Batteriespeicher explodiert in Bentwisch: Drei Feuerwehrmänner verletzt

In Bentwisch im Landkreis Rostock sind am Sonntag, 5. Juli 2026, drei Feuerwehrmänner leicht verletzt worden. Auslöser war nach Polizeiangaben die Überhitzung eines Batteriespeichers in einem Holzschuppen auf dem Grundstück eines Einfamilienhauses. Der Speicher gehörte zu einer installierten Photovoltaikanlage, deshalb entwickelte sich dort ein Brand. Während der Brandbekämpfung explodierte die Anlage; das Dach flog weg, und der Schuppen stürzte ein. Trümmer beschädigten außerdem zwei Nachbargrundstücke, der Schaden liegt bei rund 40.000 Euro. Fünf Freiwillige Feuerwehren rückten mit 75 Kräften an, während Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Ermittlungen einleiteten.


Feuerwehrmänner bei Explosion getroffen

Die Feuerwehr Bentwisch traf zuerst an dem Grundstück ein, denn der Brand lag im eigenen Einsatzgebiet. Weitere Kräfte aus Klein Kussewitz, Mönchhagen, Poppendorf und Rövershagen rückten anschließend nach. Die Feuerwehrmänner begannen mit der Brandbekämpfung, als die Lage plötzlich eskalierte.

In Bentwisch explodiert ein PV-Batteriespeicher in einem Schuppen. Drei Feuerwehrmänner werden verletzt, Ermittler prüfen die Ursache
In Bentwisch explodiert ein PV-Batteriespeicher in einem Schuppen. Drei Feuerwehrmänner werden verletzt, Ermittler prüfen die Ursache – Bild: Shutterstock

Die Explosion riss das Dach des Holzschuppens weg, außerdem fiel das Gebäude in sich zusammen. Drei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Alter von 18, 25 und 31 Jahren erlitten leichte Verletzungen. Sie kamen deshalb zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Stromspeicher macht Brände schwerer kalkulierbar

Der Brand betraf jedoch keinen gewöhnlichen Geräteschuppen. In dem Gebäude stand ein Speicherblock einer Photovoltaikanlage. Solche Systeme bündeln elektrische Energie auf engem Raum, deshalb können Defekte für Einsatzkräfte besondere Gefahren schaffen.

Bei Batteriespeichern zählen Hitze, Rauchgase, elektrische Spannung und mögliche Folgereaktionen zu den zentralen Problemen. Entscheidend bleibt jedoch, welche Technik in Bentwisch konkret verbaut war. Das klären nun die Ermittler, denn die genaue Ursache steht noch nicht fest.


Ermittler prüfen Ursache des Feuers

Die Staatsanwaltschaft ordnete einen Brandursachenermittler an, außerdem nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum der Speicherblock überhitzte. Mögliche Faktoren können Installation, Belüftung, Umgebungstemperatur, Batteriemanagement oder ein technischer Defekt sein.

Für Feuerwehrmänner entstehen bei solchen Einsätzen zusätzliche Risiken, weil ein Speicher auch nach sichtbarer Brandbekämpfung weiter reagieren kann. Betreiber von Photovoltaikanlagen sollten deshalb Standort, Gerätedaten und Abschaltmöglichkeiten dokumentieren. Diese Informationen helfen der Feuerwehr, während eines Einsatzes schneller die richtige Taktik zu wählen.

Verfasser: Blackout-News
Verwendete Quellen: Presseportal (05.07.26)Photon (06.07.26)Ostsee Zeitung (05.07.26)NDR (06.07.26)

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