Insolvenz-Schock: Traditionsunternehmen Breckle Northeim kritisiert scharf die Politik!

Nach seiner Insolvenz äußert der Matratzenhersteller Breckle Northeim heftige Kritik an der Politik. Das Unternehmen mit langer Geschichte beschäftigte 350 Mitarbeiter.

In den letzten Wochen häufen sich Nachrichten über Insolvenzen. Viele langjährig etablierte Firmen sind betroffen, darunter auch Breckle Northeim. Das Werk in Northeim umfasste 80.000 Quadratmeter. Die Geschäftsführung führt vielfältige Gründe für die Insolvenz an, betont jedoch die Verantwortung der Politik, von der man sich Unterstützung in dieser schwierigen Zeit erhofft hätte.


Auswirkungen der Insolvenz

Bereits vor einigen Monaten kam es zu einer ersten Kündigungswelle. Nun verlieren die verbleibenden 250 Mitarbeiter ebenfalls ihren Job. Kunden müssen sich jedoch keine Sorgen um ihre Bestellungen machen. Laut Geschäftsführung wird aktuell an einer Lösung gearbeitet.

„1800 Matratzen haben wir hier täglich produziert. Es wird noch alles ausgeliefert, was im Bestand ist“, versichert Christian Paar, der Geschäftsführer von Breckle Northeim. Paar ist erst seit knapp zwei Jahren im Unternehmen und sollte es eigentlich retten – leider war die Zeit dafür zu knapp. Vor Paar übernahmen die Söhne des Gründers das Unternehmen und verkauften es im Jahr 2020 an eine Hamburger Unternehmerfamilie.

Breckle Northeim in Insolvenz: Matratzenhersteller kritisiert scharf die Politik und warnt vor Zukunft für ‚Made in Germany‘
Symbolbild – Breckle Northeim in Insolvenz: Matratzenhersteller kritisiert scharf die Politik und warnt vor Zukunft für ‚Made in Germany‘

Investorensuche und politische Kritik

Breckle Northeim produziert seit 1932 Matratzen. Nun, nach über 90 Jahren, muss das Unternehmen schließen. Am 25. März 2024 wurde die Insolvenz angemeldet. Kürzliche Gespräche mit einem osteuropäischen Investor scheiterten, was das endgültige Aus des Werks besiegelt. Der Investor sei wegen der allgemeinen Lage in Deutschland abgesprungen, so die HNA. Bis 1. August muss der Standort geschlossen sein, betroffen sind alle 350 Angestellten. Breckle Northeim war eines der größten Matratzen- und Polsterwerke Europas. (HNA, 21.06.2024)

Christian Paar äußert scharfe Kritik: „Ich hätte Subventionen erwartet. Ich hätte Unterstützung erwartet. Eine wirtschaftlichere Politik aus Berlin, anstatt die Unternehmen nur pleitegehen zu lassen. Ich hätte auch weniger Bürokratie erwartet. Deutschland schafft sich ab.“ Er warnt davor, dass weitere Traditionsunternehmen folgen könnten, falls „Kanzler Scholz und Wirtschaftsminister Habeck nicht zurücktreten“ und eine „vernünftige Regierung” nachfolgt.


Gefährdetes ‚Made in Germany‘

Seit Jahresbeginn gab es in Deutschland bereits 11.000 Insolvenzen, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Pleitewelle überrascht Christian Paar nicht. Echtes ‚Made in Germany‘ sei gefährdet, wenn sich nichts ändert. Für Breckle Northeim gibt es wenig Aussicht auf Rettung; der größte Teil des Unternehmens wird liquidiert. „Das tut mir auch sehr leid für die 350 Leute, die es mal waren“, so Paar. Es gibt jedoch einen kleinen Hoffnungsschimmer: Durch eine „Teilrettung“, an der Paar arbeitet, könnte ein Teil des Unternehmens bestehen bleiben.

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