Powerbank-Brand in Olsberg: Zwei Verletzte, Obergeschoss unbewohnbar

Olsberg – Ein Powerbank-Brand hat am 1. August gegen 18.15 Uhr zwei Menschen in einem Wohnhaus im Ortsteil Wulmeringhausen verletzt. Der Akku lag in einer Tasche im Schlafzimmer und entzündete sich aus bislang ungeklärter Ursache. Eine 30-jährige Bewohnerin erlitt beim Entfernen des brennenden Geräts schwere Verbrennungen an Hand und Unterarm sowie eine Rauchgasvergiftung. Außerdem atmete ein 58-jähriger Nachbar giftigen Rauch ein, während das Obergeschoss durch Ruß und Brandgase vorerst unbewohnbar wurde.

Powerbank-Brand in Olsberg fordert zwei Verletzte

Die Bewohnerin bemerkte die Flammen und griff nach der Tasche. Dabei geriet sie unmittelbar in Kontakt mit Hitze und Rauch. Ein Rettungshubschrauber brachte sie deshalb in eine Dortmunder Spezialklinik. Der Nachbar hatte zuvor mit einem Feuerlöscher eingegriffen und benötigte anschließend ebenfalls medizinische Versorgung.

Nach einem Powerbank-Brand muss eine Frau in eine Spezialklinik. Giftiger Rauch verletzt zudem einen Nachbarn und belastet das Haus
Nach einem Powerbank-Brand muss eine Frau in eine Spezialklinik. Giftiger Rauch verletzt zudem einen Nachbarn und belastet das Haus
Bild: Shutterstock

Die Feuerwehr rückte mit 36 Einsatzkräften nach Wulmeringhausen aus. Wegen des dichten Rauchs betraten die Trupps das Gebäude jedoch nur mit Atemschutz und Pressluftflaschen. Sie löschten den Zimmerbrand und kontrollierten den betroffenen Bereich. Außerdem verhinderten sie, dass sich das Feuer auf weitere Räume ausbreitete.

Obergeschoss bleibt nach giftigem Rauch unbewohnbar

Das Obergeschoss blieb nach den Löscharbeiten gesperrt. Giftige Brandgase und Ruß hatten die Räume stark belastet, deshalb ist eine professionelle Reinigung nötig. Die Kriminalpolizei nahm zugleich die Ermittlungen zur Brandursache auf. Hinweise auf einen bestimmten technischen Defekt lagen zunächst nicht vor.

Feuerwehrsprecher Edgar Schmidt nannte interne Kurzschlüsse als häufige Ursache solcher Akku-Brände. Stürze können Zellen beschädigen, während falsches Laden eine starke Überhitzung auslösen kann. Der konkrete Powerbank-Brand in Olsberg lässt sich damit jedoch noch nicht erklären. Die Ermittler müssen deshalb klären, ob das Gerät beschädigt war oder einen technischen Fehler hatte.

Beschädigte Akkus frühzeitig erkennen

Beschädigte Akkus können sich aufblähen oder ungewöhnlich stark erwärmen. Nutzer sollten solche Geräte deshalb nicht weiter verwenden und fachgerecht entsorgen. Außerdem rät die Feuerwehr zu passenden Ladegeräten. Damit sinkt die Gefahr, dass ungeeignete Technik den Akku überlastet.

Der Powerbank-Brand zeigt zudem die Gefahr eigener Löschversuche in geschlossenen Räumen. Die Bewohnerin erlitt ihre schweren Verletzungen beim Entfernen des brennenden Geräts. Gleichzeitig setzte der Rauch auch den helfenden Nachbarn außer Gefecht. Deshalb sollten Betroffene Abstand halten und die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren.

Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis (02.08.26)Die Zeit (02.08.26)

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