Heizungstausch und Sanierungspflicht – Rentnern droht kalte Enteignung

Ökonomen warnen davor, dass mit den Sanierungsplänen der EU und der Bundesregierung hohe Kosten auf Hauseigentümer zukommen. Insbesondere Rentner könnte es hart treffen. Es droht vielen Rentnern ein Desaster, da ihnen ohne Förderung eine kalte Enteignung droht.


Rentnern droht kalte Enteignung: Warnung vor fehlender Förderung bei Energiesparmaßnahmen

Aktuell stehen Energiesparmaßnahmen bei Gebäuden sowohl in der Bundesregierung als auch in der EU im Fokus. Während das Bundeswirtschaftsministerium an neuen Vorschriften für Heizungen arbeitet, hat das EU-Parlament einen verpflichtenden Energiestandard für Wohngebäude verabschiedet. Beide Maßnahmen bedeuten, dass Hauseigentümer in den kommenden Jahren in vielen Fällen erhebliche Investitionen in ihre Immobilie tätigen müssen, da Sanierungen mit Kosten verbunden sind. Dies könnte jedoch besonders für ältere Hausbesitzer zu einer großen Belastung werden.

Belastung für ältere Hausbesitzer: Warnung vor fehlender Förderung bei Energiesparmaßnahmen. Senioren droht kalte Enteignung
Belastung für ältere Hausbesitzer: Warnung vor fehlender Förderung bei Energiesparmaßnahmen. Senioren droht kalte Enteignung

Matthias Günther, Vorstand des Pestel Instituts, warnt nun im Interview mit dem Handelsblatt davor, dass viele Seniorenhaushalte sich hohe Energieeffizienzstandards für Bestandsimmobilien ohne Förderung nicht leisten können (Handelsblatt: 21.04.23). Der Ökonom mahnt, dass dies eine kalte Enteignung bedeuten könnte, wenn solche Standards erzwungen werden.


Förderung als Schlüssel für Rentner bei Immobiliensanierungen

Günther betont die wegweisende Bedeutung von Förderung in diesem Zusammenhang. Er sagte gegenüber der Zeitung: „Es mag wie ein Mantra klingen: Dort, wo es sich noch lohnt, sollte der Umbau gefördert werden.“ Er fügte hinzu, dass auch Abriss und Neubau bei in die Jahre gekommenen Immobilien, bei denen eine Sanierung nicht mehr sinnvoll ist, gefördert werden sollten.

Der Grund dafür ist, dass die meisten Rentner in Deutschland über begrenzte finanzielle Mittel verfügen. Der Besitz einer Immobilie bedeutet nicht automatisch, dass man viel Geld auf dem Konto hat. Laut Günther hatten im Jahr 2018 40 Prozent der Haushalte von Menschen über 65 Jahren pro Monat weniger als 2000 Euro netto zur Verfügung, und ihre Kaufkraft hat sich bis heute nicht verbessert, wie er im Handelsblatt-Interview betonte. Mit diesen begrenzten finanziellen Mitteln wäre eine Sanierung einer Immobilie jedenfalls nicht möglich.

Vorschlag zur Finanzierung durch Wohnflächensteuer

Günther verdeutlicht somit, dass die gezielte Förderung die einzige Lösung für eine eigentümerfreundliche Sanierung ist. Doch die Frage bleibt: Woher soll das Geld kommen? Hierzu bringt der Ökonom einen Vorschlag des Umweltbundesamtes ins Spiel. In seinem „Konzept zur absoluten Verminderung des Energiebedarfs“ wurde vorgeschlagen, eine „progressiv verlaufende Wohnflächensteuer auf stark überdurchschnittlich großen Wohnraum“ einzuführen. Nach Günther könnte mit dieser Steuer die Förderung von Sanierungsmaßnahmen finanziert werden.

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