Düngerpreise schießen in die Höhe – Eine schwere Krise trifft die Bauern

Den Bauern steht eine schwere Krise bevor. Zahlreiche Länder berichteten bereits Ende Dezember von weiteren Preisanstiegen bei Stickstoffdünger, Phosphor und Kalium. Große Exporteure wie Russland, China und Ägypten sind zudem von strengen Ausfuhrbeschränkungen betroffen, was den Import in die USA, Indien und Westeuropa erschwert.


Doch viele Landwirte verfügen für die kommende Saison nicht über ausreichende Dünger Vorräte. Das französische Agrarportal Terre-net hat eine Umfrage durchgeführt und zeigte damit, dass von allen Landwirten aktuell nur 37,5 % einen Stickstoffdünger Vorrat für die nächste Saison besitzen. Knapp 20 % der Bauern haben noch keinen Dünger gekauft und warten die Preisentwicklung weiter ab. Die Düngerpreise sind zum Jahresbeginn 2022 extrem hoch.

Düngerpreise schießen in die Höhe - Eine Schwere Kriese trifft die Bauern. Steigende Lebensmittelpreise zu erwarten
Düngerpreise schießen in die Höhe – Eine schwere Krise trifft die Bauern. Steigende Lebensmittelpreise zu erwarten

Logistische Probleme und Einschränkungen des Handels

Europa und viele andere Regionen im Ausland sind von massiven logistischen Problemen betroffen. Neben den hohen Preisen sorgen auch die steil ansteigenden Kosten auf vielen anderen Ebenen und die daraus resultierende Knappheit an flüssigen Mitteln (cash flow) für eine Zurückhaltung beim Kauf. Europa und viele andere Regionen im Ausland sind zudem von massiven logistischen Problemen betroffen.

Exportkürzungen von Stickstoff aus der Ukraine

Nicht nur in Europa, sondern auch in vielen anderen Ländern wie der Ukraine wird das Angebot und der Preis für Stickstoffdünger durch den Gaspreis und der Logistik beeinflusst. Harnstoff, der in der Ukraine produziert wurde, kostet aktuell 866 US-Dollar/ t (fob). 800 US-Dollar sollen dabei alleine für die Rohstoffkosten anfallen. ,, Die Herstellung des Harnstoffs ist angesichts der hohen Produktionskosten, in den Augen von Analyst Mike Nash, nicht wirtschaftlich.


Europas Abhängigkeit von Ägypten nimmt zu

Die Lieferungen nach Westeuropa sind seit September und Oktober stark eingeschränkt. Durch den Wegfall der Lieferungen nahm die Abhängigkeit von produzierten Harnstoff aus Ägypten, das ein wichtiger Lieferant für den Weltmarkt ist, deutlich zu.
Die Harnstoffpreise aus Ägypten klettern durch die stetig wachsende Nachfrage rasant in die Höhe. Im November 2021 wurde ein Spitzenpreis von 900 US-Dollar je Tonne erreicht. Zum Vergleich, im Jahr zuvor lag der Preis pro Tonne noch bei 200 US-Dollar.

Indien in Düngernot

Auch Indien kämpft mit einer starken Knappheit an Düngemitteln. Denn China, als größter Lieferant für die Welt, exportiert nicht mehr genügend Stickstoff. China will die Versorgung des eigenen Marktes sicherstellen und entschloss sich daher die Exporte einzuschränken und somit den Anstieg der Preise für Harnstoff im eigenen Land zu begrenzen. Intensivere Zollkontrollen ab Mitte Oktober sorgten für Verzögerungen und Unterbrechungen der Lieferungen. 54 % der Harnstoff-Bestellung aus China entfallen für Indien und bringt das Land somit in eine problematische Situation. Indien konnte bereits rund 730.000 Tonnen Harnstoff, Stand 17 November, kaufen, jedoch liegt der geschätzte Bedarf des Landes bei 5 Millionen Tonnen. Die Lücke die es für Indien zu füllen gilt ist gewaltig.


Russland zieht nach – Exportbeschränkungen für Düngemittel

Aufgrund des weltweit begrenzten Angebotes an Düngemitteln zieht Russland ebenfalls nach und beschränkt seine Exporte, um den eigenen Markt stabil zu halten. Die Regierung setzte eine Obergrenze von 5,9 Mio. t fest, die bis zum 31. Mai diesen Jahres aufrecht erhalten werden soll. Eine äußerst hohe Knappheit auf dem Weltmarkt ist die Folge. Diese gleiche Situation, dass Kontrollen die Exporte von Harnstoff verschärfen, kam auch in Ägypten vor. Mit einer neuen Regelung muss nun die Produktion für den heimischen Markt in Höhe von 55 % reserviert und dem Landwirtschaftsministerium Einsicht in die Exportpläne gegeben werden. Die Exporte werden demzufolge nur noch gering ausfallen.

Düngerpreise steigen weltweit an

Mit Blick auf die USA lässt sich die Entwicklung bestätigen. Auch hier steigen die Preise stetig weiter. In der zweiten Dezemberwoche stiegen die Preise für Düngemittel weiter an. Das ging aus einer Befragung hervor, die das Agraronline-Dienst DTN durchgeführt hatte. Anhydrous ist ein Flüssigstickstoffdünger, der seinen Einsatz hauptsächlich in der USA findet.
Dieser wurde im Vergleich zum Vormonat um 16 % teurer. Der Durchschnittspreis liegt bei 1.420 US-Dollar pro Tonne und damit auf seinem Allzeithoch. Ammonium Phosphate erfuhr innerhalb eines Monats einen Preisanstieg von 7 %. Der Durchschnittspreis lag bei 790 US-Dollar pro Tonne. Der Preis für Harnstoff stieg innerhalb eines Monats um 5 % an. Auch dieser Durchschnittspreis von 901 US-Dollar pro Tone ist ein Allzeithoch.


Noch Hoffnung auf Besserung!?

Drei der wichtigsten Düngemittel von insgesamt acht erfahren eine ziemlich starke Aufwärtsbewegung von über 5 %. Viele haben demnach noch die Hoffnung, dass sich der Anstieg der Preise verlangsamen könnte.

Hohe Düngerpreise haben Auswirkung auf Lebensmittelversorgung

Die hohen Düngerpreise müssen die Bauern letztendlich an die Verbraucher weitergeben. Damit ist auch mit einem kräftigen Anstieg der Lebensmittelpreise zu rechnen. Der Mangel an Dünger kann unter Umständen sogar zu Versorgungsengpässen bei Lebensmittel führen. Am härtesten wird es dabei Entwicklungsländer treffen.

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