Wallstreet Journal macht sich über Deutschlands Energiepolitik lustig

Die Presse im Ausland hat sich schon früher über die deutsche Energiewende lustig gemacht. So bezeichnete das Wallstreet Journal die deutsche Energiepolitik schon früher als „Die dümmste Energiepolitik der Welt“ (Blackout-News: 10.12.23). Jetzt legt das Wallstreet Journal zum wiederholten mit dem Artikel „Kohle hält Deutschlands Lichter am Brennen“ nach (Wsj: 09.03.23).


Wir haben den Artikel aus dem Wallstreet Journal übersetzt

Kohle rettet Deutschlands Energieversorgung

Deutschland hat sich und Europa einen Gefallen getan, indem es diesen Winter eine Energieknappheit abgewendet hat, und jetzt wissen wir, wie sie es geschafft haben: mit vermeintlich böser Kohle. Die veröffentlichten Daten für das Jahr 2022 zeigen die Rolle der Kohle bei der Stromerzeugung, die in Deutschland im zweiten Jahr in Folge wächst.

Laut Statistischem Bundesamt machte Kohle im Jahr 2022 insgesamt 33,3 % der Stromerzeugung aus, gegenüber 30,2 % im Jahr 2021. Dies liegt zum Teil daran, dass Kohle einen Teil der Lücke von Erdgas aufgefangen hat, dessen Anteil an der Stromerzeugung von 12,6 % auf 11,4 % gesunken ist, da ein Stopp der Gasimporte aus Russland Deutschland dazu zwang, andere Brennstoffe zu verwenden. Aber der Wiederaufstieg der Kohle begann schon im Jahr 2020, bevor der Ukrainekrieg Ängste vor einer Gaskrise auslöste.

Kohle, als Retter der Energieversorgung und Widerstand gegen Atomkraft. Wallstreet Journal macht sich über Energiewende lustig
Kohle, als Retter der Energieversorgung und Widerstand gegen Atomkraft. Wallstreet Journal macht sich über Energiewende lustig
Bild: Franzfoto, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wenn Wind und Sonne versagen: Deutschlands Rückgriff auf Kohle als Alternative

Man kann durchaus den erneuerbaren Energien und den Politikern, die sie so lieben, die Schuld geben. Der erneuerbare Anteil an der deutschen Stromerzeugung ist von 42,3 % auf 46,3 % im Jahr 2022 gestiegen, was bei der Präsentation der Daten hervorgehoben wird. Aber Wind und Sonne funktionieren nicht, wenn der Wind nicht weht oder der Himmel bewölkt ist. Versorgungsunternehmen benötigen billige und einfache alternative Energiequellen, um Angebot und Nachfrage in einer fortgeschrittenen Industriewirtschaft abzustimmen. Billig und einfach bedeutet Kohle, weshalb der Kohleanteil am deutschen Strom gestiegen ist, obwohl der Gesamtanteil konventioneller Energieträger von 57,7 % auf 53,7 % gesunken ist.


Deutschlands Ironie: Kohle, als Retter der Energieversorgung und Widerstand gegen Atomkraft

Eine weitere Erklärung für das Wiederaufleben der Kohle ist die politische Feindseligkeit der grünen Linken in Deutschland gegenüber der Atomkraft, deren Anteil an der Stromerzeugung von 12,6 % auf 6,4 % sank, als drei Reaktoren ein Jahr zuvor abgeschaltet wurden, sodass nur noch drei in diesem Frühjahr übrig blieben. Deutschland könnte seine Schiefergasreserven für eine sauberer verbrennende Alternative zu Kohle erschließen, aber diese Option ist auch politisch toxisch. In einer urkomischen grünen Ironie hält Kohle die Lichter am Brennen.

Berlin plant immer noch, Kohle bis 2030 zu verbieten. Vielleicht holt die Politik in Berlin noch vor diesem Tag nach, was der Markt bereits weiß: Fossile Brennstoffe bleiben für den Antrieb moderner Volkswirtschaften unverzichtbar.

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