Experte warnt vor Sicherheitsrisiken: Wärmepumpen könnten „hochexplosiv“ sein

Robert Habeck plant zukünftig den verstärkten Einsatz von Wärmepumpen als Heizungsalternative. Allerdings gibt es Experten, die skeptisch sind und den schnellen Verzicht auf Öl- und Gasheizungen kritisch betrachten (Tz: 12.05.23). Bei der Umstellung auf Propan als Kältemittel können Wärmepumpen „hochexplosiv“ sein.


Bedenken und Diskussionen um Habecks Vorschlag zur Abschaffung von Öl- und Gasheizungen

In den letzten Wochen hat Habecks Vorschlag für das Heiz-Gesetz für viel Diskussion gesorgt. Es sieht vor, dass Öl- und Gasheizungen endgültig abgeschafft werden sollen. Stattdessen sollen elektrische Wärmepumpen die Zukunft der Heizungstechnologie darstellen. Dies wird aus klimatischer Sicht als positive Lösung angesehen. Allerdings gibt es auch Bedenken. Umweltschützer sind besorgt über die Kältemittel, die in Wärmepumpen verwendet werden. Diese Tatsache alarmiert sie. Als Ersatz für die aktuellen Kältemittel wird Propan vorgeschlagen, jedoch sind auch damit gewisse Risiken verbunden.

Selbst Fachleute äußern Bedenken, so wie Oliver Gentzen, ein Heizungsbau-Meister aus Kassel. Er hält die schnelle Umstellung von Gas- und Ölheizungen auf Wärmepumpen für „falsch“, obwohl er selbst bereits seit 2004 auf Wärmepumpen setzt. Das Thema ist für ihn also nicht neu.

Kältemittel Propan „hochexplosiv“ - Sicherheitsrisiken durch fehlende Geruchswahrnehmung. "Wir rechnen damit, dass Häuser explodieren werden"
Kältemittel Propan „hochexplosiv“ – Sicherheitsrisiken durch fehlende Geruchswahrnehmung. „Wir rechnen damit, dass Häuser explodieren werden“

Zweifel an der praktischen Umsetzung des Heizungsumstiegs und Bedenken bezüglich der Kältemittel

Gentzen sorgt sich jedoch, dass der jetzt vorangetriebene Zwang zum Wechsel der Heizungen zu einem Problem werden könnte. Er stellt die Frage, wie das praktisch umsetzbar sein soll, da die Technologie erst noch entwickelt werden müsse. „In den nächsten fünf bis sechs Jahren werden Entwicklungen stattfinden, an die wir jetzt noch nicht denken“, erklärt der Heizungsbauer. Er geht davon aus, dass bereits 2026 der Einsatz von E-Fuels möglich sein wird. Vor zwei Jahren wurde ihm von einem namhaften Heizungshersteller mitgeteilt, dass die ersten Ölbrenner für E-Fuels freigegeben wurden, es haperte jedoch noch an der kostengünstigen Beschaffung des Rohstoffs.

Ein weiteres Problem betrifft die Kältemittel. Sowohl die Bundesregierung als auch die EU überlegen derzeit, welche Kältemittel in Zukunft verboten werden sollen. Dies könnte jedoch auch das Aus für einige Wärmepumpen bedeuten. Als Ersatz wird Propan in Betracht gezogen. Jedoch äußert Gentzen hier Bedenken.


Kältemittel Propan „hochexplosiv“ – Sicherheitsrisiken durch fehlende Geruchswahrnehmung

Der Grund dafür sind Sicherheitsrisiken, die mit Propan verbunden sind. Er hat kürzlich Informationen zu diesem Thema an einer Kältefachschule eingeholt und war überrascht von den Erkenntnissen. Der Experte für Heizungstechnik gibt zu, dass er die Gefahren unterschätzt hat. Er erklärt, dass Propan „hochexplosiv“ ist. In einer Fabrik habe man ihm gesagt: „Wir rechnen damit, dass Häuser explodieren werden, aber wir wollen nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Lass die anderen es zuerst ausprobieren.“

Gentzen zufolge hat es bereits Unfälle mit Propan gegeben, „und sie waren ernsthaft“. Das große Problem mit dem Gas ist, dass man es nicht riechen kann. Im Gegensatz zu Propan in Campingkochern kann es für den Einsatz in Wärmepumpen nicht mit Duftstoffen versehen werden. Ein Leck könnte also unbemerkt bleiben.

Selbst wenn man die Wärmepumpen mit Propan im Freien installieren würde, könnten schwerwiegende Unfälle auftreten, erklärt Gentzen. Wenn der Wärmetauscher in der Wärmepumpe korrodiert, würde das Propan ins Heizungswasser gelangen. Durch Schnellentlüfter an den Heizkörpern könnte das Gas dann in den Raum entweichen.

Der Heizungsbauer ist unsicher. Er wünscht sich von der Bundesregierung mehr Zeit – sowohl für technische Weiterentwicklungen als auch für Schulungen und Zertifizierungen. Dennoch betont er: „Die Wärmepumpe ist keine Allheillösung.“

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