Nicht genug Netzkapazität – Oranienburg kann wachsenden Strombedarf nicht decken

Oranienburger Stadtwerke stehen vor ernsthaften Herausforderungen in ihrer Stromversorgung. Die Verantwortlichen haben die Bundesnetzagentur in Kenntnis gesetzt, dass das bestehende Hochspannungsnetz nicht die erforderliche Kapazität bietet, um die wachsenden Bedürfnisse der Stadt zu decken. Diese Kapazitätsprobleme beeinträchtigen den Anschluss von Wärmepumpen sowie die Ansiedlung neuer Gewerbe- und Industriebetriebe. Olaf Lüke, der aktuelle Geschäftsführer der Oranienburg-Holding, betonte die Notwendigkeit einer Netzwerkerweiterung und kündigte den Bau eines eigenen Umspannwerkes an. Dabei stellt sich die Frage, ob frühere Versäumnisse vorlagen, die man hätte vorhersehen müssen (maz-online: 10.04.24).


Oranienburg am Limit: Stadtwerke stoppen Neuanmeldungen wegen Kapazitätsengpass

Peter Grabowsky, Geschäftsführer der Stadtwerke Oranienburg, erklärte, dass „die Versorgungsmöglichkeiten in der Stadt Oranienburg ausgeschöpft“ seien. Über ein Jahr benötigte Zusatzkapazitäten ließen sich nicht bereitstellen. Diese Engpässe beeinflussen aktuelle Anfragen für Anschlüsse in der Kernstadt und im Ortsteil Sachsenhausen.

Oranienburg am Limit: Stadtwerke stoppen Neuanmeldungen wegen Kapazitätsengpass. Hochspannungsnetz hat nicht die erforderliche Kapazität
Oranienburg am Limit: Stadtwerke stoppen Neuanmeldungen wegen Kapazitätsengpass. Hochspannungsnetz hat nicht die erforderliche Kapazität

Die Stadtwerke sehen sich gezwungen, keine Neuanmeldungen oder Leistungserhöhungen für Hausanschlüsse mehr zu genehmigen, was den Anschluss von Wärmepumpen und Ladeinfrastrukturen sowie neue Gewerbe- und Industrieflächen betrifft.

35 Millionen Euro Projekt: Oranienburg plant neues Umspannwerk gegen Stromengpässe

Die Dringlichkeit eines neuen, stadteigenen Umspannwerkes ist offenkundig. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa 35 Millionen Euro zuzüglich Bau- und Nebenkosten. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant. Peter Grabowsky äußerte sein Bedauern über die Situation: „Wir bedauern diese Entwicklung außerordentlich. Sie ist für alle Beteiligten sehr ärgerlich.“ Gemeinsam mit der E.dis Netz wird an einer Zwischenlösung gearbeitet, um die Engpässe zu überbrücken, bis das neue Umspannwerk fertiggestellt ist.


Alexander Laesicke, Bürgermeister von Oranienburg, unterstützt die Bemühungen und betont die Notwendigkeit, die Infrastruktur schnell auszubauen: „Der Strombedarf unserer wachsenden Stadt hat sich enorm entwickelt, schneller, als es in der Vergangenheit vorausgesehen wurde.“ Der erhöhte Strombedarf resultiert aus wirtschaftlichem Wachstum, dem Zuzug neuer Bürger sowie dem verstärkten Einbau von Wärmepumpen. Für den Neubau des Umspannwerks haben die Stadtverordneten 13,8 Millionen Euro als Eigenkapital im aktuellen Haushalt bereitgestellt. Burkhard Wilde, Aufsichtsratsmitglied, sieht den Haushaltsbeschluss als Startsignal für die Lösung der Kapazitätsprobleme.

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