Klimaziele ohne Atomkraft nicht erreichbar

Laut einem Bericht der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE), wird in der UNECE-Region (Europa, Nordamerika und die Länder der ehemaligen Sowjetunion) immer noch mehr als 50 Prozent des Stroms mit fossilen Brennstoffen erzeugt. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens bis 2030 zu erreichen, müssen Kraftwerke auf fossiler Basis durch eine CO2-freie Stromerzeugung ersetzt werden. Laut dem UNECE-Bericht sind die Klimaziele ohne Atomkraft nicht erreichbar.

Klimaziele ohne Atomkraft nicht erreichbar. UNECE und Weltklimarat empfehlen Nutzung der Atomkraft. Deutschland steigt trotzdem aus
Klimaziele ohne Atomkraft nicht erreichbar. UNECE und Weltklimarat empfehlen Nutzung der Atomkraft. Deutschland steigt trotzdem aus.

UNECE-Bericht – Klimaziele ohne Atomkraft nicht erreichbar

Nach Ansicht der UNECE ist die Nutzung der Atomkraft eine kostengünstige Option zur Stromerzeugung. Insbesondere neu entwickelte Mikroreaktoren und Small Modular Reactor (SMR) wären einfach am Kapitalmarkt, auch ohne staatliche Subventionen, zu finanzieren.

Werbung

Laut dem UNECE-Bericht produzieren elf Ländern mehr als 30 Prozent des Stroms durch Atomkraft. In 15 Ländern sind bereits neue Reaktoren im Bau. Kanada, die Tschechische Republik, Finnland, Frankreich, Ungarn, Polen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, die Russische Föderation, die Ukraine, Großbritannien und die USA haben ausdrücklich erklärt, dass die Atomkraft in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Reduzierung ihrer Emissionen spielen wird.

Deutschland schaltet letzte Atomkraftwerke ab

Nur Deutschland, Belgien und die Schweiz haben den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. In Deutschland schaltet die letzten verbliebenen Atomkraftwerke bis Ende 2022 ab. Die fehlende Kapazität auf der Erzeugerseite übernehmen dann in erster Linie Kohle- und Gaskraftwerke mit höherem CO2-Ausstoß. Um die Deckungslücke zu schließen denkt man sogar darüber nach Kohlekraftwerke auf Holzverbrennung umzurüsten.

Werbung

Das deutsche Bundesamt für nukleare Entsorgung hält SMR allerdings für problematisch. Insbesondere seien Fragen zu Sicherheit, Transport, Rückbau sowie zur Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Brennmaterials ungeklärt.

Damit verpasst man in Deutschland auch noch den Anschluss in der technischen Entwicklung neuer Technologien.

Auch Weltklimarat empfiehlt Nutzung der Atomkraft

Im neusten Bericht des Weltklimarats wird darauf verwiesen, dass der weltweite Temperaturanstieg über den Landflächen bereits 1,53 °C erreicht hat. Mit dem weiteren Anstieg der Temperaturen werde in den kommenden Jahrzehnten Hitzewellen und Dürren insbesondere im Mittelmeerraum weiter zunehmen. Auch die 107 Forscher aus 53 Ländern verweisen auf die Nutzung der Atomkraft um den CO2-Ausstoß schneller zu reduzieren. Deutsche Politiker stützen sich gerne auf die Aussagen des Weltklimarats um Maßnahmen wie zum Beispiel die CO2-Abgabe durchzusetzen. Die Empfehlung die Atomkraft zu nutzen wird aber stets ignoriert. Auch die „friday for future“ Anhänger, die unermüdlich dazu aufrufen der Wissenschaft zu folgen, wollen diese Forderung der Wissenschaft nicht hören..

Werbung

Stromerzeugung in Deutschland ohne Atomkraft mit höchstem CO2-Ausstoß

Im gesamte Jahr 2021 konnten die in Deutschland installierten Wind- und Solaranlagen noch nicht einmal 50 Prozent des Strombedarfs decken. Deshalb mussten bereits mehrere Kohlekraftwerke wieder ans Netz um das Defizit auszugleichen. Der CO2-Ausstoß lag dabei zeitweise deutlich über 400 g pro Kilowattstunde und betrug damit mehr als das 10-fache unsrer französischen Nachbarn, die weiterhin auf Atomkraft setzen. Mit der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke bis Ende 2022 wird sich der CO2-Ausstoß noch weiter erhöhen und die Strompreise aufgrund der CO2-Abgabe auf neue weitere Rekordhöhen treiben.

Zuletzt aktualisiert am Dezember 7, 2021 um 7:44 pm . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.