Büren, August 2026 – Ein Stromausfall hat in der Nacht zum Montag den Sicherheitsbereich am Flughafen Paderborn/Lippstadt beeinträchtigt. Nach Angaben von Westnetz lösten Verunreinigungen an Leitungen im 110-kV-Hochspannungsnetz die regionale Störung aus. Am Flughafen öffneten sich dadurch automatisch Türen zwischen öffentlichen und kontrollierten Bereichen. Deshalb räumte die Polizei das Terminal und durchsuchte sämtliche betroffenen Zonen. Rund 500 Passagiere mussten anschließend erneut einchecken, während drei Flüge etwa 90 Minuten Verspätung erhielten.
Sicherheitsbereich nach Stromausfall nicht mehr kontrolliert
Die Netzstörung trat nach Angaben von Westnetz kurz vor 2 Uhr auf. Betroffen waren unter anderem Büren, Geseke, Salzkotten, Warstein, Belecke und Rüthen. Die Schutztechnik schaltete die belasteten Leitungen automatisch ab. Westnetz leitete den Strom deshalb über andere Hochspannungsverbindungen um und stellte die Versorgung schnell wieder her.

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Am Flughafen reichte die kurze Unterbrechung jedoch für erhebliche Folgen. Notstromgeneratoren sprangen zwar an, während unter anderem die Notbeleuchtung weiter funktionierte. Gleichzeitig öffneten sich jedoch automatisch mehrere Türen. Damit ließ sich der Sicherheitsbereich nicht mehr eindeutig von den öffentlich zugänglichen Teilen des Terminals trennen.
Automatische Türöffnung war Teil des Notfallkonzepts
Die Entriegelung der Türen war nach Angaben des Flughafens kein technischer Defekt. Das System soll vielmehr gewährleisten, dass Menschen das Gebäude bei einer Gefahrenlage schnell verlassen können. Deshalb öffnen sich bestimmte Türen automatisch, sobald die reguläre Stromversorgung ausfällt. Der WDR korrigierte entsprechend eine frühere Darstellung, wonach es sich um eine Sicherheitspanne gehandelt habe.
Für den Flughafenbetrieb entstand dennoch ein erhebliches Problem. Niemand konnte sicher ausschließen, dass während der Störung Personen unkontrolliert in den Sicherheitsbereich gelangt waren. Die Polizei ließ das Terminal deshalb räumen und kontrollierte anschließend die betreffenden Zonen. Erst danach konnte die Abfertigung der Passagiere erneut beginnen.
Kurzer Stromausfall verursacht lange Verzögerungen
Rund 500 Reisende mussten den Check-in und die Sicherheitskontrollen erneut durchlaufen. Dadurch verzögerten sich drei Flüge um etwa anderthalb Stunden. Der eigentliche Stromausfall dauerte dagegen nur vergleichsweise kurz. Der Flughafen kehrte erst nach Abschluss aller Kontrollen vollständig zum normalen Betrieb zurück.
Auch außerhalb des Flughafens bereitete die Netzstörung Einsatzkräften Arbeit. In Warstein stimmte sich die Feuerwehr deshalb mit der Stadt über mögliche Notfallmaßnahmen ab. Zusätzliche Anlaufstellen für die Bevölkerung mussten jedoch nicht aktiviert werden. Westnetz arbeitet nach eigenen Angaben inzwischen an den betroffenen Hochspannungsleitungen.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Soester Anzeiger (25.08.26) – WDR (24.08.26) – Westfalenpost (24.08.26) – Airliners (24.08.26)
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