Ein großflächiger Stromausfall traf am 11. August Bad Krozingen, Ebringen und Pfaffenweiler. Bei Bauarbeiten in der Bad Krozinger Hofstraße beschädigte vermutlich ein Bagger ein Stromkabel. Dadurch fielen rund 60 Verteilstationen aus, und etwa 3.600 Haushalte verloren zeitweise die Versorgung. Die Stadt Bad Krozingen richtete deshalb einen Krisenstab ein. BreisgauLIVE nennt als Schadstelle ein 20.000-Volt-Mittelspannungskabel.
Stromausfall nach Schaden an 20.000-Volt-Leitung
Badenova registrierte den Beginn der Störung bereits um 11:36 Uhr. Die Polizei nennt kurz vor 11:45 Uhr als Zeitpunkt des großflächigen Ausfalls. Der Stromausfall erfasste dabei nicht nur die unmittelbare Umgebung der Baustelle. Ebringen und Pfaffenweiler verloren zunächst vollständig ihre Versorgung, während auch Teile Bad Krozingens betroffen waren.

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Die Techniker trennten zunächst die beschädigte Stelle vom übrigen Netz. Anschließend schalteten sie nicht betroffene Bereiche schrittweise wieder zu. Nach etwa einer Stunde lief bereits die Hälfte der rund 60 ausgefallenen Verteilstationen wieder. Dennoch dauerte die Reparatur in einzelnen Bereichen wesentlich länger.
Bad Krozingen erst nach mehr als fünf Stunden vollständig versorgt
In großen Teilen Bad Krozingens kehrte der Strom bereits kurz nach 13 Uhr zurück. In Ebringen war die Versorgung ebenfalls vergleichsweise schnell wiederhergestellt. Pfaffenweiler meldete Badenova dagegen um 14:06 Uhr wieder vollständig versorgt. In Bad Krozingen endete die dokumentierte Versorgungsunterbrechung erst um 16:45 Uhr.
Damit dauerte die Störung dort mehr als fünf Stunden. Währenddessen koordinierte ein Krisenstab der Stadt die Lage. Eine konkrete Schadenssumme nannten Polizei und Netzbetreiber in ihren veröffentlichten Angaben jedoch nicht. Auch zur Verantwortlichkeit für den Kabelschaden liegen bislang keine weitergehenden öffentlichen Angaben vor.
Gleichzeitig belastete eine Trinkwasserverunreinigung die Stadt
Der Stromausfall traf Bad Krozingen zudem während einer weiteren Störung wichtiger Infrastruktur. Für Teile der Kernstadt galt bereits ein Abkochgebot wegen coliformer Bakterien im Trinkwasser. Die Stadt hatte die Verunreinigung am 7. August festgestellt. Als Ursache identifizierte sie später Schnecken in einer Kammer eines Hochbehälters.
Beide Ereignisse hatten jedoch nach den veröffentlichten Angaben unterschiedliche Ursachen. Ein Zusammenhang zwischen Kabelschaden und Trinkwasserverunreinigung ist nicht belegt. Trotzdem musste die Stadt zeitgleich Probleme bei zwei zentralen Versorgungsbereichen bewältigen. Beim Strom genügte offenbar die Beschädigung einer einzigen Mittelspannungsleitung, um Tausende Haushalte und Dutzende Verteilstationen zu treffen.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Polizeipräsidium Freiburg (12.08.26) – Breisgau Live (12.08.26) – News (12.08.26)
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