Elektroauto-Brand in Kirchheim greift auf Gaststätte über – 120.000 Euro Schaden

Kirchheim unter Teck – Ein Renault geriet am 29. Juli 2026 gegen 7.20 Uhr vermutlich während des Ladens in Brand. Der Elektroauto-Brand griff auf die Fassade der Gaststätte „Fass“ und das angrenzende Wohngebäude über. Deshalb rückte die Feuerwehr mit 39 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen an. Sie verhinderte größere Gebäudeschäden, doch das Auto brannte vollständig aus. Auch Gastraum, Lagerraum und Außenwand nahmen Schaden. Die Polizei beziffert die Gesamtsumme auf rund 120.000 Euro. Verletzt wurde jedoch niemand.


Flammen erreichen Fassade und Innenräume

Als die Feuerwehr eintraf, stand der Renault bereits vollständig in Flammen. Wegen des geringen Abstands hatte das Feuer die Außenwand des Gebäudes erreicht. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich deshalb auf den Schutz der Wohnungen und der Gaststätte.

Ein Elektroauto-Brand beschädigt in Kirchheim eine Gaststätte und ein Wohnhaus. Der Schaden beträgt rund 120.000 Euro
Ein Elektroauto-Brand beschädigt in Kirchheim eine Gaststätte und ein Wohnhaus. Der Schaden beträgt rund 120.000 Euro
Bild: Shutterstock

Dennoch drangen Hitze und Rauch bis in den Gastraum und einen Lagerbereich vor. Außerdem kontrollierte eine Drohneneinheit das Dach und schwer einsehbare Gebäudeteile. Die Bewohner konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem die Feuerwehr das Haus belüftet hatte.

Elektroauto-Brand erfordert aufwendigen Abtransport

Mit dem Löschen der sichtbaren Flammen endete der Einsatz jedoch nicht. Die Feuerwehr musste den Hochvoltspeicher weiter überwachen und kühlen. Deshalb kam für den Abtransport ein spezieller Tauchcontainer zum Einsatz.

Die starke Hitze hatte Teile der Batterie mit dem Asphalt verbunden. Beim Bergen des Wracks lösten sich deshalb auch Stücke des Straßenbelags. Der Elektroauto-Brand verursachte damit nicht nur Schäden am Fahrzeug und am Gebäude. Auch die unmittelbare Umgebung musste anschließend instand gesetzt werden.


Polizei untersucht technischen Defekt

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand spricht vieles für einen technischen Defekt. Allerdings steht noch nicht fest, welches Bauteil das Feuer auslöste. Die Polizei hat deshalb weder die Batterie noch die Ladetechnik als Ursache bestätigt.

Brände von Elektroautos treten nach Angaben der Versicherungswirtschaft nicht häufiger auf als Brände von Verbrennern. Allerdings können beschädigte Batteriezellen den Feuerwehreinsatz verlängern. Sie benötigen oft eine intensive Kühlung und eine kontrollierte Lagerung. Der Vorfall in Kirchheim zeigt außerdem die Folgen enger Stellplätze direkt an Gebäuden.

Verfasser: Blackout-News
Verwendete Quellen: Der Teckbote (29.07.26)Polizeipräsidium Reutlingen (29.07.26)

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