Viessmann-Verkauf an US-Konzern – Ausverkauf des deutschen Mittelstands hat begonnen

Der erfolgreiche Mittelständler Viessmann hat sich an einen US-Konzern verkauft, um sich vor der Konkurrenz aus Asien zu retten. Diese Entwicklung ist gefährlich für Deutschland. Besonders brisant ist dabei, dass Viessmann ausgerechnet ein Hersteller von Wärmepumpen ist und die Bundesregierung die Heizungswende in immer kürzeren Abständen vorantreibt. Die Wärmepumpe gilt als systemrelevantes Symbol dafür, dass Deutschland ernsthaft an der Energiewende auch im privaten Raum arbeitet und setzt auf klimafreundliche Heizungsarten (Ntv: 26.04.23).


Viessmann-Übernahme durch den US-Konzern Carrier Global wirft Schatten auf deutsche Klimapolitik

Vielen galt der 106 Jahre alte Mittelständler Viessmann als Problemlöser für die Umsetzung der Berliner Pläne zur Förderung von Wärmepumpen. Deutsche Unternehmen wie Viessmann sollten die passende Lösung liefern. Allerdings werden strategische Entscheidungen nun nicht mehr in Hessen, sondern in Florida getroffen, denn der US-Konzern Carrier Global hat Viessmann für rund zwölf Milliarden Euro übernommen und hat damit künftig das Sagen. Damit werden auch die Gewinne aus dem Geschäft in die USA abfließen.

Viessmann-Übernahme durch einen US-Konzern wirft Schatten auf deutsche Klimapolitik.   Besorgnis bei Mittelständlern und Kritik an Regierung
Viessmann-Übernahme durch einen US-Konzern wirft Schatten auf deutsche Klimapolitik. Besorgnis bei Mittelständlern und Kritik an Regierung

Dieser Deal zeigt, dass die Politik, insbesondere Wirtschaftsminister Robert Habeck, die Umsetzung ihrer eigenen Regeln unzureichend vorbereitet hat. Obwohl die Regierung eine klimafreundlichere Heizungsart anstrebt, haben sie nicht rechtzeitig die Weichen gestellt. Bundeskanzler Olaf Scholz, Habeck und andere haben die negativen Auswirkungen dieser Trendwende schlichtweg übersehen.


Verkauf der Viessmann-Klimasparte sorgt für Besorgnis bei Mittelständlern und Kritik an Regierung

Nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie und den dadurch aufgedeckten Schwächen in fragmentierten Lieferketten und bröckelnder Globalisierung wollte sich Deutschland eigentlich unabhängiger von ausländischen Unternehmen machen. Allerdings verkauft nun ausgerechnet eine Firma, die das Schlüsselprodukt für klimafreundliches Heizen im Angebot hat, diesen Bereich ins Ausland (Blackout-News: 26.04.23). Dies soll dazu dienen, der asiatischen Konkurrenz einen stärkeren Anbieter entgegenzusetzen, obwohl die Produktion von Sonnenkollektoren und Windrädern längst ins asiatische Ausland abgewandert ist. Mit dem Verkauf der Viessmann-Klimasparte entstehen jedoch neue Abhängigkeiten, die eigentlich vermieden werden sollten.

Mittelständler sind besorgt und sagen bereits voraus, dass der Milliarden-Deal den Anfang vom Abverkauf erfolgreicher deutscher Vorzeige-Unternehmen bedeutet. Sie nutzen den Verkauf der Viessmann-Sparte als Anlass, um eine Generalabrechnung mit der Bundesregierung zu machen: die Bürokratie sei immer noch viel zu lähmend und Steuern und Abgaben viel zu hoch im internationalen Vergleich. Es drohe erneut, dass Deutschland zum „kranken Mann Europas“ wird, wie das britische Magazin „Economist“ der Bundesrepublik schon vor 24 Jahren bescheinigt hat.

Die tatsächliche Motivation für den Verkauf von Viessmann liegt jedoch in der Mitte. Sicherlich spielten die Rahmenbedingungen und die scheinbar übermächtige Konkurrenz aus dem Ausland bei dem Verkauf an den US-Konkurrenten eine Rolle – aber auch der enorme Kaufpreis. Es gab jedoch keine Anzeichen dafür, dass Viessmann versucht hat, sich mit anderen deutschen Wärmepumpen-Herstellern zu einem deutschen Wärmepumpen-Champion zu verbünden. Viessmann hat sein Tafelsilber maximal vergoldet. Andere Unternehmen könnten jedoch folgen, da es genügend Argumente dafür gibt.

Zuletzt aktualisiert am Dezember 20, 2023 um 0:32 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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