Porsche will in Leipzig bis Ende August 2026 rund 200 feste Stellen abbauen, weil der Sportwagenbauer nach sinkenden Verkäufen und einem massiven Gewinneinbruch seine Kosten senkt. Das Unternehmen setzt dabei auf freiwillige Aufhebungsverträge mit Abfindungen, während die Beschäftigungsgarantie bis 2030 laut IG Metall bestehen bleibt. Betroffen ist ein Werk mit rund 4.600 Festangestellten, das Macan und Panamera fertigt und deshalb direkt an der Nachfrage nach hochpreisigen Modellen hängt.
Werk Leipzig: Jobabbau trifft Beschäftigte trotz Zusage
Der Abbau soll mit dem Betriebsrat abgestimmt sein. Porsche plant deshalb keine betriebsbedingten Kündigungen, solange genug Beschäftigte das Angebot annehmen. Melden sich zu wenige Freiwillige, bleiben die Stellen nach derzeitigem Stand erhalten.

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Der Schritt trifft einen Standort, der in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Porsche Leipzig fertigt Verbrenner, Plug-in-Hybride und Elektroautos auf einer Linie. Diese Flexibilität hilft zwar bei schwankender Nachfrage, doch sie schützt nicht vor schwachen Verkaufszahlen.
Gewinneinbruch zwingt Porsche zu härteren Einschnitten
Porsche erzielte 2025 nur noch 310 Millionen Euro Gewinn nach Steuern. Im Vorjahr lag der Wert noch bei knapp 3,6 Milliarden Euro. Deshalb fiel auch die Erfolgsprämie für die Beschäftigten weg.
Die Probleme reichen jedoch weit über Sachsen hinaus. China liefert deutlich schwächere Absatzzahlen, während US-Zölle die Kalkulation erschweren. Außerdem verursachen Batterietechnik, Software und geänderte Modellpläne hohe Zusatzkosten.
Neuer Porsche-Chef muss Modellpolitik neu ordnen
Seit Januar 2026 führt Michael Leiters die Porsche AG. Er folgte auf Oliver Blume, der sich nun auf Volkswagen konzentriert. Leiters kennt Porsche aus früheren Jahren und kommt außerdem mit Erfahrung von McLaren.
Die neue Führung korrigiert die Elektrostrategie. Der 911 soll nicht als reines Elektroauto kommen, während Hybridtechnik und Verbrenner länger wichtig bleiben. Zugleich bleibt der elektrische Macan für das Werk wichtig, weil Porsche ihn dort seit 2024 baut.
Standort bleibt wichtig, doch der Sparkurs erreicht die Produktion
Für Sachsen bleibt Porsche ein bedeutender Arbeitgeber. Das Werk in Leipzig gilt außerdem als moderner Produktionsstandort mit hoher technischer Breite. Der geplante Stellenabbau zeigt jedoch, dass selbst Zukunftsmodelle keine stabile Auslastung garantieren.
Die kommenden Monate hängen stark von Absatz, Zollkosten und China-Geschäft ab. Wenn diese Faktoren schwach bleiben, muss Porsche weitere Kosten senken. Für die Beschäftigten zählt deshalb vor allem, ob der freiwillige Abbau ausreicht und die Zusage bis 2030 trägt.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: MDR (11.06.26) – Tagesschau (11.06.26) – Reuters (10.06.26) – Porsche Newsroom (Stand 12.06.26)
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