EU-Klimakommissar: Atomenergie notwendig für Klimaneutralität

Der neue EU-Klimakommissar Maros Sefcovic hat bei der UN-Generalversammlung in New York seine Ansichten zur Rolle der Atomenergie bei der Erreichung der Klimaneutralität in Europa erläutert. Dies stellt eine weitere Herausforderung für die deutsche Energiepolitik dar und unterstreicht die Diskrepanz zwischen Deutschland und anderen EU-Ländern in Bezug auf die Nutzung der Atomenergie( Auf1: 24.09.23).


Klimaneutralität und Atomenergie

Sefcovic betonte in seiner Rede, dass das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 in Europa ohne die Nutzung von Atomenergie schwer zu erreichen sei. Er erklärte, dass er bisher keine Prognose gesehen habe, die Klimaneutralität ohne Atomenergie für realistisch halte. Dies ist eine klare Botschaft an Deutschland, das seine Atomkraftwerke im Zuge der Energiewende schrittweise abgeschaltet hat und auf erneuerbare Energien setzt. Sefcovic indirekt darauf hin, dass die deutsche Energiepolitik in Europa isoliert ist.

Klimaneutralität und Atomenergie - Deutschlands Isolation in der Energiepolitik und das Interesse anderer EU-Länder an kleineren Reaktoren
Klimaneutralität und Atomenergie – Deutschlands Isolation in der Energiepolitik und das Interesse anderer EU-Länder an kleineren Reaktoren
Bild: European Commission, Attribution, via Wikimedia Commons

Souveräne Entscheidung der EU-Länder

Sefcovic betonte jedoch auch, dass die Entscheidung über die Nutzung von Atomenergie eine souveräne Entscheidung der einzelnen EU-Länder sei. Er verwies darauf, dass einige Mitgliedsländer, darunter seine slowakische Heimat, in den Bau neuer Atomkraftwerke investieren. Dies verdeutlicht, dass es innerhalb der EU unterschiedliche Ansichten zur Atomenergie gibt und jedes Land seine eigene Energiepolitik gestaltet.


Interesse an kleineren Reaktoren und Pläne in anderen Ländern

Der EU-Klimakommissar wies auch auf das wachsende Interesse an der Entwicklung kleinerer Reaktoreinheiten hin. Diese könnten eine zukünftige Option sein, um Atomenergie effizienter und sicherer zu gestalten. Länder wie Frankreich und Tschechien planen den Ausbau ihrer Atomkapazitäten, während Belgien seinen geplanten Atomausstieg verschoben hat.

Deutschlands Isolation in der Energiepolitik

Während andere EU-Länder verstärkt auf Atomenergie setzen und neue Atomkraftwerke planen, bleibt Deutschland auf seinem Kurs der Energiewende. Deutschland hat bereits bestehende Atomkraftwerke abgeschaltet und verlässt sich verstärkt auf erneuerbare Energien. Dies hat dazu geführt, dass Deutschland zunehmend auf Energieimporte angewiesen ist und Schwierigkeiten hat, seinen eigenen Energiebedarf zu decken.

Sefcovics Aussagen verdeutlichen, dass Deutschland in seiner Energiepolitik isoliert ist und von anderen EU-Ländern abweicht, die Atomenergie als Teil ihrer Strategie zur Erreichung der Klimaneutralität betrachten. Die Diskussion über die Rolle der Atomenergie in der europäischen Energiepolitik wird in den kommenden Jahren sicherlich weitergehen, da Länder unterschiedliche Ansichten und Prioritäten haben.

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