Toyota setzt auf neue Verbrennungsmotoren statt auf Elektromobilität

Während viele Automobilhersteller voll auf Elektromobilität setzen, verfolgt Toyota eine andere Strategie. Der weltweit größte Automobilbauer plant die Einführung neuer Verbrennungsmotoren. Gemeinsam mit den japanischen Konkurrenten Subaru und Mazda präsentierte Toyota kürzlich Entwürfe für diese neuen Motoren. Laut Toyota müssen diese nicht zwangsläufig mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Die meisten Verbrennungsmotoren sollen ohne Umrüstung mit Biosprit funktionieren und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten (efahrer: 12.06.24).

Toyota überrascht mit neuen, leichteren Verbrennungsmotoren – emissionsarm und zukunftssicher

Die vorgestellten 1,5-Liter- und 2,0-Liter-Motoren sollen deutlich kleiner und leichter sein als herkömmliche Verbrennungsmotoren. Die Entwickler streben eine Gewichtsreduktion von zehn Prozent im Vergleich zu aktuellen Modellen an.

Toyota überrascht mit neuen, leichteren Verbrennungsmotoren – emissionsarm und zukunftssicher - Toyota-Chef: E-Autos bleiben unter 30 %
Toyota überrascht mit neuen, leichteren Verbrennungsmotoren – emissionsarm und zukunftssicher – Toyota-Chef: E-Autos bleiben unter 30 %

Diese neuen Motoren sollen besonders emissionsarm laufen, insbesondere wenn sie mit synthetischen Treibstoffen betrieben werden. Toyota argumentiert, dass ein technologieoffener Kurs notwendig ist, da das Aus für Verbrennungsmotoren in vielen Regionen weltweit noch nicht beschlossen ist.


Toyota-Chef prognostiziert: E-Autos bleiben unter 30 %

Toyota-Vorstandschef Akio Toyoda glaubt, dass E-Autos in Zukunft nicht mehr als 30 Prozent des Weltmarktanteils erreichen werden. Er erwartet, dass der Rest auf Brennstoffzellenautos und Hybride entfallen wird, in denen Toyota bereits erfolgreich ist. Toyodas Einschätzung steht im Gegensatz zu Prognosen von Goldman Sachs Research, die davon ausgehen, dass E-Autos bis 2035 die Hälfte der verkauften Neuwagen ausmachen könnten. Norwegen und Äthiopien zeigen extreme Beispiele mit sehr hohen Anteilen an Elektroautos.


Brennstoffzellenautos: Ein fragwürdiger Kurs

Toyodas Fokus auf Brennstoffzellenautos erscheint wenig zielführend für den Massenmarkt. Zehn Jahre nach der Einführung des Toyota Mirai stockt der Ausbau der Wasserstofftankstellen in Deutschland. In Dänemark wurden alle Wasserstofftankstellen geschlossen, und in Ländern wie Frankreich, Spanien, Italien und Polen gibt es keine flächendeckende Versorgung. Selbst im innovationsfreudigen Kalifornien steigen die Wasserstoffpreise stark an, was den Mirai zu Dumping-Preisen auf dem Markt bringt.

Wirtschaftliche Perspektive und Zukunftsaussichten

Trotz allem zeigen aktuelle Verkaufszahlen, dass Toyota weiterhin große Gewinne mit Verbrennungsmotoren erzielt. Es bleibt jedoch unsicher, wie lange dieser Erfolg anhält, wenn wichtige Märkte wie Europa, USA und China ihre politischen Weichenstellungen zugunsten der Elektromobilität beibehalten. Das Beispiel Äthiopien zeigt, dass auch aufstrebende Märkte direkt auf Elektroautos setzen können, ohne den Umweg über fossile Brennstoffe zu gehen.


Die Betonung auf die Tauglichkeit der neuen Motoren für synthetische und Bio-Kraftstoffe erscheint als Marketing-Strategie. Solche Treibstoffe sind so konzipiert, dass sie mit möglichst vielen bestehenden Motoren kompatibel sind. Ein Alleinstellungsmerkmal bietet Toyota damit nicht.

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