Zulieferer warnen – deutsche Automobilindustrie ist nicht mehr wettbewerbsfähig

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage des Verbands der Automobilindustrie (VDA), an der 116 Unternehmen teilgenommen haben, ergab, dass die Mehrheit der Zulieferer in der Autoindustrie den Standort Deutschland nicht mehr als international wettbewerbsfähig ansieht. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Energiekosten, Arbeitskräfte und Steuerbelastung. Lediglich sieben Prozent der Befragten halten Deutschland noch für konkurrenzfähig, während 88 Prozent dies nicht mehr tun (Morgenpost: 15.02.23).


Zulieferer in Deutschland: Kritik an hohen Energiekosten und bürokratischen Hürden

Die hohen Kosten für Strom, Löhne, die Knappheit an qualifizierten Fachkräften und eine Fülle von bürokratischen Hürden sind die Hauptkritikpunkte, die von Zulieferunternehmen in Deutschland angeführt werden.

Die größten Herausforderungen, mit denen Unternehmen derzeit konfrontiert sind, betreffen die hohen Strom- (81,9 Prozent) und Gaspreise (73,3 Prozent), den Mangel an qualifizierten Fachkräften (77,6 Prozent) sowie die bürokratischen Hürden in Deutschland. Die Firmen kritisieren auch die hohen Steuern und Abgaben, die Finanzierungskonditionen sowie die Schwierigkeiten mit Kunden. Etwa ein Drittel der Unternehmen (36 Prozent) betrachtet die staatlich verordneten Strom- und Gaspreisbremsen als hilfreich, während 39 Prozent diese nur selten oder gar nicht nutzen.

Nur 39 Prozent erwarteten eine Verbesserung der Lage in diesem Jahr

Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Beschaffung von Rohstoffen, Materialien und Vorprodukten inzwischen wieder deutlich entspannt. 42 Prozent der Befragten berichten von einer Verbesserung der Lage, während nur noch zwölf Prozent eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahresmonat beobachten. Für 44 Prozent der Unternehmen hat sich die Situation hingegen nicht signifikant verändert.

Zulieferer in Deutschland: Kritik an hohen Energiekosten und bürokratischen Hürden. Unternehmen planen Investitionen ins Ausland zu verlagern
Zulieferer in Deutschland: Kritik an hohen Energiekosten und bürokratischen Hürden. Unternehmen planen Investitionen ins Ausland zu verlagern
Bild: Marek Slusarczyk, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Die Zuversicht der Unternehmen wächst, und immer mehr blicken optimistisch in die Zukunft. Laut einer Umfrage erwarten 39 Prozent der befragten Zulieferer eine Verbesserung ihrer Situation in diesem Jahr. Jeder zweite Befragte geht von einer Seitwärtsbewegung aus, während lediglich 9 Prozent mit einer Verschlechterung ihrer Lage rechnen.


Unternehmen planen Investitionen ins Ausland zu verlagern

Mehr als ein Viertel der Unternehmen plant, Investitionen ins Ausland zu verlagern. Laut einer Umfrage erwarten 48 Prozent der Unternehmen keine Auswirkungen der Wirtschaftslage auf ihre eigene Liquidität, während nur noch 28 Prozent vorübergehende, begrenzte Liquiditätsengpässe in den nächsten Monaten voraussagen. Vier Prozent der Unternehmen leiden bereits jetzt unter Liquiditätsengpässen.

Im Hinblick auf Investitionen zeigen sich deutliche Veränderungen. 28 Prozent der befragten Unternehmen planen, ihre Investitionen ins Ausland zu verlagern, während 14 Prozent ihre Investitionstätigkeit in diesem Jahr sogar ganz einstellen möchten. Weitere 28 Prozent werden ihre Investitionen verschieben. Lediglich 2 Prozent der Zulieferer wollen in diesem Jahr mehr investieren.

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