Der Mittelstand verliert das Vertrauen in den Standort Deutschland

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sind Familienunternehmen oft bereit, kurzfristige Gewinne zu opfern, um ihre Belegschaft zu erhalten. Doch dieses Mal steht auch der Mittelstand vor der Herausforderung, Stellen abbauen zu müssen. Ein Beispiel dafür ist der renommierte Hausgerätehersteller Miele, der kürzlich angekündigt hat, 2000 Stellen abzubauen und 700 weitere ins Ausland zu verlagern (handelsblatt: 11.03.24).


Mittelstand in der Krise: Stellenabbau und Standortverlagerung bedrohen deutsche Wirtschaft

Selbst traditionell stabile Familienunternehmen sind vom Trend des massiven Stellenabbaus betroffen. Ein Unternehmen wie Stihl, bekannt für seine hochwertigen Motorsägen, denkt sogar darüber nach, ein geplantes Werk von Deutschland in die Schweiz zu verlagern.

Der Mittelstand hat den Glauben an den Standort Deutschland verloren. Stellenabbau und Standortverlagerung bedrohen deutsche Wirtschaft
Der Mittelstand hat den Glauben an den Standort Deutschland verloren. Stellenabbau und Standortverlagerung bedrohen deutsche Wirtschaft

Druck auf den deutschen Markt

Namhafte Konzerne wie SAP und Bayer haben bereits Tausende von Arbeitsplätzen gestrichen, und Experten warnen vor weiteren Entlassungswellen in der deutschen Wirtschaft. Im Gegensatz zu früheren Krisen, in denen Familienunternehmen oft versuchten, ihre Mitarbeiter zu halten, sehen sie sich diesmal mit einem starken Druck zur Veränderung konfrontiert.

Reaktionen der Familienunternehmen

Einige Familienunternehmen in Deutschland setzen auf eine defensive Strategie, indem sie Investitionen einfrieren und geplante Neueinstellungen auf Eis legen. Die Unsicherheit in Bezug auf die schwache Konjunktur und den Fachkräftemangel verstärkt diese Zurückhaltung.

Die Perspektive der Unternehmer

Angelique Renkhoff-Mücke, Geschäftsführerin des Herstellers Warema und Verhandlungsführerin der Arbeitgeber von Gesamtmetall in Bayern, betont die besorgniserregende Lage. Sie beobachtet eine allgemeine Unsicherheit sowohl bei den Unternehmen im Mittelstand, als auch bei großen Konzernen.


Der Mittelstand hat den Glauben an den Standort Deutschland verloren

Nikolas Stihl, Aufsichtsrats- und Beiratschef des gleichnamigen Unternehmens, kritisiert die hohe Bürokratie in Deutschland. Er betont, dass das Land nicht mehr automatisch als attraktiver Investitionsstandort gilt, insbesondere nach dem Ende der Corona-bedingten Sonderkonjunktur.

Antizyklisches Handeln bei Würth

Das Unternehmen Würth verfolgt eine antizyklische Strategie, indem es trotz wirtschaftlicher Unsicherheit am geplanten Stellenaufbau festhält. Die Investitionen in den Vertrieb gelten als entscheidend für die Bewältigung von Krisen.

Beschäftigungsschwankungen bei Trumpf

Das Unternehmen Trumpf hat bereits 2022 ein Modell eingeführt, das Beschäftigungsschwankungen abfedern soll. Mitarbeiter können Stunden auf Konjunkturkonten ansparen, um sie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu nutzen.

Verwurzelung der Familienunternehmen

Familienunternehmen sind oft tief in ihren Regionen verwurzelt und bevorzugen daher sozialverträgliche Lösungen beim Stellenabbau. Die Nähe der Eigentümer zu den Unternehmenszentralen spielt dabei eine entscheidende Rolle.


Ambivalenz in der aktuellen Lage

Die Reaktionen der Familienunternehmen auf die wirtschaftliche Unsicherheit sind gemischt. Während einige Stellen abbauen, planen andere Unternehmen Neueinstellungen. Die Situation bleibt daher ambivalent.

Vertrauensverlust in den Standort Deutschland

Eine Studie des Wittener Instituts für Familienunternehmen zeigt, dass viele Familienunternehmen das Vertrauen in den Standort Deutschland verloren haben. Sie sehen ihre Zukunft eher im Ausland und investieren dort verstärkt.

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