Habecks Planung zur Energiewende nach wenigen Monaten geplatzt

Nur wenige Wochen im Amt stellte Habeck vor Ostern seine Planung zur Energiewende in seinem Osterpaket vor. Dabei sieht er unter anderem den massiven Ausbau von Gaskraftwerken vor. Diese sollten mit einem Zubau von über 40 GW Kapazität die Abschaltung der Atomkraftwerke und den noch weiter vorgezogenen Kohleausstieg kompensieren. Diese zusätzlichen Gaskraftwerke sollen in Zukunft auf Wasserstoffbetrieb umrüstbar sein. Mit dem Ukrainekrieg ist diese Strategie nach wenigen Monaten geplatzt wie eine Seifenblase.

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NABU fordert: Bundesregierung muss Kurs ändern

Selbst die treusten Verfechter der Energiewende, wie Sebastian Scholz, Fachbereichsleiter Klima- und Umweltpolitik beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) erkennen mittlerweile den Irrweg. „Die Bundesregierung muss den Kurs korrigieren und den Ausbau und die Förderung von Gaskraftwerken stoppen. Das ist aus der Zeit gefallen. Wir dürfen keine neuen Abhängigkeiten schaffen“, sagte Scholz gegenüber der Berliner Zeitung. Dabei hat sich die Ampelregierung sogar stark gemacht, dass Gas als grüne Technologie anerkannt wird, um entsprechende Förderungen zu ermöglichen.

Habecks Planung zur Energiewende nach wenigen Monaten geplatzt. Dass die Energieversorgung zusammenbrechen kann, wissen alle
Habecks Planung zur Energiewende nach wenigen Monaten geplatzt. Dass die Energieversorgung zusammenbrechen kann, wissen alle
Bild: André Künzelmann/UFZ, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Europäisches Ausland sogt sich um deutsche Energiepolitik

Mittlerweile macht sich auch das europäische Ausland Sorgen um die deutsche Stromversorgung. Der französische EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton forderte die Bundesregierung auf, endlich die Ideologie hinter sich zu lassen. Dazu schlägt er vor, die Laufzeit der verbleibenden Kernkraftwerke um ein bis zwei Jahre zu verlängern. Dies würde zur Lösung des Problems wegen reduzierter russischer Gaslieferungen beitragen. Die französischen Unternehmen TotalEnergies, EDF und Engie warnen sogar vor einem Zusammenbruch des sozialen Zusammenhaltes in Europa. Damit machen sie klar, dass Deutschland im Krisenfall nicht mit französischem Atomstrom rechnen kann.

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TÜV widerspricht Habeck bei Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke

Mittlerweile hat der TÜV auch Aussagen aus der Politik widersprochen. Demnach könnten bestehenden deutschen Kernkraftwerke durchaus über den bereits festgelegten Schließungszeitpunkt hinaus weiter Strom erzeugen. Auch die Behauptung, dass die benötigten Brennelemente aus Russland kämen, wurde dabei widerlegt. Diese könnten problemlos in Deutschland oder Schweden hergestellt werden. Allerdings fehlt dazu der politische Wille. Sowohl Habeck als auch Scholz lehnen eine Verlängerung mit fadenscheinigen Argumenten ab. Technisch begründen lässt sich keines davon. Auch der NABU erklärt: „Kernenergie ist nicht nachhaltig, die Gewinnung von Uran ist nur mit enormen Umweltschäden möglich, und die Frage der Endlager ist völlig ungeklärt.“

Umweltschäden in Drittstaaten, wie zum Beispiel in den USA durch Fracking oder in Kolumbien durch den Kohleabbau, nimmt man allerdings durchaus in Kauf. Das Endlagerproblem ist noch fadenscheiniger, denn die Atomkraftwerke könnten mit noch vorhandenen Brennstäben betrieben werden. Damit entsteht kein einziges zusätzliches Problem.

Dass die Energieversorgung zusammenbrechen kann, wissen alle

Derweil rufen immer mehr Politiker zum Energiesparen auf. Habeck macht damit sogar eigene realitätsferne Vorschläge, wie die Raumtemperatur senken, oder kürzer duschen. Selbst EU Kommissarin Ursula von der Leyen ist sich nicht zu schade für entsprechende Aufrufe. Jetzt sollen sogar Besitzer von Solaranlagen weniger Strom selbst verbrauchen und mehr einspeisen. Diese Aufforderungen an die Bevölkerung sind wie das Pfeifen im Walde. Alle wissen, dass die Energieversorgung kurz vor dem Kollaps steht. Eine Planung, wie man bei der Energiewende schnell gegensteuern kann, gibt es allerdings nicht.

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Habeck flüchtet sich in beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien

Zur Sicherung der Energieversorgung flüchtet Habeck jetzt in den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien. Dabei will er in seiner Planung zur Energiewende in kurzer Zeit mehr Windkraftanlagen bauen als in Deutschland insgesamt bereits stehen. Dass dazu weder die erforderlichen Flächen ausgewiesen sind, noch dass entsprechende Material aufgrund der Versorgungsengpässe zur Verfügung steht, berücksichtigt er dabei nicht. Selbst wenn man diese Probleme noch meistern könnte, scheitert der Ausbau in der geplanten Dimension spätestens am Fachkräftemangel. Mit dem jetzt eingeschlagenen Weg steuern wir geradezu sehenden Auges in einen Blackout.

Zuletzt aktualisiert am August 7, 2022 um 5:16 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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