Keine neue Pipeline: PCK Schwedt saniert bestehende Pipeline mit 400 Millionen Euro

Es gibt derzeit eine Pipeline, die Öl von Rostock nach Schwedt transportiert. PCK möchte allerdings eine zweite Leitung installieren. Der Bund lehnte dies ab und möchte stattdessen die vorhandene Pipeline ausbauen.

Die PCK-Raffinerie in Schwedt (Uckermark) hat dem rbb mitgeteilt, dass zwischen dem Hafen Rostock und der Raffinerie keine weitere Öl-Pipeline gebaut wird. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte dies am Donnerstag und erklärte, dass ein Bau nicht notwendig ist. (rbb, 26.01.2023)


Ertüchtigung der bestehenden Pipeline aus Rostock: 400 Millionen Euro Investition

Schwedt bezieht sein Öl über eine kleine Pipeline aus Rostock. Die Leitung ist nicht dafür gedacht, dauerhaft zu funktionieren oder die Liefermenge zu erhöhen. Die PCK-Führung hat versucht, noch eine zweite Leitung zu bekommen. Es besteht die Angst, dass die bestehende Leitung abgestellt werden muss und kein Öl mehr fließen kann.

Das Bundeswirtschaftsministerium möchte, dass die bestehende Pipeline ausgebaut wird, statt einen Neubau zu machen. Dafür sind in diesem Jahr 400 Millionen Euro vorgesehen. Wenn ein Neubau gemacht worden wäre, hätten die Kosten zwischen 600 und 700 Millionen Euro betragen.

Die PCK Schwedt möchte lieber eine neue Pipeline - Der Bund stellt jedoch nur 400 Millionen für den Ausbau der bestehenden Leitung zur Verfügung
Keine neue Pipeline: PCK Schwedt saniert bestehende Pipeline mit 400 Millionen Euro

Es werden zwei spezielle Pumpen montiert, um die Instandsetzung zu ermöglichen. Dadurch können mehr als bisher mögliche 6 bis 7 Millionen Tonnen pro Jahr transportiert werden. Die Auslastung der PCK in Rostock kann dadurch auf 75 bis 80 Prozent erhöht werden und es können weitere Ölmengen aus Polen und Kasachstan hinzukommen.

PCKs Enttäuschung über die Entscheidung, keine neue Pipeline zu bauen

PCK bedauerte die Entscheidung, keine neue Pipeline zu bauen. Laut PCK hätte diese eine sinnvolle und nachhaltige Investition für die Versorgung von Ostdeutschland sein können. Das Bundeswirtschaftsministerium sagte, es gebe nichts dagegen, wenn PCK oder andere beteiligte Firmen Geld in die Raffinierie investieren, aber Steuermittel seien nur für die Ertüchtigung der bestehenden Verbindung vorgesehen.


Brandenburger Wirtschaftsminister Jörg Steinbach begrüßt die Entscheidung über die Pipeline in Schwedt

Der Brandenburger Wirtschaftsminister Jörg Steinbach ist zufrieden, dass nun eine Entscheidung getroffen wurde, wie es mit der Pipeline in Schwedt weitergehen soll. Er freut sich, dass die Planungen nun beschleunigt werden und die modernisierte Pipeline für die künftigen Anforderungen fit ist.

Die Linke-Fraktion im Bundestag sagt, dass selbst die 400 Millionen Euro, die für die Verbesserung des bestehenden Tunnels bereitgestellt werden sollen, aufgrund von Beihilferechtlichen Gründen in Gefahr sind. Deshalb möchte der Abgeordnete Christian Görke am Donnerstag vom Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck erfahren, wie die Finanzierung realisiert werden kann.

Der Schwedter Standort: Eine Raffinerie im Wandel

Der Schwedter Standort ist einer der größten Raffineriebetriebe in Deutschland. Seit Januar 2021 wird das PCK nicht mehr über die Druschba-Pipeline, sondern über den Hafen Rostock beliefert. Dadurch ist die Raffinerie zu 56 Prozent ausgelastet. Durch die zusätzliche Rohöllieferung über Polen steigt die Auslastung weiter an.

Das Wirtschaftsministerium meldete, dass ein Tanker mit Rohöl in Danzig angelegt hatte. Das war eine Woche früher als erwartet. Durch Zusätze, die die Fließgeschwindigkeit erhöhen, und mehr Lieferungen aus Polen und Kasachstan im Januar und Februar, kann die Kapazität der Raffinerie laut der Meinung des Bundeswirtschaftsministeriums auf 70 Prozent steigen.

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