Hohe Stromkosten – Stahlwerk stellt Produktion ein

Die Lech-Stahlwerke in Bayern haben als erstes Stahlwerk in Deutschland die Stahlproduktion eingestellt. Die Stromkosten sind mittlerweile so hoch, dass die Produktion nicht mehr wirtschaftlich sei.


Lech-Stahlwerke stellen Produktion aufgrund hoher Strompreise ein

Aufgrund der stark gestiegenen Stromkosten haben die Lech-Stahlwerke im bayerischen Meitingen die jetzt die Produktion gestoppt. Laut einem Unternehmenssprecher sei die Produktion wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, deshalb stellt das Unternehmen die Produktion zunächst tageweise ein. Die Situation sei schon länger kritisch, habe sich allerdings mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine noch weiter verschärft. Das Unternehmen wolle zunächst die Strompreisentwicklung weiter verfolgen, um dann die nächsten Schritte zu planen. „Sobald es wirtschaftlich wieder Sinn macht, werden wir die Produktion wieder hochfahren“, erklärte ein Unternehmenssprecher.

Hohe Stromkosten - Stahlwerk stellt. Bei aktuellen Strompreise ist kein wirtschaftlicher Betrieb mehr möglich.
Hohe Stromkosten – Stahlwerk stellt. Bei aktuellen Strompreise ist kein wirtschaftlicher Betrieb mehr möglich.
Bild. Deutsche Fotothek‎, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

Stromverbrauch entspricht Stadt mit 300.000 Einwohnern

Der Stromverbrauch des Elektrostahlwerks entspreche der einer Stadt mit rund 300.000 Einwohnern. Die Lech-Stahlwerke beschäftigen inklusive ihrer Tochterunternehmen mehr als tausend Mitarbeiter. Das Meitinger Unternehmen ist das einzige Stahlwerk in ganz Bayern.


Laut der Gewerkschaft IG Metall würden wegen der hohen Strompreise, die Arbeitszeiten bereits auf den Kopf gestellt. Da die Strompreise tageszeitabhängig sind, müsse die Belegschaft vermehrt nachts oder an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Zu diesen Zeiten könne das Werk den Strom günstiger beziehen.

Unternehme appelliert an Regierung, die Versorgung sicherzustellen

Das Unternehmen fordert von der Regierung: „Wir appellieren an die Politik, dafür zu sorgen, dass die Versorgungssicherheit der energieintensiven Stahlindustrie sichergestellt wird, und das möglichst mit erneuerbaren Energien“. Schließlich sei Stahl ein sehr nachhaltiger Werkstoff. Stahl könne beliebig oft recycelt werden und würde damit auch einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, so ein Unternehmenssprecher.

Die Lech-Stahlwerke produzieren rund Million Tonnen Stahl pro Jahr. Vor allem hochwertigen Qualitätsstahl für die Industrie, aber auch Bau- und Betonstahl. Elektro-Stahlwerke, schmelzen in erster Linie Stahlschrott ein und verbrauchen deutlich mehr Strom als die klassischen Hochöfen, die Eisenerz mit Kokskohle zum Schmelzen bringen.

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