Habeck: „Wir werden ärmer werden“

Die Preise für die wichtigsten Dinge zum Lebensunterhalt steigen in kürzester Zeit extrem stark an. Mittlerweile ist die Inflationsrate bei Lebensmitteln, Strom und Kraftstoffen bereits zweistellig, bei Gas sogar schon dreistellig. Unsere Nachbarländer rund um Deutschland und auch andere EU-Staaten haben längst reagiert und entsprechende Entlastungspakete für die Bürger verabschiedet. Die Bundesregierung hat lange gezögert und die jetzt verabschiedeten Maßnahmen, wie der Entfall der EEG-Umlage, werden kaum zu einer spürbaren Entlastung führen. Wirtschaftsminister Habeck kommentiert den Preisanstieg mit: „Wir werden ärmer werden“.


Inflation auf 40-Jahreshoch – Abgeordnete erhöhen sich die Diäten

Die Inflation hat mittlerweile ein 40-Jahreshoch erreicht. Die offizielle Inflationsrate im März liegt bei 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gefühlt oder besser gesagt individuell liegt die Inflation für mittlere und untere Einkommen aber bereits weit darüber. Der tägliche Einkauf, das Tanken des Autos und die Begleichung von Strom- und Heizkosten ist für viele bereits ein finanzieller Kraftakt. Die Kosten dafür müssen schlicht an anderer Stelle eingespart werden.

Habeck: „Wir werden ärmer werden“. Wirtschaftsminister bezeugt eigene Hilflosigkeit. Boykottmaßnahmen treffen uns selbst härter als Russland.
Habeck: „Wir werden ärmer werden“. Wirtschaftsminister bezeugt eigene Hilflosigkeit. Boykottmaßnahmen treffen uns selbst härter als Russland.
Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

„Wir werden ärmer werden“ – Wirtschaftsminister bezeugt eigene Hilflosigkeit

Das Statement unseres Wirtschaftsministers dazu: „Wir werden ärmer werden“. Damit stellt Habeck die steigenden Preise als nicht beeinflussbare Tatsache hin und bezeugt damit sowohl seine Machtlosigkeit, als auch seine Hilflosigkeit. Mit „wir“ meint er aber nicht wirklich alle, denn nahezu zeitgleich haben sich die Abgeordneten im Bundestag und vielen Länderparlamenten, wie in Baden-Württemberg und Hamburg, vorsorglich schon einmal selbst die Diäten erhöht.

EZB handelt zögerlich und schwächt damit den Euro

Die Bundesregierung hat bereits die Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt und erwartet mit 6,1 Prozent auch noch eine höhere Inflation. Das Statistische Bundesamt hat eine Teuerungsrate für gewerblicher Produkte von 30 Prozent ermittelt. Diese Teuerung wird mit einer gewissen Verzögerung auch beim Endverbraucher ankommen. Noch bezeichnet die EZB, die Inflation als „vorübergehendes Phänomen“ und handelt eher zögerlich, diese mit den erforderlichen Maßnahmen einzudämmen. Damit schwächt die EZB immer mehr den Euro gegenüber dem Dollar, was unweigerlich zu einer weiteren Kostensteigerung beim Import führt. Und dies trifft natürlich auch wieder die Energieträger, sodass die Kosten für Kraftstoffe, Gas und Strom noch weiter steigen werden.


Boykottmaßnahmen treffen uns selbst härter als Russland

Der Hauptkostentreiber sind jedoch die Boykottmaßnahmen gegen Russland aufgrund des Ukrainekrieges. Diese Boykottmaßnahmen treiben nicht nur die Energiepreise, sondern auch die Preise für viele Rohstoffe und auch für Lebensmittel. Hier stellt sich die Frage, ob sich Deutschland mit den Boykottmaßnahmen selbst nicht mehr schadet als Russland. Sollte es sogar noch zu einem Boykott von russischem Erdgas kommen, ist ein massiver Einbruch der Wirtschaftsleistung unvermeidbar. Dann steuert nicht nur Deutschland, sondern vermutlich auch ganz Europa auf eine Rezession zu. Spätestens dann werden wir alle noch ärmer werden.

Zuletzt aktualisiert am September 30, 2022 um 9:16 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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