (03.06.26) – Bundesnetzagentur (Stand: 22.03.26) –Tagesschau (19.05.26)
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