Schwimmendes Solarkraftwerk teilweise abgebrannt

Das schwimmende Solarkraftwerk „O’mega 1“ in französischen Piolenc (Vaucluse) war bei seiner Inbetriebnahme im Oktober 2019 das größte seiner Art in ganz Europa. Es war aber auch das erste schwimmende Solarkraftwerk in ganz Frankreich. Seine 47.000 Solarmodule haben eine Gesamtleistung von 17 MWp und die Anlage wird zurzeit auf 22 MWp weiter ausgebaut. Die Solarmodule bedecken eine Fläche von insgesamt 17 Hektar auf einem riesigen künstlichen Gewässer in einer Kiesgrube, die ihren Betrieb 2017 eingestellt hat. Das Kraftwerk ist Ende Januar durch die Auswirkung eines Sturms teilweise abgebrannt.


Kurzschluss verursacht Brand an Solarkraftwerk

Am 30. Januar fingen drei Schwimmer der Anlage Feuer. Starke Winde verursachten einen Kurzschluss, der das Feuer auslöste. Am Tag des Vorfalls wehte der Mistral in Böen mit bis zu 80 km/h. Der Wind erzeugte einen erheblichen Seegang auf dem nördlichen Teil des Gewässers. Gleichstromkabel, welche die Solarmodule mit den Verteilerkästen und Wechselrichter verbinden, haben sich durch die Wellenbewegung an Metallteilen blank gescheuert. Die abisolierten Kabel erzeugten deshalb einen Kurzschluss, der dann drei Schwimmer entzündete.

Schwimmendes Solarkraftwerk teilweise abgebrannt. Kurzschluss durch abgescheuerte Verkabelung setzt Schwimmer in Brand.
Schwimmendes Solarkraftwerk teilweise abgebrannt. Kurzschluss durch abgescheuerte Verkabelung setzt Schwimmer in Brand.

Der Betreiber schaltete die Anlage daraufhin manuell komplett ab. Der noch intakte Anteil der Anlage konnte nach dem Vorfall dann wieder in Betrieb gehen.

Betreiber hat Wetterrisiko falsch eingeschätzt

Der Betreiber der Anlage räumt ein, dass die Wetterrisiken und der damit verbundene Verschleiß der Verbindungskabel falsch eingeschätzt wurde. Akuo verspricht, nach dem Vorfall erforderliche Korrekturen zu veranlassen. Die Installation soll deshalb zunächst durch Kabelverstärkungen und Schutzvorrichtungen gegenüber den Metallteilen versehen werden, damit ein ähnlicher Vorfall vermieden wird.

Die ursprünglich von Ciel et Terre im Jahr 2016 geliefert schwimmende Hydrelio-Technologie, stellt der Betreiber allerdings nicht infrage. Akuo will jetzt allerdings erst einmal den Wartungsplan anpassen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Die entsprechenden Erkenntnisse sollen in zukünftige Planungen solcher Anlagen einfließen.


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