Kabelbrand legt Uniklinik Mainz lahm – Notaufnahme stoppt Neuaufnahmen

Mainz – Ein Kabelbrand hat am Samstag, 26. September 2026, gegen 16:50 Uhr die normale Stromversorgung der Uniklinik Mainz auf dem gesamten Gelände ausfallen lassen. Die Feuerwehr führte den Vorfall auf einen technischen Defekt mit Schmorbrand an einem Bauteil der Stromversorgung zurück. Deshalb wechselte die Klinik auf Notstrom und stoppte vorsorglich sämtliche Neuaufnahmen einschließlich der Zentralen Notaufnahme. Rettungskräfte brachten insgesamt drei Patienten vorsorglich in andere Krankenhäuser. Die bereits aufgenommenen Patienten blieben nach Angaben von Feuerwehr und Klinik jedoch jederzeit versorgt.

Kabelbrand in der Uniklinik Mainz führte zu Notstrombetrieb. Notaufnahme stoppt Aufnahme. Drei Patienten vorsorglich verlegt
Kabelbrand in der Uniklinik Mainz führte zu Notstrombetrieb. Notaufnahme stoppt Aufnahme. Drei Patienten vorsorglich verlegt
Bild: Shutterstock

Uniklinik Mainz: Schmorbrand trifft zentrale Stromversorgung

Eine automatische Brandmeldeanlage alarmierte die Feuerwehr um 16:50 Uhr. Der eigentliche Brand blieb klein, jedoch hatte der Defekt erhebliche Auswirkungen auf die elektrische Versorgung des Klinikgeländes. Weil zunächst niemand die Dauer der Störung abschätzen konnte, mobilisierte die Feuerwehr zusätzliche Kräfte. Außerdem nahmen ein Führungsstab der Berufsfeuerwehr und der Krisenstab der Universitätsmedizin ihre Arbeit auf. Zeitweise waren rund 100 Kräfte von Feuerwehr und medizinischem Katastrophenschutz im Einsatz.

Der Normalstrom kehrte während des Abends schrittweise zurück. Gegen 20:30 Uhr liefen noch fünf Gebäude über die Notstromversorgung, während die übrigen Bereiche bereits wieder regulär Strom erhielten. Techniker arbeiteten deshalb weiter an der vollständigen Wiederherstellung. Um 23:58 Uhr meldete die Feuerwehr schließlich das Ende des Einsatzes. Die Umschaltung auf das öffentliche Stromnetz verlief nach ihren Angaben ohne Komplikationen, und die Klinik nahm wieder Patienten auf.


Erst Stromausfall geübt, wenige Stunden später der Ernstfall

Der Zeitpunkt des Defekts hatte eine bemerkenswerte Vorgeschichte. Am selben Samstag hatte die Feuerwehr Mainz zwischen 8 und etwa 14 Uhr am landesweiten Übungstag für Brand- und Katastrophenschutz teilgenommen. Das Mainzer Szenario sah dabei einen länger andauernden Stromausfall mit Einschränkungen bei Kommunikation und Versorgung vor. Deshalb trainierten die Beteiligten unter anderem Führungsstrukturen, alternative Meldewege und die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen. Weniger als drei Stunden nach dem geplanten Ende der Übung alarmierte dann die Brandmeldeanlage der Klinik die Feuerwehr.

Die tatsächliche Störung zeigte jedoch eine andere Dimension des Problems. Die Uniklinik Mainz ist das größte Krankenhaus in Rheinland-Pfalz und beschäftigt rund 9.000 Menschen. Pro Jahr behandelt sie nach eigenen Angaben etwa 395.000 Patienten ambulant und stationär. Deshalb bedeutete der Ausfall des Normalstroms nicht nur einen technischen Zwischenfall. Der vorsorgliche Aufnahmestopp entzog dem regionalen Rettungs- und Notfallsystem für mehrere Stunden einen wichtigen Versorgungsstandort. Selbstständig anreisende Patienten sollten währenddessen auf andere Krankenhäuser in Mainz, Wiesbaden oder Rüsselsheim ausweichen.


Notstrom sichert Versorgung, verhindert aber nicht den Aufnahmestopp

Die Notstromanlage erfüllte während des Ausfalls ihre zentrale Aufgabe. Bereits behandelte Patienten konnten weiter versorgt werden, während die normalen Stromkreise schrittweise wieder ans Netz gingen. Dennoch stoppte die Klinik vorsorglich neue Aufnahmen. Der medizinische Katastrophenschutz hielt außerdem Kapazitäten für mögliche Verlegungen bereit. Eine größere Räumung blieb jedoch aus. Die Feuerwehr meldete später lediglich drei vorsorgliche Verlegungen aus medizinischen Gründen.

Zur genauen Schadenshöhe und zum betroffenen elektrischen Bauteil liegen bislang keine weitergehenden öffentlichen Angaben vor. Die Universitätsmedizin spricht von einem Kabelbrand, während die Feuerwehr einen Schmorbrand an einem Bauteil der Stromversorgung beschreibt. Beide Angaben führen den Ausfall jedoch auf denselben technischen Defekt zurück. Seit kurz vor Mitternacht läuft die Uniklinik Mainz wieder vollständig über das öffentliche Stromnetz. Verletzte durch den Brand oder den Stromausfall meldeten die Einsatzkräfte nicht.

Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Blaulicht Magazin (28.09.26) – Universitätsmedizin Mainz (27.09.26) – Rhein-Zeitung (27.09.26)

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