EU plant Verbot für Wärmepumpen mit PFAS-Kältemittel

Aktuell wird oft behauptet, dass die Zukunft den Wärmepumpen gehört. Die Bundesregierung plant bereits das Verbot von Öl- und Gasheizungen und somit sind Wärmepumpen für viele Hauseigentümer die einzige verbleibende Option. Doch die EU erwägt jetzt auch ein Verbot für Wärmepumpen, die mit Kältemittel, Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) enthalten, arbeiten (t-online: 04.03.23). Dies betrifft nahezu alle bereits verbauten und der Mehrzahl der aktuell angebotenen Systeme.


Wärmepumpen droht Verbot wegen giftigem PFAS-Kältemittel

Ab dem Jahr 2024 plant die Bundesregierung ein Verbot von Öl- und Gasheizungen. Obwohl es Ausnahmeregelungen geben wird, ist der Weg in Richtung nachhaltiger Lösungen vorgegeben. Die Wärmepumpe gilt als die wichtigste Option und wird bereits in jedem zweiten Neubau eingesetzt. Wenn das Verbot von Öl- und Gasheizungen wirklich umgesetzt wird, dürfte die Bedeutung der Wärmepumpe noch weiter steigen.

Wärmepumpen droht Verbot wegen giftigem PFAS-Kältemittel.  Wärmepumpen mit alternativem Kältemittel deutlich teurer
Wärmepumpen droht Verbot wegen giftigem PFAS-Kältemittel. Wärmepumpen mit alternativem Kältemittel deutlich teurer
Bild: Phyxter Home Services, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Bestimmte Wärmepumpen sind möglicherweise weniger klimafreundlich, da sie Kältemittel enthalten, die PFAS enthalten. Diese Chemikalie ist eine sogenannte Ewigkeitschemikalie, die sich niemals abbauen lässt und zudem krebserregend ist. Die EU plant nun, dieses Kältemittel zu verbieten, und Deutschland hat sich bereits für ein Verbot ausgesprochen. Es steht jedoch noch keine endgültige Entscheidung fest.


Wärmepumpen mit PFAS: Risiko oder Chance für die Zukunft?

Falls ein Verbot von Wärmepumpen mit PFAS in Kraft tritt, müssten die betroffenen Systeme in naher Zukunft ausgetauscht werden. Es gibt jedoch auch Modelle mit natürlichen Kältemitteln, die nicht betroffen wären und sicher weiter betrieben werden könnten. Alle anderen Wärmepumpen mit dieser Ewigkeitschemikalie würden hingegen ein Risiko darstellen.

Verbraucherzentralen raten dazu, bei der Wahl einer Wärmepumpe bereits jetzt auf einen sehr niedrigen GWP-Wert zu achten. Dieser Wert gibt das Erderwärmungspotenzial an, das jeder Hersteller angeben muss. Durch die Entscheidung für eine umweltfreundliche Wärmepumpe mit natürlichen Kältemitteln ist man für die Zukunft abgesichert und muss im schlimmsten Fall nicht doppelt bezahlen. Es gibt keine Nachteile in der Heizleistung, jedoch sind diese umweltfreundlicheren Modelle deutlich teurer.

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