Brennholz – Diebstahl nimmt massiv zu

Die Energiepreise steigen, nicht nur Heizöl, Erdgas und Benzin werden teurer, sondern auch Brennholz. Jetzt kommt es in den staatlichen Forstbetrieben immer häufiger zu Diebstählen von Brennholz. Mehrere staatlich verwaltete Forstbetriebe haben in den vergangenen Monaten eine Zunahme an Holzdiebstählen registriert. Dabei holen die Holzdiebe sogar ganze Holzstämme mit Lkws aus den Wäldern. Die Revierförster gehen dabei immer mehr von professionell geplanten Diebstählen aus.

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Sowohl Staatsforste als auch Holzhändler von Brennholzdiebstahl betroffen

Laut dem Leiter des Landesbetrieb Hessenforst, Michael Gerst, entsteht durch die Diebstähle sowohl, bei den Staatsforsten, als auch bei den Holzhändlern große Schäden. Denn das gefällte Holz wurde bereits überwiegend bezahlt. Wie hoch der Schaden ist, lässt sich nach Angaben Gersts nicht beziffern. Der Staatsforts trägt das Risiko für die Kosten nur solange Holzfäller die Stämme im Wald bearbeiten.. Sobald die Stämme zur Abholung bereitliegen, trägt der Käufer das Risiko. Bei den Brennholzdiebstählen wären deshalb auch meist die Käufer vom entsprechenden Verlust betroffen. Die Diebe zu fassen, ist aber eigentlich nur möglich, wenn man sie auf frischer Tat erwischt. Selbst wenn man das Diebesgut sicherstellen kann, ist ein Nachweis des Diebstahls in den seltensten Fällen möglich.

Brennholz- Diebstahl nimmt massiv zu. Vom Fichtelgebirge bis zum Spessart, alle Wälder betroffen. GPS Sender sollen helfen, Diebe zu fassen.
Brennholz- Diebstahl nimmt massiv zu. Vom Fichtelgebirge bis zum Spessart, alle Wälder betroffen. GPS Sender sollen helfen, Diebe zu fassen.

Vom Fichtelgebirge bis zum Spessart alle Wälder betroffen

Laut Marie-Luise Appelhans von der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten sind die Holzdiebstähle keine Einzelfälle. Alleine in den letzten drei Monaten haben Holzdiebe in Bayern gut 1.000 Festmeter Holz gestohlen. Von den Holzdiebstählen sind letztendlich alle Bundesländer betroffen. Vom Fichtelgebirge bis zum Spessart bleibt davon kein Wald verschont.  „Doch diese Diebstähle werden wohl weiter zunehmen, gerade bei den steigenden Energiepreisen“, sagt Heiko Stölzner, Leiter des Forstbetriebs Bad Königshofen. Dabei seien besonders die Forste, die nahe an der Autobahn liegen, gefährdet.

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GPS-Tracker sollen helfen, Diebe zu erwischen

Die Förster setzen jetzt auf sogenannte GPS-Tracker. Die Sender werden in die Baumstämme eingeschlagen. Dabei schlagen die Sender Alarm, wenn sich das Holz bewegt. Allerdings bleibt den Förstern dann nicht viel Zeit, denn die Täter können nur gefasst werden, wenn man sie auf frischer Tat ertappt.