Erdöl – Verbrauch und eigene Förderung in Deutschland

Nachdem die EU bereits ein Embargo gegen russische Kohle erlassen hat, steht ein Embargo für Rohöl kurz bevor. Noch sind sich die EU-Staaten nicht einig, aber es gibt nur noch wenige Staaten, die nicht dafür sind. Wie viel Erdöl braucht Deutschland und wie viel kommt davon aus der Förderungen im eigenen Land? Ist es möglich, die heimische Produktion zu erhöhen? Auf diese Fragen wollen wir in diesem Artikel eingehen.


Wie viel Erdöl braucht Deutschland im Jahr?

Nach Angaben das Bundesamt für Außenwirtschaft hat Deutschland im Jahr 2021 knapp über 83 Millionen Tonnen Rohöl verbraucht. Das sind ungefähr 2 Prozent weniger als im Jahr 2020, was auf die Corona-Lockdowns zurückzuführen ist.

Davon wurden knapp 35 Millionen Tonnen als Dieselkraftstoff, 16 Millionen Tonnen als Benzin und 11 Millionen Tonnen als Heizöl verbraucht. Der Rest verteilt sich auf andere Produkte, wie Kerosin, Schweröl, Schmierstoffe und andere Produkte.

Erdöl - Verbrauch und  eigene Förderung in Deutschland. Jährlicher Verbrauch viermal höher als eigene Reserven.
Erdöl – Verbrauch und eigene Förderung in Deutschland. Jährlicher Verbrauch viermal höher als eigene Reserven.
Bild: Deutsche Bohrplattform Mittelplate Ralf Roletschek, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

Woher kommt das Erdöl?

Gut ein Drittel des Rohöls kam im Jahr 2021 aus Russland, etwas mehr als 12 Prozent aus den USA, jeweils knapp 10 Prozent aus Kasachstan, Norwegen und Großbritannien. Deutschland fördert auch Öl aus eigenen Vorkommen, dieser Anteil liegt jedoch nur knapp über 2 Prozent des Bedarfs.


Wo befinden sich in Deutschland die Erdölfelder?

Fast 60 Prozent der eigenen Förderung kommen aus den Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die einzige deutsche Bohrplattform Mittelplate steht in Schleswig-Holstein, westlich von Friedrichskoog und ist seit 1987 in Betrieb. Die Bohrplattform ist mit Abstand das größte deutsche Förderfeld. Sie steht im Wattenmeer und ist mit einer 14 Kilometer langen Pipeline mit dem Festland verbunden. Gut 30 Prozent der deutschen Förderung kommt aus Niedersachsen aus mehreren Förderstellen entlang der Grenze zu Holland. In Rheinlandpfalz fördert man etwas mehr als 7 Prozent und in Bayern knapp 2 Prozent der eigenen Fördermengen.

Kann man die Fördermenge in Deutschland steigern?

Deutschland verfügt über gesicherte Reserven von gut 23 Millionen Tonnen Rohöl, die nach Aussage des Branchenverbands noch mindestens 14 Jahre reichen. Diese Reserven sind durch Bohrungen bestätigt und eine Förderung ist mit der bekannten Technik möglich. Darüber hinaus gibt es noch Ölvorkommen, die zwar bestätigt, aber noch nicht zur Förderung erschlossen sind. Über die dort lagernde und förderbare Menge kann man deshalb noch keine Aussage treffen.


Mehrere Unternehmen haben entsprechende Lizenzen beantragt, um dieses Öl zu fördern. Allerdings sind die Genehmigungsverfahren sehr langwierig und stehen noch aus, insbesondere da sich mehrere Umweltverbände dagegen wehren. Selbst, wenn eine Genehmigung sofort erfolgen sollte, könnte man dort aufgrund der aufwändigen Technik frühestens im Jahr 2025 Erdöl fördern.

Fazit

Deutschland benötigt im Jahr viermal so viel Öl, als insgesamt als gesicherte Reserve im eigenen Land verfügbar ist. Selbst wenn die Genehmigungen zur Förderung der noch nicht erschlossenen Reserven, gegen den Widerstand der Naturschutzverbände, erteilt würde, wären die zu erwartenden Erträge marginal. Russisches Erdöl könnte man deshalb auf keinen Fall durch die Steigerung der Förderung aus eigenen Ressourcen ersetzen.

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Zuletzt aktualisiert am November 23, 2022 um 12:16 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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