Rohrwerk Maxhütte insolvent – 320 Mitarbeiter bangen um ihren Job

Das traditionsreiche Unternehmen Rohrwerk Maxhütte GmbH, ansässig in Sulzbach-Rosenberg, sieht sich erneut mit ernsten finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Neben unzureichender Auslastung und dem drohenden Verlust eines Hauptkunden haben vor allem hohe Energiekosten die Firma an den Rand einer weiteren Insolvenz gedrängt. Kurz vor den Osterfeiertagen musste das Unternehmen, das 320 Mitarbeitende beschäftigt, diesen schweren Schritt gehen und beim Amtsgericht in Amberg erneut Insolvenz anmelden. „Nach der Übernahme durch die Mertex-Gruppe vor zwei Jahren hatte das Unternehmen zunächst mit Anlaufverlusten zu kämpfen“, berichtet die SRI Rechtsanwaltsgesellschaft. Dennoch gelang es dem Unternehmen nicht, die finanziellen Hürden zu überwinden. Dennoch konnte durch die Akquise eines Großkunden eine zwischenzeitliche Stabilisierung erreicht werden (mittelbayerische: 05.04.24).


Sanierungsexperte vor größter Herausforderung: Kann der Insolvenzverwalter die Rohrwerk Maxhütte retten?

Vor Jochen Zaremba, dem vom Amtsgericht Amberg bestellten vorläufigen Insolvenzverwalter, liegt eine Herausforderung enormen Ausmaßes. Als einer der renommiertesten Sanierungsexperten Bayerns konfrontiert, findet er sich in einer Lage, die deutlich komplizierter ist als bei früheren Insolvenzen des Unternehmens.

Rohrwerke Maxhütte insolvent - 320 Arbeitsplätze betroffen. Aiwanger: „Ein schwerer Schlag für die Beschäftigten und die ganze Region“
Rohrwerke Maxhütte insolvent – 320 Arbeitsplätze betroffen. Aiwanger: „Ein schwerer Schlag für die Beschäftigten und die ganze Region“

Trotz dieser Schwierigkeiten erklärt Zaremba: „Die Voraussetzungen für eine übertragende Sanierung sind dieses Mal deutlich schlechter.“ Insbesondere die frühere Übertragung von Immobilien und Fertigungsanlagen an nicht direkt betroffene Gesellschaften mindert die Anziehungskraft für potenzielle Investoren erheblich.

Wirtschaftsminister Aiwanger schockiert: Schicksalsschlag für Rohrwerk Maxhütte und Region

Hubert Aiwanger, der bayerische Wirtschaftsminister, äußert sich tief betroffen über die erneute Insolvenz des Rohrwerks Maxhütte. „Ein schwerer Schlag für die Beschäftigten und die ganze Region“, so seine Worte. Trotz intensiver Bemühungen um eine tragfähige Zukunftslösung und ständigem Austausch mit dem Unternehmen bleibt die Handlungsfähigkeit des Ministeriums begrenzt. Die ausgezeichneten Produkte des Unternehmens stehen einem schwierigen Marktumfeld gegenüber. Aiwanger denkt besonders an die hochmotivierten Mitarbeitenden und deren Familien, die nun vor großer Unsicherheit stehen. Seine Hoffnung gilt einer Lösung, die die langjährige Tradition und die Arbeitsplätze der Region bewahren kann.


Von Boom zu Krise: Rohrwerk Maxhütte’s turbulente Geschichte und der Kampf ums Überleben

Das im Jahr 1954 gegründete Rohrwerk Maxhütte hat eine bewegte Geschichte. Seit seiner Ausgründung als eigenständiges Unternehmen im Jahr 2003 durchlebte es mehrere Phasen der Umstrukturierung und Sanierung. Trotz der jüngsten Übernahme durch die britische Mertex-Gruppe im Jahr 2022, die einen Neuanfang markieren sollte, traten bereits im Folgejahr erneut ernste Probleme auf. Die Kombination aus hohen Energiekosten, Marktunsicherheiten und internen Herausforderungen macht die aktuelle Insolvenz zu einem kritischen Wendepunkt. Die Beteiligten arbeiten intensiv daran, eine dauerhafte und stabile Zukunft für das Unternehmen und seine Belegschaft zu sichern.

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