Atomkraftwerke könnten CO2 sparen

Geht in Deutschland bald der Strom aus? Die Ökostromanlagen liefern seit Monaten nicht soviel Strom wie in den Vorjahren und von Jahr zu Jahr gehen immer mehr Atom-und Kohlekraftwerke vom Netz. Atomkraftwerke könnten CO2 sparen, wenn man deren Laufzeit verlängert.

Atomkraftwerke könnten CO2 sparen. Einsparung von 90 Millionen Tonnen CO2 durch Laufzeitverlängerung der letzten Atomkraftwerke möglich
Atomkraftwerke könnten CO2 sparen. Einsparung von 90 Millionen Tonnen CO2 durch Laufzeitverlängerung der letzten Atomkraftwerke möglich

CO2-Ausstoß steigt durch Abschaltung der Atomkraftwerke

Durch das Abschalten der Atomkraftwerke steigt jetzt sogar der CO2-Anteil auf dem Strom, da zunehmend fossile Kraftwerke einspringen müssen um die Versorgungslücke zu schließen. Es gäbe eine relativ einfache Lösung für das Problem. Deutschland könnte die verbliebenen Atomkraftwerke einfach weiter am Netz lassen und deren Laufzeit verlängern, wie es in der Schweiz umgesetzt wird.

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Atomkraftwerke könnten CO2 sparen – wir brauchen unsere Atomkraft noch

Im aktuellen Wahlkampf reden alle Parteien vom Klimaschutz und der damit verbundenen Reduktion unseres CO2-Ausstoßes. Auf die wichtigste Frage geht man aber nicht ein. Ist Deutschland nach der Abschaltung der letzten Kernkraftwerke überhaupt noch in der Lage sich selbst mit Strom zu versorgen. Erste Versorgungsengpässe zeichnen sich bereits ab.

Steigender Stromverbrauch durch erneuerbare Energien nicht gedeckt

Der Stromverbrauch liegt in Deutschland bei jährlich ca. 580 Terawattstunden. Mittlerweile hat Bundeswirtschaftsminister Altmaier seine Annahme, dass dieser Bedarf in den kommenden Jahren nicht weiter steigen wird, korrigiert. Die neue Bedarfsrechnung des Wirtschaftsministeriums geht jetzt bis 2030 von einem 15 Prozent höheren Verbrauch aus. Das liegt gerade so am unteren Ende der Berechnungen aus der Energiewirtschaft. Sicher ist jedoch, dass die bis 2030 geplante Leistung auf der Erzeugerseite dazu nicht ausreichen wird. Der Bundesrechnungshof hat dies in seinem Bericht bereits angemahnt und vor drohenden Blackouts gewarnt. Das Ziel, bis 2030 mindestens 65 Prozent unserer Energie aus regenerativen Quellen zu erzeugen ist praktisch nicht mehr erreichbar. Es fehlt schlicht an ausgewiesenen Flächen für Windkraftanlagen. Bereits die Genehmigungsverfahren für neu ausgewiesene Flächen dauern, mit allen Einspruchs- und Klagemöglichkeiten, länger.

Trotzdem fördert die Regierung den Kauf von Elektroautos und stromintensive Wärmepumpe-Heizungen. Gleichzeitig träumt man auch noch vom Aufbau einer Wasserstoffindustrie um Kohle, Gas und mineralölbasierte Kraftstoffe zu ersetzen. Woher der Strom dafür kommen soll kann aber keiner beantworten.

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Während viele Staaten neue Atomkraftwerke bauen, schaltet Deutschland die letzten ab

Im Jahr 2010 hat die CDU-geführte Regierung die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke verlängert. Nach dem Tsunami in Fukushima jedoch die sofortige Abschaltung der sieben ältesten, von damals noch 17 Atomkraftwerken, beschlossen. Die Abschaltung der letzten 6 verbliebenen Atomkraftwerke sollte dann bis 2023 schrittweise erfolgen. Diese Kraftwerke produzieren aktuell noch ca. 12 Prozent unseres gesamten Strombedarfs.

Laut Atomenergiebehörde IAEA wollen allerdings 28 Staaten neu in die Atomenergie einsteigen. Dazu gehören Staaten wie Bangladesch, Nigeria und Saudi-Arabien. Aktuell sind in 33 Ländern noch ungefähr 400 Atomkraftwerke in Betrieb. Und in vielen Staaten ist der Bau neuer Atomkraftwerke geplant.

Deutschland verliert Anschluss an neue Technologie

In England geht man davon aus, dass das Problem mit dem Klimawandel nicht ohne Kernkraft gelöst werden kann. Die Engländer bauen deshalb den Hinkley-Point-Reaktor, der in der Lage sein wird sieben Prozent des britischen Strombedarfs zu decken. Rolls-Royce entwickelt Minireaktoren, von denen ebenfalls bald mehrere ans Netz gehen sollen.

Mehrere Staaten arbeiten an der Entwicklung solcher Kleinreaktoren. Darunter Argentinien, Russland, China und natürlich die USA. Deutsche Firmen, die in der Entwicklung der Atomkraftwerke führend waren, verlieren auch hier, wie in so vielen Bereichen, den Anschluss zu neuen Technologien.

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Strombedarf steig nach 2030 rasant

Ab 2030 dürfen in deutschen Privathaushalten keine Gas- und Ölheizungen mehr verbaut werden. Altanlagen müssen dann durch energieintensive Wärmepumpen ersetzt werden. Gleichzeitig wird die massiv zunehmende Elektromobilität den Strombedarf drastisch erhöhen. Dazu kommt der Aufbau einer extrem stromfressenden Wasserstoffwirtschaft.

Annalena Baerbock sagt: „100 Prozent erneuerbare Energie schaffen wir nur, wenn wir Solarenergie und Windkraft massiv ausbauen.“ Das ist jedoch eine vollständige Illusion, denn, wie bereits oben erwähnt, gibt es dafür weder den erforderlichen Platz, noch gibt es dafür genügend Sonnenstunden und auch zu viele Windflauten. Das immer wiederkehrende Argument, dass irgendwo immer Wind weht wurde dieses Jahr bereits mehrfach widerlegt. Und selbst wenn in der Bretagne noch Wind weht reicht es eben nicht um den Rest Europas mit Strom zu versorgen.

Versorgungslücke ohne Atomkraftwerke nicht zuschießen

Ohne Atom- und Kohlekraftwerke klafft bald eine Versorgungslücke von 40% des aktuellen Strombedarfs. Diese soll durch moderne Gaskraftwerke geschlossen werden, die man später auf Betrieb mit Wasserstoff umrüsten kann. Aber solange kein Wasserstoff zur Verfügung steht stoßen auch die Gaskraftwerke CO2 aus.

Mit den sechs verbliebenen Kernkraftwerken könnte man jährliche 90 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das wäre ein konkretes und sofort wirksames Klimaschutzprogramm, welches dazu noch ohne teure Subventionen auskommen würde.

Zuletzt aktualisiert am September 23, 2021 um 5:28 am . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.