Länder im Westbalkan kämpfen mit der Energiekrise

Eine Reihe von Ländern im Westbalkan sind mit einer schweren Energiekrise konfrontiert. Die Verbraucher drücken mitten im Winter die Daumen, dass ihre Lichter und Heizungen eingeschaltet bleiben. Weltweite Preisspitzen in Verbindung mit strengem Winterwetter sorgen dafür, dass einige Balkanländer große Probleme in der Energieversorgung haben.


Energiekrise im Kosovo

Im Kosovo hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf eine drohende Energiekrise konzentriert. Die Kraftwerke haben Schwierigkeiten, den erhöhten Energiebedarf zum Heizen im Winter zu bewältigen.

Der Kosovo hängt außerdem hauptsächlich von Kohle für seine Energie ab – rund 97 Prozent. Der Rest stammt aus Windparks und Wasserkraftwerken.

„Kosovo hängt von Importen ab, um das Licht am Laufen zu halten … Wir werden unser Bestes tun, um die Energieversorgung aufrechtzuerhalten und Preiserhöhungen zu vermeiden“, sagte Premierminister Albin Kurti.

Die Energieregulierungsbehörde ERO gab außerdem grünes Licht für eine erneute Überprüfung der Kosten. In der Folge ist mit einem Anstieg der Energiepreise um 5 Prozent zu rechnen.

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Regierungsaufrufe an die Verbraucher, Energie zu sparen, wurden jedoch in den sozialen Medien verspottet. Wirtschaftsminister Artane Rizvanolli appelierte an die Menschen, elektronische Geräte, einschließlich PlayStation-Joysticks, auszuschalten, wenn sie nicht verwendet werden.

„Die neue Generation von Videospielen könnte einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch Ihres Hauses haben. Das Problem sind die versteckten Energiekosten, wenn sie nicht verwendet werden und sich im Standby-Modus befinden“, sagte Rizvanolli.

Die Länder des Westbalkans kämpfen mit einer Energiekrise. Sowohl Kosovo, Serbien, Nordmazedonien und Albanien sind betroffen.
Bildquelle: Marko7, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Auch Serbien hat Probleme mit der Stromversorgung

In Serbien kam es ebenfalls zu größeren Stromausfällen. Der erste Schnee und Probleme mit der Kohle sorgen für Stromausfälle.

Der größten Stromausfälle hat 136.000 Haushalte betroffen. Neun Gemeinden riefen zudem den Ausnahmezustand aus. Inzwischen hat sich die Situation wieder etwas verbessert.

Neben dem kalten Winter hat Serbien außerdem noch ein weiteren Problem. Die Wärmekraftwerke ZELT A und ZELT B haben Kohle mit schlechter Qualität verbrannt. Die Kohle war gemischt mit Schlamm und Ton. Dies hat die Kraftwerke beschädigt.

„Die Stromverteilung braucht viel mehr Geld, um das Verteilungsnetz aufrechtzuerhalten, damit wir jeden Winter gelassen begrüßen können und nicht plötzlich fast 130.000 Menschen ohne Strom dastehen“, sagte Bergbau- und Energieministerin Zorana Mihajlovic.


Nordmazedonien auch von der Energiekrise betroffen

Nachdem Nordmazedonien im November den Energienotstand ausgerufen hatte, hat es seitdem rund 65 Millionen Euro für Energieproduzenten und -lieferanten bereitgestellt.

Großflächige Beschränkungen des Stromverbrauchs seien keine Option und würden die Lage nur verschlimmern, warnte der Leiter der Energieregulierungskommission, Marko Bislimoski, am Dienstag.

„Wenn wir Beschränkungen einführen, haben Energieversorger, die auf dem freien Markt arbeiten, der etwa 50 Prozent des Strombedarfs deckt, keine Möglichkeit, den bereits gekauften Strom zu berechnen, und stornieren stattdessen ihre Geschäfte, also diesen Strom von Mazedonien, wird woanders landen“, warnte der Leiter der Energieregulierungskommission, Marko Bislimosk.

Im November letzten Jahres war die Energiekrise am schlimmsten. Ein höherer Kohleimport aus Kosovo hat die Lage vorerst stabilisiert.

Montenegro weniger stark betroffen

Montenegros Energiesituation ist entspannter. Die Electrical Power Company des Landes sagte am 10. Dezember, dass die Situation stabil sei und es keine Einschränkungen oder plötzlichen Erhöhungen der Stromrechnungen geben werde.

Nach Angaben des Unternehmens produzierte Montenegro im vergangenen Jahr 97 Prozent seines Strombedarfs, hauptsächlich aus dem Kohlekraftwerk Pljevlja und zwei Wasserkraftwerken, Piva und Perucica.


Albanien hat Probleme trotz höherer Stromproduktion

Albanien hat bereits im Oktober des letzten Jahres eine Energiekrise ausgerufen. Im Winter steigt die Stromproduktion des Landes jedoch an, da die Stromproduktion des Landes vom Wasserstand der Flüsse abhängt.

Laut Statistikinstitut INSTAT ist die Stromerzeugung in Albanien gestiegen. Vom Institut für Statistik veröffentlichte Daten zeigen, dass die Energieerzeugung von Januar bis September 2021 etwa 7,4 Milliarden kWh erreichte. Dies ist ein deutlicher Anstieg von 84 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2020.

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